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Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Griff. Viele Einschränkungen wurden seit dem Lockdown im Frühjahr gelockert. Inzwischen gehen die Infektionszahlen jedoch wieder nach oben. Alle aktuellen Entwicklungen im Ticker.

29.10.2020, 1:48 Uhr — Post erwartet Jahresrekord von 1,8 Milliarden Paketen

Die Deutsche Post DHL rechnet in diesem Jahr aufgrund des Online-Bestellbooms infolge der Corona-Pandemie mit einem neuen Pakete-Rekord. „Fürs Gesamtjahr erwarten wir ein Plus von knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,8 Milliarden Pakete“, sagte Tobias Meyer, Vorstand der Deutschen Post für den Bereich Post und Pakete, den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. Um den Andrang in der Weihnachtszeit zu bewältigen, sollen bis zum Jahresende 10.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

28.10.2020, 23:30 Uhr Uhr — Erneute Reisewarnung für die Türkei

Deutschland setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie wieder in Kraft. Das hat das Auswärtige Amt mitgeteilt. Demnach gilt die Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya nur noch bis zum 8. November. Das Bundeskabinett hatte die Reisewarnung Anfang August auf Drängen der türkischen Regierung aufgehoben. Voraussetzung dafür war ein spezielles Tourismus- und Hygienekonzept.

28.10.2020, 20:44 Uhr — Ausgansbeschränkungen in Frankreich ab Freitag

Auch Frankreich fährt das öffentliche Leben herunter. Ab Freitag gibt es dort wieder Ausgangsbeschränkungen. Das hat Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache mitgeteilt — Beschäftigte sollen möglichst von zu Hause aus arbeiten. Bars und Restaurants müssen schließen. Offen bleiben dagegen die Schulen. Universitäten sollen auf Online-Betrieb umstellen.

28.10.2020, 19:16 Uhr — Weitere Corona-Nothilfe für Unternehmen

Betriebe, die im November schließen müssen, sollen neue staatliche Nothilfen bekommen. Das wurde bei der Bund-Länder-Schalte beschlossen. Kleinere Betriebe sollen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November vergangenen Jahres erhalten, größere bis zu 70 Prozent. Das neue Finanzhilfe-Programm hat einen Umfang von bis zu zehn Milliarden Euro.

28.10.2020, 16:46 Uhr – Bund und Länder einigen sich offenbar auf zahlreiche Einschränkungen

Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen. Aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs wurden erste Details bekannt:

Einschränkungen beschlossen Neue Corona-Regeln gelten schon ab Montag

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich mit den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder getroffen und neue Corona-Regeln beschlossen. Was gilt jetzt?  mehr...

28.10.2020, 15:38 Uhr – Reisewarnung für die ganze Türkei ab 9. November

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen mit.

28.10.2020, 14:36 Uhr – Bund will Firmen bei Zwangsschließung 75 Prozent Umsatz ausgleichen

Die Bundesregierung will Firmen entschädigen, die im November wegen der Bekämpfung der Corona-Krise zwangsweise schließen müssen. Finanz- und Wirtschaftsministerium haben nach Angaben aus Regierungskreisen in der Bund-Länder-Schalte vorgeschlagen, dass kleine Firmen 75 Prozent ihres Umsatzes als Entschädigung erhalten sollen.

Für größere Firmen sei ein Betrag von 70 Prozent vorgesehen. Bezugsgröße sei der Umsatz des Vorjahresmonats, hieß es. Ein Teilnehmer zitierte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit den Worten: „Die Lage ist sehr, sehr ernst. Wir brauchen tiefgreifende Maßnahmen, die wir finanziell abfedern müssen.“ Die Kosten habe Scholz für vier Wochen auf sieben bis zehn Milliarden Euro beziffert.

28.10.2020, 14:32 Uhr – Altmaier: Kontakte müssen um die Hälfte reduziert werden

Zur Eindämmung der Pandemie müssen nach Worten von Wirtschaftsminister Peter Altmaier die sozialen Kontakte deutlich reduziert werden. „Und zwar nicht um 10 oder 15 Prozent, sondern in einer Größenordnung, die in Richtung der Hälfte oder noch darüberhinaus geht“, sagt er bei einer Befragung im Bundestag mit Blick auf laufende Beratungen von Bund und Ländern. „Dazu werden umfangreiche Maßnahmen notwendig sein.“

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten seit dem Mittag über weitere Einschränkungen gegen die Verbreitung des Corona-Virus. Gegenwärtig verdoppeln sich die Ansteckungen binnen einer Woche. Die Zahl der mit Corona-Patienten belegten Intensivbetten verdoppelt sich binnen zehn Tagen.

Intensiv- und Notfallmediziner in Deutschland beobachten die überproportional steigenden Fallzahlen mit großer Sorge. Noch seien genug Intensivbetten in Deutschland frei.

Doch es gebe die Befürchtung, bei weiter steigenden Infektionszahlen die intensivmedizinische Versorgung bald nicht mehr in vollem Umfang gewährleisten zu können, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

28.10.2020, 14:29 Uhr – Tausend Corona-Tote pro Tag in Europa

Die Anzahl der Corona-Toten hat in Europa nach Aussage eines Experten drastisch zugenommen. „Letzte Woche lag die Zahl um ein Drittel höher als in der Vorwoche, das bedeutet, dass rund 1000 Menschen jeden Tag an Covid sterben“, sagte Peter Piot, Sonderberater der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Bekämpfung des Coronavirus.

„Die Lage ist sehr ernst und sie droht, noch schlimmer zu werden, wenn wir nicht dringende und drastische Maßnahmen ergreifen“, fügte er hinzu. Piot forderte, dass noch viel mehr Menschen in Europa einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Wir müssen bei rund 95 Prozent statt jetzt 60 Prozent ankommen; das kann Hunderttausende Leben retten, wenn wir das tun“, so Piot.

28.10.2020, 13:48 Uhr – Lauterbach dementiert Bericht, er sei für Kontrollen in Privatwohnungen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Meldungen widersprochen, denen zufolge er Corona-Kontrollen in Privatwohnungen gefordert habe. Lauterbach erklärte, er lehne es ab, dass Polizei oder Ordnungskräfte Wohnungen kontrollierten. Die Privatwohnung bleibe voll geschützt. Der Rheinischen Post hatte der SPD-Politiker in Hinblick auf Verstöße gegen Corona-Auflagen gesagt, Behörden müssten einschreiten können, wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährdeten.

28.10.2020, 13:00 Uhr – Bald kein Verdienstausfall für Urlauber aus Risikogebieten mehr?

Wer ohne Notwendigkeit in ein Corona-Risikogebiet reist und nach der Rückkehr in Quarantäne muss, soll dafür künftig keinen Verdienstausfall mehr bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundeskabinett gebilligt hat. Bislang steht jedem, der wegen einer angeordneten Quarantäne nicht zur Arbeit kann, eine Entschädigung zu.

Mit der Gesetzesvorlage wird zudem die im Bevölkerungsschutzgesetz im März geschaffene Entschädigungsregelung für Eltern fortgeführt. Wird ein Kind unter Quarantäne gestellt wird, haben die betreuenden Eltern Anspruch auf eine Entschädigungszahlung.

28.10.2020, 12:13 Uhr – Cyberkriminelle greifen Webseite des RKI an

Das Robert-Koch-Institut ist offenbar Ziel eines Cyber-Angriffs geworden. Die RKI-Website sei vergangenen Donnerstag deswegen rund zwei Stunden nicht erreichbar gewesen, berichtet der Spiegel. Die Seite sei offenbar mit einer sogenannten DDoS-Attacke lahmgelegt worden. Dabei wird eine Website mit einer großen Zahl künstlich generierter Aufrufe geflutet, so dass sie unter der Last des Datenverkehrs zusammenbricht. Das habe ein Sprecher des Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) bestätigt, das die Webseite betreue, berichtete das Magazin. Vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) liegt keine Stellungnahme vor.

28.10.2020, 11:46 Uhr – DFG-Präsidentin: Kontaktbeschränkungen können Tausende Tote vermeiden

Eine drastische Einschränkung der Kontakte kann nach Einschätzung der Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ,Katja Becker, in der Corona-Pandemie viele Tausend Leben retten. Becker erklärte im SWR, wenn die Infektionen weiter stiegen wie bisher, müsste Deutschland bis Ende November mit fast 100.000 Neuinfektionen rechnen. „Dann sehen wir uns auch einer Zahl von fast 20.000 Todesopfern gegenüber“, mahnte sie. Wenn hingegen die Kontakte, die bisher ohne Vorsichtsmaßnahmen stattfinden, halbiert würden, dann gebe es den Modellrechnungen zufolge 14.000 Todesopfer.

Becker sagte: „Angenommen, wir vierteln die Kontakte, dann sind wir bei etwa 12.000 Todesopfern.“ In einer gemeinsamen Erklärung haben die DFG und fünf andere Wissenschaftsorganisationen am Dienstag vorgeschlagen, die Kontakte auf ein Viertel zu reduzieren.

28.10.2020, 11:04 Uhr – 18.820 Neuinfektionen und 236 Todesfälle in Polen

Die Regierung in Polen meldet 18.820 Neuinfektionen und 236 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus - so viele wie noch nie binnen 24 Stunden. Die Krankenhäuser seien überlastet, teilt das Gesundheitsministerium mit. 13.931 Krankenhausbetten seien mit Covid-19-Patienten belegt, 1.150 Patienten müssten beatmet werden. Am Tag zuvor waren es noch 13.291 Covid-19-Patienten, von denen 1.078 beatmet wurden.

28.10.2020, 9:25 Uhr – Spahn: „Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät!“

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt vor Engpässen in Krankenhäusern. „Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät“, sagt er dem SWR. Im europäischen Ausland seien die Krankenhäuser schon wieder am Limit und es kämen auch wieder Hilfsanfragen. Hier das ganze Interview:

Jens Spahn, CDU, Bundesgesundheitsminister (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Michael Sohn/AP Pool/dpa)

Tagesgespräch Bundesgesundheitsminister Spahn: "Wenn wir warten, bis die Intensivstationen voll sind, ist es zu spät!"

Dauer

28.10.2020, 8:35 Uhr – Rekord bei Corona-Neuinfektionen: RKI meldet fast 15.000 Fälle

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch binnen 24 Stunden 14.964 neue Corona-Fälle verzeichnet worden – nach 11.409 neuen Fällen am Vortag. Das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der mit dem Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg auf 10.098 – 27 mehr als am Vortag.

28.10.2020, 8:04 Uhr – Altmaier will Künstlern und Soloselbstständigen finanziell helfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagt den Kulturschaffenden finanzielle Hilfe zu. „Die Kultur gehört zur Identität unseres Landes. ... Deshalb wollen wir eine Pleitewelle oder Änderung dieser Kulturlandschaft, die tiefgreifend ist, verhindern“, sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Die Soloselbstständigen hätten zwar die Möglichkeit, Grundsicherung zu erleichternden Bedingungen zu beantragen. Das schrecke aber viele ab. „Deshalb reden wir über zumutbare Alternativen. ... Wir werden in den nächsten Wochen ganz intensiv auch über dieses Thema reden.“

28.10.2020, 7:14 Uhr – Bund-Länder-Treffen: Verbände befürchten Kollaps vieler Gaststätten

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt vor einem Kahlschlag in der Branche, wenn es zu erneuten massiven Einschränkungen für Hotels und Gaststätten käme. Der Grund: Laut einem Vorab-Papier könnte beim Bund-Länder-Treffen heute ab 13:00 Uhr beschlossen werden, dass Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen ab dem 4. November für den Rest des Monats schließen müssen.

„Hotels, Gaststätten und auch Bars sind die mit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Unternehmen und dürfen nicht geopfert werden“, sagte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es gehe um Arbeitsplätze, die unwiederbringlich verloren wären. Er glaubt: „Das Gastgewerbe ist nach bisherigen Erkenntnissen, wenn die Hygienestandards eingehalten werden, kein Infektionsherd wie etwa private Feiern.“

Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband warnt vor einem Kollaps des Gastgewerbes. Sollte es zu einer erneuten Schließung wegen der Corona-Pandemie kommen, drohe einem Drittel der Betriebe das Aus, so der Dehogha Rheinland-Pfalz.

28.10.2020, 6:15 Uhr – Knapp 75.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA steigt nach einer Reuters-Zählung die Zahl der positiv auf das Coronavirus Gestesteten um mindestens 74.194 auf rund 8,81 Millionen. Mindestens weitere 976 Menschen sind nach einer Ansteckung mit dem Virus in den vergangenen 24 Stunden gestorben. Die Zahl der Corona-Todesfälle erhöht sich demnach auf mindestens 226.804.

28.10.2020, 4:31 Uhr – Sonderregelung für Kurzarbeit soll verlängert werden

Die Bundesregierung plant, die Sonderregelungen für die Kurzarbeit zu verlängern – und zwar bis Ende kommenden Jahres. Darüber soll heute im Bundestag beraten werden. Wer lange in Kurzarbeit ist und Kinder hat, könnte damit weiter bis zu 87 Prozent seines ausgefallenen Nettolohns erhalten.

28.10.2020, 2:13 Uhr – Lauterbach für Kontrollen der Maßnahmen auch in Privatwohnungen

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach spricht sich für Kontrollen von Coronavirus-Auflagen auch in Privatwohnungen aus. Lauterbach sagte der Rheinischen Post, man befinde sich in einer nationalen Notlage. Die Unverletzbarkeit der Wohnung dürfe kein Argument für ausbleibende Kontrollen sein, wenn private Feiern in Wohnungen die öffentliche Gesundheit gefährdeten. Laut Grundgesetz seien zur Bekämpfung einer Seuchengefahr Eingriffe in die Unverletzlichkeit der Wohnung möglich. SPD-Lauterbach plädierte zuletzt für einen „Wellenbrecher-Shutdown“ und schlug eine zweiwöchige bundesweite Schließung von Restaurants, Bars, Kneipen, Kulturstätten, Fitnessstudios und Vereinen bei Offenhaltung von Schulen, Kitas und „essenziellen Geschäften“ vor.

Heute steht ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder zu diesem Thema an. Der Entwurf des Beschlusspapiers liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Das steht drin:

Einschränkungen beschlossen Neue Corona-Regeln gelten schon ab Montag

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich mit den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder getroffen und neue Corona-Regeln beschlossen. Was gilt jetzt?  mehr...

28.10.2020, 1:03 Uhr – Regionale Fußball-Verbände setzen den Amateur-Spielbetrieb aus

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen setzen mehrere regionale Fußball-Verbände den Amateur-Spielbetrieb aus. Der Verband Rheinland (FVR) teilte am Abend mit, dass bis auf weiteres keine Partien mehr im Herren-, Frauen- und Jugendbereich stattfinden. Als Grund nannte der Verband „die zunehmenden Verschärfungen der Hygieneauflagen“. Insbesondere die „Einschränkungen bei der Nutzung von Duschen und Umkleiden“ machten es „zunehmend schwierig, in Anbetracht der anbrechenden Winterzeit eine verantwortungsvolle Durchführung des Spielbetriebs zu gewährleisten“. Dem Verband gehören Vereine im nördlichen Rheinland-Pfalz an. In Bremen und Schleswig-Holstein wird der Amateurfußball vollständig eingestellt. Alle Spiele fallen vorerst bis Mitte November aus.

27.10.2020, 22:21 Uhr – Auch Linke verschiebt ihren Parteitag

Nach der CDU verschiebt auch die Linke ihren Parteitag und damit ebenfalls die Wahl einer neuen Parteispitze. Das hat der Vorstand beschlossen. Die weiter ansteigenden Corona-Infektionszahlen machten diesen Schritt unausweichlich, schrieb die Linke auf Twitter. Man werde nun Alternativen prüfen. Der Parteitag war ursprünglich für das kommende Wochenende geplant – er wird schon zum zweiten Mal verschoben.

27.10.2020, 18:36 Uhr – Belgien hat die höchste Corona-Infektionsrate in der EU

Belgien ist nun das Land mit der höchsten Corona-Infektionsrate in der EU. Nach Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten liegt der Wert bei 1.390 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen. Bisher hatte nur Tschechien eine höhere sogenannte 14-Tage-Inzidenz. Die belgische Regierung will am Freitag über einen erneuten möglichen nationalen Lockdown entscheiden.

27.10.2020, 17:56 Uhr – Laschet: „November wird Monat der Entscheidung“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dringt auf schärfere Maßnahmen. „Wir brauchen eine politische Weichenstellung, mit der wir die Entwicklung aufhalten“, sagte er. „November wird der Monat der Entscheidung.“ Soziale Kontakte müssten entschieden reduziert werden. Die Lage sei „sehr, sehr ernst“, so Laschet. Die bisher geltenden Maßnahmen reichten nicht aus, den Trend zu stoppen.

27.10.2020, 17:03 Uhr Verband fürchtet Schließung von knapp 200 Regionalflughäfen

Der Flughafenverband ACI Europe warnt vor der Schließung von fast 200 Regionalflughäfen in Europa in den kommenden Monaten. 193 Airports, vor allem regionale, stünden vor der Zahlungsunfähigkeit, sollten die Passagierzahlen bis Ende des Jahres nicht wieder steigen, erklärte der Verband. Doch auch die großen Flughäfen und Drehkreuze seien finanziell gefährdet. Airports Council International (ACI) Europe hat rund 500 Mitglieder in 46 europäischen Ländern.

27.10.2020, 15:56 Uhr – Kritik an Abschiebungen während Corona-Pandemie

Der Bayerische Flüchtlingsrat und die Organisation Pro Asyl kritisieren mögliche Abschiebungen inmitten der Corona-Pandemie. "In diesen Zeiten noch schnell eine Abschiebung durchzuziehen, bevor der nächste Lockdown kommt, zeugt von einer ausgeprägten Kaltschnäuzigkeit", betonte der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt. Abschiebungen während der Corona-Pandemie seien unverantwortlich. Nach Informationen der Flüchtlingshelfer waren für Dienstagabend von München aus Abschiebungen nach Somalia und Äthiopien geplant. Doch gebe es etwa für die 15 Millionen Menschen in Somalia nur 15 Intensivbetten, hieß es in der Mitteilung.

27.10.2020, 14:39 – Am 11.11. Alkoholverbot in Köln

Am 11. 11. soll es in Köln ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum geben. Die Corona-Pandemie mache das unumgänglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. "Deswegen werden wir neben den bereits bestehenden Kontaktbeschränkungen und Sperrzeiten zusätzlich am 11. 11. ganztägig und auf dem gesamten Stadtgebiet ein Alkoholkonsumverbot und ein Alkoholverkaufsverbot außerhalb von Gaststätten erlassen."

Der traditionelle Karnevalsauftakt müsse in diesem Jahr aufgrund der Pandemie leider ausfallen. Die Oberbürgermeisterin appellierte an die Kölner, zu Hause zu bleiben. "Diesmal wird nicht gefeiert, diesmal wird nicht gesungen, diesmal wird nicht geschunkelt, diesmal wird nicht getanzt", sagte Reker. Der 11. November 2020 sei "nur ein Tag im Kalender wie jeder andere auch".

Karneval in Köln ohne Alkohol Das ist jetzt verboten

Der 11.11. soll dieses Jahr in Köln ein Tag wie jeder andere sein. Alkohol auf der Straße wird im gesamten Stadtgebiet verboten.  mehr...

27.10.2020, 13:43 Uhr – Union präsentiert Gegenentwurf zu Heils Homeoffice-Vorstoß

Aus der Unions-Bundestagsfraktion gibt es einen Vorstoß, mobiles Arbeiten zu erleichtern und steuerlich zu begünstigen. Ein Eckpunktepapier wird als Gegenentwurf zu Plänen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verstanden. In dem Papier des Arbeitskreises "Zukunft der Arbeit" werden Änderungen bei Arbeitszeit-Regelungen vorgeschlagen. Mobiles Arbeiten zahle sich für Arbeitnehmer nur dann besonders aus, wenn sie ihre Arbeitszeiten ganz oder teilweise selbst bestimmen und flexibel handhaben könnten, heißt es. Das sei insbesondere für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine enorme Verbesserung.

Die gesetzlichen wöchentlichen Höchstarbeitszeiten sollten aber unverändert bleiben. Weiter geht es um steuerliche Entlastungen. So soll der Arbeitgeber den mobil Arbeitenden Kosten steuerfrei ersetzen dürfen, selbst wenn einzelne Elemente wie ein Breitbandanschluss auch privat mitgenutzt werden. Außerdem sollen sogenannte Co-Working-Spaces gefördert und Lücken beim Unfallversicherungsschutz geschlossen werden, wenn Arbeitnehmer von zu Hause aus arbeiten. Arbeitsminister Heil will ein gesetzlich verankertes Recht auf Homeoffice, das lehnt die Union aber ab.

27.10.2020,13:34 Uhr – Jobsicherung in der EU: Erste Milliardenhilfen aus Brüssel fließen

Zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Corona-Krise haben Italien, Spanien und Polen die ersten 17 Milliarden Euro aus dem neuen EU-Programm Sure bekommen. Dies teilte die EU-Kommission mit. Es handelt sich um preiswerte Kredite, mit denen Kurzarbeiterprogramme und Hilfen für Selbstständige finanziert werden können. Konkret flossen an Italien zunächst 10 Milliarden Euro, die erste Tranche einer zugesagten Summe von 27,4 Milliarden. Spanien erhielt zunächst 6 von 21,3 Milliarden und Polen eine Milliarde von 11,2 Milliarden. Insgesamt ist im Rahmen von Sure bisher die Auszahlung von 87,9 Milliarden Euro an 17 Länder vereinbart. Der Deckel liegt bei 100 Milliarden Euro. Das Programm gehört zu einem Paket mit Hilfen von 540 Milliarden Euro, auf das sich die EU-Staaten kurz nach Beginn der Pandemie im Frühjahr geeinigt hatten.

27.10.2020, 13:22 Uhr – Söder: Öffnung von Schulen und Kitas hat Vorrang

Bayern räumt bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie der Offenhaltung von Schulen und Kindergärten Vorrang ein. Schulen und Kitas würden, sofern überhaupt nötig, als letzte Einrichtungen geschlossen und als erste geöffnet, sagt Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München.

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch mit Kanlzlerin Angela Merkel erwartet Söder eine schwierige Sitzung. "Klar ist, es wird nicht einfach. Und klar ist, es wird auch nicht schön." Man müsse sich bewähren. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie müssten konsequent sein: "Lieber gleich und richtig als spät und halbherzig."

27.10.2020, 12:59 Uhr – Garmisch: Keine belegten Infektionen durch angebliche Superspreaderin

Einer 26 Jahre alten Frau, die im Verdacht stand, in Bayern vielleicht Dutzende Menschen mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, können keine Infektionen nachgewiesen werden. Das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen hat nach Angaben eines Sprechers jedenfalls keine Kontaktpersonen ermitteln können, die durch die positiv getestete Frau infiziert worden sind.

Die 26-Jährige hatte eine Kneipentour in der oberbayerischen Stadt unternommen, obwohl sie Krankheitssymptome hatte und unter Quarantäne stand. Später erhielt sie ein positives Testergebnis. Die Frau wurde daraufhin Mitte September überregional als mögliche Superspreaderin bekannt.

Nach dem Bekanntwerden des Falls wurde ein Corona-Massentest durchgeführt. Bei mehr als 1.000 Tests konnten aber nur vier Infizierte festgestellt werden. Ein direkter Zusammenhang zu der Frau ergab sich nicht, wie der Sprecher des Landratsamts sagte. Die Frau habe aber natürlich trotzdem einen Fehler gemacht. Obwohl sie zu Hause hätte bleiben müssen, sei sie feiern gegangen.

27.10.2020, 11:23 Uhr – Merkel gegen Ausschluss Schutzbedürftiger

Angesichts der zugespitzten Corona-Lage in Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Beachtung des Wissenstands als Maßstab für Einschränkungen gepocht. "Wir wissen heute etwas mehr über das Virus", sagte Merkel. "Wir wissen, wie wir uns schützen können. Wir können zielgerichteter vorgehen. Aber wir sehen auch bei den steigenden Zahlen, dass wenn wir das, was wir wissen über das Virus, nicht einhalten, dass wir dann wieder in Situationen kommen, die ausgesprochen schwierig sind."

Merkel wandte sich gegen den Ausschluss Kranker, Pflegebedürftiger und von Menschen mit Behinderungen vom gesellschaftlichen Leben im Zuge des Infektionsschutzes. Kontaktbeschränkungen auch für die Menschen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Hospizen seien sehr belastend. Für sie und das ganze Bundeskabinett seien solche Einschränkungen nur schwer erträglich, sie dürften auch nur befristet sein.

27.10.2020, 11:23 Uhr – Scholz fordert zusätzliche Schritte gegen Corona-Welle

Vizekanzler Olaf Scholz hat schnelle zusätzliche Maßnahmen gegen die rapide steigende Zahl der Corona-Infektionen gefordert. Der dramatische Anstieg in den vergangenen Tagen sei "sehr besorgniserregend", sagte Scholz der Nachrichtenagentur dpa. "Jetzt sind schnelle und entschlossene Schritte nötig, um diese neue Infektionswelle zu brechen." Die zusätzlichen Maßnahmen sollten zielgerichtet und zeitlich befristet sein. "Und sie sollten deutschlandweit möglichst einheitlich getroffen werden und allgemein verständlich sein", sagte der Finanzminister. In diesen Wochen entscheide sich, ob Deutschland weiter vergleichsweise gut durch die Pandemie komme. "Wir haben es selbst in der Hand", betonte Scholz.

27.10.2020, 11:12 Uhr – Merkel: Eingriffe in Grundrechte müssen gut begründet sein

Die Eingriffe in Grundrechte in der Corona-Krise müssen nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel gut begründet und dürfen nur vorübergehend sein. Das betonte sie bei der Eröffnung eines Pflegekongresses. Es dürften keine gesellschaftlichen Gruppen vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden, sagte sie mit Blick auf Kranke und Schwache. Schnelltests seien wichtig, um mehr Sicherheit vor Ansteckung im Pflegebereich zu bekommen.

27.10.2020, 10:40 Uhr – Frankreich möglicherweise vor neuem Lockdown

Angesichts immer neuer Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen steht Frankreich offenbar vor einem neuen Lockdown: Innenminister Gérald Darmanin sagte vor einer Krisensitzung des Kabinetts, „harte Entscheidungen“ seien unausweichlich. Im Gespräch sind eine deutliche Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder ein zeitlich befristeter Lockdown.

Der Vorsitzende des Corona-Beirats der Regierung, Jean-François Delfraissy, nannte zwei mögliche Szenarien: Eine „massive“ Ausweitung der abendlichen Ausgangssperre oder einen direkten Lockdown. Anders als im Frühjahr könnte es nach seinen Angaben Schulen und bestimmten Wirtschaftszweigen erlaubt bleiben, unter strengen Auflagen zu öffnen. Präsident Emmanuel Macron will mit dem Kabinett bis Mittwoch über die verschärften Maßnahmen beraten.

27.10.2020, 9:45 Uhr – Altmaier erwartet Ende der Woche 20.000 Neuinfektionen

Die Bundesregierung hat vor den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer vor einem ungebremsten Anstieg der Coronavirus-Ansteckungen gewarnt: Das Wachstum bei den Neuinfektionen sei exponentiell, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag.

Schon Ende der Woche werde es wahrscheinlich 20.000 Fälle am Tag geben. Gemessen an diesem Indikator verschlechtert sich die Lage deutlich schneller als bisher gedacht. Ende September hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, es könne bis Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben.

27.10.2020, 6:40 Uhr – Knapp 70.000 neue Corona-Fälle in den USA

In den USA steigt nach einer Reuters-Zählung die Zahl der Neuinfektionen um mindestens 69.413 auf rund 8,74 Millionen. Demnach sind mindestens 515 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Corona-Todesfälle erhöht sich demnach auf mindestens 225.828.

27.10.2020, 5:00 Uhr – RKI: 11.409 Neuinfektionen, 42 weitere Todesfälle

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist weiter gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete 11.409 neu registrierte Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages. Gestern lag die Zahl bei knapp 8.700. Insgesamt haben sich damit seit Beginn der Pandemie bundesweit rund 449.300 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach RKI-Angaben ist die Zahl der tödlichen Verläufe um 42 auf 10.095 gestiegen.

27.10.2020, 4:38 Uhr – Italien: Ausschreitungen in mehreren Städten

In Italien ist es in der Nacht in mehreren Städten zu Ausschreitungen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der italienischen Regierung gekommen. Die Proteste verliefen teilweise gewalttätig. Die schwersten Auseinandersetzungen gab es in Turin. Aus einer Menge von hunderten Demonstranten wurden Flaschen auf Polizisten geworfen. Schaufensterscheiben gingen zu Bruch. Für die Ausschreitungen sollen Rechtsextremisten und Mitglieder der Fußball-Ultra-Szene verantwortlich sein. In Italien müssen seit gestern Restaurants und Bars um 18 Uhr schließen.

27.10.2020, 00:57 Uhr – Tschechien verhängt eine nächtliche Ausgangssperre

Wegen der zweiten Corona-Welle verhängt Tschechien eine nächtliche Ausgangssperre. Die Regelung tritt morgen Abend in Kraft und gilt zunächst eine Woche, teilten die Behörden in Prag mit. Zwischen 21 und 5 Uhr dürften die Menschen dann nur noch mit triftigem Grund aus dem Haus gehen, etwa um zur Arbeit zu gehen. Alle Geschäfte müssten um 20 Uhr schließen.

27.10.2020, 00:05 Uhr – ARD-DeutschlandTrend: Immer mehr Deutschen gehen Corona-Auflagen nicht weit genug – oder zu weit

Eine knappe Mehrheit der Deutschen (51 Prozent) beurteilt die geltenden Corona-Auflagen dem ARD-DeutschlandTrend zufolge als ausreichend. Das sind acht Prozentpunkte weniger als zu Monatsbeginn, wie aus der im ARD-Morgenmagazin veröffentlichten Befragung von infratest dimap laut Vorabmeldung hervorgeht. Für 32 Prozent gehen die aktuell geltenden Einschränkungen angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen dagegen nicht weit genug, während 15 Prozent sie als zu weitgehend erachten. Zwei Prozent machten keine konkreten Angaben.

Im Vergleich zu Anfang Oktober ist die Anzahl derjenigen gewachsen, denen die geltenden Einschränkungen zu weit gehen (plus vier Prozentpunkte) und denen die Maßnahmen nicht weit genug gehen (plus fünf Prozentpunkte).

Corona-Maßnahmen Zufriedenheit sinkt - auf beiden Seiten

Noch immer hält eine große Mehrheit in Deutschland die derzeitigen Corona-Maßnahmen für ausreichend. Doch die Zustimmung sinkt, zeigt der ARD-DeutschlandTrend Extra. Knapp ein Dri…  mehr...

27.10.2020, 00:02 Uhr – Weltweit inzwischen mehr als 43 Millionen Infizierte registriert

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters haben sich weltweit inzwischen mehr als 43,08 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und über 1,154 Millionen sind gestorben. Die USA bleiben mit mehr als 8,6 Millionen bestätigten Fällen und mehr als 225.000 Toten das am stärksten betroffene Land gefolgt von Indien und Brasilien.

26.10.2020, 22:43 Uhr – Bund-Länder-Corona-Treffen früher als geplant

Das Corona-Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten findet nicht wie geplant am Freitag statt, sondern schon am Mittwoch. Regierungssprecher Steffen Seibert rechnet angesichts der raschen Ausbreitung des Virus mit neuen Beschlüssen. Die Bild-Zeitung berichtet, dass das Kanzleramt den Ländern mögliche weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorschlagen wolle – etwa Restaurants und Bars zu schließen. Dafür nennt die Zeitung keine konkrete Quelle. Ein Sprecher der Kanzlerin sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, es gebe bisher keine Festlegungen.

26.10.2020, 20:05 Uhr – 26.771 Neuinfektionen in Frankreich

Das französische Gesundheitsministerium meldet 26.771 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Am Sonntag waren es mehr als 50.000. In Frankreich könnte die Pandemie bis auf 100.000 Neuinfektionen pro Tag anwachsen, warnte der Leiter des wissenschaftlichen Ausschusses, der die Regierung in Paris berät, Jean-François Delfraissy.

Die Krankenhäuser in Frankreich registrierten 1307 neue Corona-Patienten binnen 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl seit dem 2. April, als 1607 neue Covid-19-Patienten gemeldet worden waren.

26.10.2020, 17:54 Uhr – Frankfurt plant Heimspiel ohne Zuschauer

Eintracht Frankfurt wird das Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Werder Bremen aller Voraussicht nach ohne Zuschauer austragen. Wie der Fußball-Club mitteilte, liegt bisher keine formale Entscheidung oder offizielle Information zu der Partie vor. Da die Allgemeinverfügung der Stadt Frankfurt ausdrücklich Ausnahmen von der Teilnehmerbeschränkung auf 100 Personen vorsehe, habe der Verein in der vergangenen Woche einen solchen Ausnahmeantrag für bis zu 8.000 Zuschauer gestellt. Alle Signale der Politik deuteten aber darauf hin, dass das Spiel vor leeren Rängen stattfinden müsse.

Vorstandsmitglied Axel Hellmann kritisierte in diesem Zusammenhang das Vorgehen der offiziellen Stellen. „Wir sind uns alle darin einig, dass der Kampf gegen die Pandemie entschlossen und konsequent geführt werden muss, aber auch zielgerichtet und sachgerecht. Deswegen halten wir die Praxis des Zuschauerausschlusses, nicht nur im Profifußball, dauerhaft für den falschen und nicht mehr verhältnismäßigen Weg.“

26.10.2020, 16:48 – DIW schlägt kurzen, scharfen Lockdown vor

Der Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher angesichts der Corona-Lage hält einen zweiwöchiges Herunterfahren der Wirtschaft für sinnvoll. „Aus der Perspektive der Wirtschaft wäre ein kurzer, scharfer Lockdown wahrscheinlich die beste Option“, sagte der Ökonom dem SWR. Das sei zumindest besser als weitere wochen- oder monatelange Unsicherheit. „Für die Wirtschaft geht es um den Faktor Zeit.“ Je länger die Situation andauere, desto größer der Schaden.

Voraussetzung für einen solchen Lockdown sei aber die Akzeptanz der Unternehmen und der Menschen, sagte Fratzscher. So eine Maßnahme müsse außerdem gut koordiniert sein. Fehlendes Vertrauen und Unsicherheit würden der Wirtschaft derzeit am meisten zu schaffen machen. „Dann investieren Unternehmen nicht und Menschen konsumieren auch nicht.“

26.10.2020, 16:16 Uhr – Christkindlesmarkt in Nürnberg abgesagt

Der beliebte Christkindlesmarkt in Nürnberg fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte die Stadt mit. Begründet wird der Schritt mit den steigenden Fallzahlen. „Uns fällt diese Entscheidung sehr schwer. Der Christkindlesmarkt mit seiner großen Tradition gehört zu Nürnberg“, hieß es in einer Mitteilung von Oberbürgermeister Marcus König. Zum Schutz der Bevölkerung sei die Absage aber notwendig.

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner liegt in Nürnberg derzeit bei einem Wert von 76, mit steigender Tendenz. König sagte, es sei davon auszugehen, dass die Schwelle in nächster Zeit über 100 steigt und die Corona-Ampel auf dunkelrot umspringt.

Der Nürnberger Wirtschaftsreferent Michael Fraas bedauerte die Absage und betonte die wirtschaftliche Bedeutung des Christkindlesmarkts für die Stadt. Es sei aber „ein Gebot der Vernunft“ jetzt die Notbremse zu ziehen, statt erst ein paar Tage vor Beginn. Der Markt sollte am 27. November beginnen. Im vergangenen Jahr kamen 2,2 Millionen Besucher.

26.10.2020, 15:03 – 50 Festnahmen nach Demo in Berlin

Bei den Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Berlin hat es am Sonntag insgesamt 50 Festnahmen gegeben. Wie die Berliner Polizei jetzt mitteilte, wurden 64 Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet. Außerdem stellten die Beamten in 71 Fällen Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung. Im Zusammenhang mit den Versammlungen wurden 18 Polizisten verletzt. Ein Beamter wurde von einem Demonstranten durch einen Biss in die Hand verletzt, er kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Eine ursprünglich für Sonntag angemeldete Demonstration mit etwa 2000 Teilnehmern durfte nicht starten, weil die Masken- und Abstandspflicht nicht eingehalten wurde. Daraufhin zogen hunderte Maskenverweigerer in Gruppen durch die Stadt. Die Polizei war bis in die Abendstunden hinein allein in den Bezirken Mitte und Friedrichshain mit rund 650 Einsatzkräften im Einsatz.

26.10.2020, 14:25 Uhr – Seibert: Drastischer Anstieg der Zahlen

Die Bundesregierung spricht angesichts des drastischen Anstiegs der Fallzahlen von einer „ernsten Situation“. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte nach einem Treffen des sogenannten Corona-Kabinetts, es infizierten sich immer mehr ältere Menschen, die Nachverfolgung von Kontakten von Infizierten seien in einigen Kommunen nicht mehr möglich. Die Krankenhäuser verzeichneten eine Zunahme von Covid-Erkrankten, auch auf Intensivstationen. Gut 1300 Corona-Patienten würden derzeit auf Intensivstationen behandelt, etwa die Hälfte davon werde künstlich beatmet. Seibert erinnerte an den eindringlichen Appell von Kanzlerin Angela Merkel: „Es liegt in unserer Verantwortung, wie sich die Zahlen entwickeln.“

Merkel werde am kommenden Mittwoch erneut mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über weitere Maßnahmen beraten, kündigte Seibert an.

26.10.2020, 12:37 Uhr – Bayerischer Landkreis Rottal-Inn geht in Teil-Lockdown

Der bayerische Landkreis Rottal-Inn verfügt einen Teil-Lockdown ab Dienstag. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei auf weit über 200 gestiegen, teilt der Landkreis mit. Ab Dienstag, 00:00 Uhr, trete „ein Lockdown in Kraft - dazu gehört auch die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten und die Absage aller Veranstaltungen“. Die Maßnahmen seien vergleichbar mit denen im Berchtesgadener Land.

26.10.2020, 11:07 Uhr – Mehrheit der Deutschen würde sich gegen Corona impfen lassen

Etwa 70 Prozent der Deutschen würden sich laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gegen das Corona-Virus impfen lassen, wenn ein Impfstoff vorliegt. Dies ergebe sich aus einer Befragung im Juni und Juli. Rund die Hälfte wäre auch für die Einführung einer Impfpflicht.

Ein Zwang, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, könnte laut DIW eine Alternative zu anderen Zwangsmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Sperrstunden sein.

26.10.2020, 9:47 Uhr – Frankreich: Experte befürchtet Anstieg auf 100.000 Neuinfektionen pro Tag

In Frankreich könnte die Pandemie bis auf 100.000 Neuinfektionen pro Tag anwachsen, warnt der Leiter des wissenschaftlichen Ausschusses, der die französische Regierung berät. „Es wird wahrscheinlich mehr als 50.000 Fälle pro Tag geben“, sagt Jean-François Delfraissy dem Sender RTL. „Wir vermuten (...) , dass es mehr in die Richtung von 100.000 pro Tag gehen wird.“

Rekord an Neuinfektionen Corona-Tristesse in Frankreich

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich weiter: Mehr als 52.000 Neuinfektionen bedeuten einen traurigen Tagesrekord. Die Regierung bereitet das Land auf einen "schwierig…  mehr...

26.10.2020, 9:20 Uhr – Bätzing-Lichtenthäler: Verstoß gegen Corona-Regeln ist „kein Kavaliersdelikt“

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen appelliert die rheinland- pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler an die Bürger, sich an die Corona-Regeln zu halten. Im SWR2 Tagesgespräch meinte die SPD-Politikerin, ein Verstoß sei „kein Kavaliersdelikt“.

Zum heutigen Schulstart in Rheinland-Pfalz nach den Herbstferien sagte sie, es sei außerdem erklärtes Ziel, Schulen und Kitas so lange wie möglich offen zu halten. Sie seien keine Pandemie-Treiber. Vielmehr seien das private Feiern und Partys. Deshalb habe Rheinland-Pfalz die Teilnehmerzahl zum Beispiel bei Hochzeiten oder Geburtstagen ab heute auf 25 begrenzt.

26.10.2020, 8:27 Uhr – Bericht: Erste Erfolge bei Impfstoff von Uni Oxford

Erste Ergebnisse von Tests einer von der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca entwickelten Corona-Schutzimpfung sind nach einem Bericht der „Financial Times“ erfolgsversprechend verlaufen. Bei älteren Menschen, der Gruppe mit dem höchsten Risiko schwerer Krankheitsverläufe, sei eine "robuste Immun-Reaktion" entstanden, berichtet das Blatt.

26.10.2020, 5:57 Uhr – 8.685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8.685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4.325 gelegen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 24 auf insgesamt 10.056. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,45 (Vortag: 1,36). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 15 weitere Menschen anstecken.

26.10.2020, 2:41 Uhr – Ab heute schärfere Regeln in Italien

Italien verschärft ab heute seine Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Landesweit müssen alle Restaurants und Bars um 18 Uhr schließen. In den Lokalen dürfen außerdem höchstens vier Personen an einem Tisch sitzen, außer sie leben im gleichen Haushalt. Ganz geschlossen bleiben dagegen Sportstudios, Hallenbäder, Konzertsäle und Fußballstadien für Fans.

26.10.2020, 00:13 Uhr – Merkel pessimistisch: „So kann es nicht weitergehen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einem Medienbericht zufolge erneut vor schwierigen Monaten wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus gewarnt. „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“, sagte die CDU-Politikerin laut Bild-Zeitung am Abend in einer Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer. An der Runde nahm nach dpa-Informationen auch der Chef der Union-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus (CDU), teil. Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz in der anstehenden Woche zeigte sich Merkel laut Bild besorgt. Sie habe „kein so gutes Gefühl“, sagte die Kanzlerin demnach. „So kann es nicht weitergehen“. Zuletzt hatte Merkel die Bevölkerung erneut dazu aufgerufen, auf Reisen und Kontakte zu verzichten.

Merkel zur Corona-Pandemie "So kann es nicht weitergehen"

Wie umgehen mit der Corona-Pandemie? So könne es nicht weitergehen, soll Kanzlerin Merkel bei internen Beratungen gesagt haben. Besorgt äußerte sich auch NRW-Ministerpräsident Las…  mehr...

25.10.2020, 23:09 Uhr – CDU-Parteitag im Dezember in Präsenz wohl vom Tisch

Der für den 4. Dezember geplante Präsenzparteitag der CDU mit 1.001 Delegierten zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden in Stuttgart ist vom Tisch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach gut fünfstündigen Beratungen der engsten Parteispitze in Berlin. Man habe einen Rahmen für das weitere Vorgehen besprochen, den Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer morgen den CDU-Gremien vorstellen werde. Offen war, ob es eine Verschiebung des Parteitags ins nächste Jahr geben soll oder ob es noch in diesem Jahr einen sogenannten hybriden Parteitag geben kann, bei dem an mehreren Standorten in Deutschland verteilt in Präsenz und virtuell gewählt würde. Eine dritte Option wäre eine Briefwahl.

Wahl des neuen Vorsitzenden verzögert sich CDU verschiebt Bundesparteitag erneut

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hat sich die CDU-Führung entschlossen, den für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitag ins nächste Jahr zu verschieben.  mehr...

25.10.2020, 20:46 Uhr – Frankreich meldet Höchstwert bei Neuinfektionen

In Frankreich hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals die Marke von 50.000 überschritten. Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass sich binnen 24 Stunden mehr als 52.000 Menschen angesteckt hätten. Um die Lage zu stabilisieren, hat die französische Regierung die Ausgangssperre ausgeweitet. Zwei Drittel der Franzosen dürfen ihre Häuser in der Zeit zwischen 21 und 6 Uhr nicht verlassen. Diese Regelung gilt zunächst für sechs Wochen.

Mehr als 34.700 Menschen sind in Frankreich bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 17 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden positiv.

25.10.2020, 20:24 Uhr – Lufthansa muss weiter sparen

Die Lufthansa sieht sich wegen der Corona-Situation zu weiteren Kosteneinsparungen gezwungen. In einem Brief des Vorstands an die Mitarbeiter heißt es, im Winter sei im Vergleich zum Vorjahr mit weniger als einem Fünftel der Fluggäste zu rechnen. Man habe deutlich zu viel Kapazität. Deswegen sollen unter anderem 125 Flugzeuge erneut stillgelegt werden. Ein Großteil der Verwaltungsmitarbeiter muss laut Vorstand bis Ende Februar in Kurzarbeit.

"Nach einem Sommer, der uns allen Anlass zur Hoffnung gegeben hat, befinden wir uns jetzt wieder in einer Situation, die in ihren Auswirkungen einem Lockdown gleichkommt", hieß es zum Auftakt des Winterflugplans in einer Mitteilung des Vorstands an die Mitarbeiter. Zwar verliere man mit einer halben Million Euro nur noch halb so viel Geld pro Stunde wie zu Beginn der Krise. Doch die Situation sei ähnlich dramatisch.

25.10.2020, 19:03 Uhr – Steinmeier warnt vor Impfstoff-Nationalismus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, bei der Entwicklung und Verbreitung eines Corona-Impfstoffs zusammenzuarbeiten. Niemand sei sicher vor COVID-19, bevor nicht alle davor sicher seien. Das sagte Steinmeier in einer Videobotschaft zur Eröffnung der Gesundheitskonferenz „World Health Summit“.

Er forderte die USA und China auf, die globale Impfstoffplattform Covax der Weltgesundheitsorganisation zu unterstützen. Die Covax-Initiative will bis Ende 2021 in mehr als neunzig Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen zwei Milliarden Impfdosen zur Verfügung stellen.

25.10.2020, 18:28 Uhr – Demo gegen Corona-Maßnahmen in Berlin vorzeitig beendet

In Berlin ist eine Demonstration gegen staatliche Corona-Beschränkungen vorzeitig beendet worden. Nach Polizeiangaben hatten sich die Teilnehmer nicht an die Masken- und Abstandspflicht gehalten. Etwa 2.000 Demonstranten waren am Mittag zum Alexanderplatz gekommen. Auch vor dem Veranstaltungszentrum Kosmos im Bezirk Friedrichshain versammelten sich Masken-Gegner und wurden kurz darauf weggeschickt, weil sie sich nicht an die Regeln hielten.

Zudem hatte die Initiative „Querdenken“ zu einer weiteren Demonstration an der Siegessäule aufgerufen, die jedoch kurzfristig abgesagt wurde, wie die Polizei mitteilte. Ihre Anhänger wollen eigentlich gegen die Gesundheitskonferenz „World Health Summit“, die in Berlin stattfinden sollte, protestieren. Die Konferenz findet aufgrund der steigenden Infektionszahlen jedoch komplett digital statt.

25.10.2020, 15:00 Uhr – Spanien ruft Gesundheitsnotstand aus, Italien schränkt weiter ein

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat Spanien den landesweiten Notstand ausgerufen. Das hat Regierungschef Pedro Sánchez im Fernsehen bekannt gegeben. In ganz Spanien – mit Ausnahme der Kanarischen Inseln – gilt damit eine nächtliche Ausgangssperre.

Italien schränkt das öffentliche Leben weiter ein. Für Bars und Restaurants gilt von morgen an eine Sperrstunde ab 18 Uhr. Kinos, Theater und Fitnessstudios müssen nach einer Mitteilung von Ministerpräsident Giuseppe Conte ganz schließen.

25.10.2020, 13:30 Uhr – Bundesgesundheitsminister Spahn meldet sich per Video aus der häuslichen Quarantäne

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich erstmals seit seinem positiven Corona-Test per Video zu Wort gemeldet und an die Bevölkerung appelliert, bei der Eindämmung des Virus mitzuhelfen. Der 40-Jährige postete die Aufnahme unter anderem auf seiner Facebookseite und in einer Kurzfassung bei Twitter.

Ein kurzes Update. Hier geht es zum vollständigen Video: https://t.co/3ZGUm9871I https://t.co/cyE1aq51It

Vor hellgrauer Wand neben einem Blumenstrauß in weißem Hemd und blauer Strickjacke bedankt sich der Gesundheitsminister nach einem kurzen „Hallo, hier ist Jens Spahn“ zunächst für die vielen Genesungswünsche, die ihn erreicht hätten. Es ginge ihm „ganz gut“. Die Erkältungssymptome seien bisher nicht stärker geworden. Er bedankt sich bei den Gesundheitsämtern für ihre Arbeit und mahnt, die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. „Bitte helfen Sie weiter mit und hören Sie nicht auf diejenigen, die verharmlosen und beschwichtigen. Es ist ernst.“

25.10.2020, 11:30 Uhr – Brandsätze gegen Robert-Koch-Institut in Berlin geworfen

In der Nacht haben Unbekannte mit Brandsätzen ein Gebäude des Robert-Koch-Instituts in Berlin angegriffen. Das teilte die Polizei am Morgen mit. Verletzt worden sei niemand.

Sicherheitsmitarbeiter hätten mehrere Personen entdeckt, die Brandsätze in Flaschen auf das Gebäude geworfen hätten. Eine Fensterscheibe sei zu Bruch gegangen. Die Mitarbeiter konnten die Flammen löschen. Die Verdächtigen sind unerkannt entkommen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, da eine politische Motivation möglich ist.

25.10.2020, 11:05 Uhr – Frankfurt sagt Weihnachtsmarkt ab und schränkt Kontakte weiter ein

Nach einem sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionszahlen hat Frankfurt am Main den Weihnachtsmarkt abgesagt. Außerdem müssen ab Montag Mund-Nasen-Bedeckungen bei allen öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen sowie in der gesamten Innenstadt getragen werden, wie die Stadt am Samstagabend mitteilte. Die erlaubten Kontakte wurden zudem weiter eingeschränkt: So seien Aufenthalte im öffentlichen Raum nur alleine oder in Gruppen von höchstens fünf Personen aus maximal zwei Haushalten oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet.

25.10.2020, 10:10 Uhr – Mehr jüngere Menschen mit Depressionssymptomen im Frühjahr

Menschen ab 60 haben die Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr weit besser psychisch verkraftet als Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Das geht aus einer Studie hervor, über die die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet. Demnach haben die Forscher in der Altersgruppe ab 60 so gut wie keine Zunahme von depressiven Symptomen festgestellt. Dagegen war die psychische Belastung bei jungen bis mittelalten Menschen besonders groß. Teilweise hätten sich die Werte so verschlechtert, dass es sich um eine deutliche Zunahme von Depressionen handeln könnte. Frauen bis Ende 30 seien am stärksten betroffen.

25.10.2020, 9:50 Uhr – Kassenärzte warnen vor Absage von Arztbesuchen aus Angst vor Corona

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat eindringlich vor der Absage von Arztbesuchen während der zweiten Corona-Welle gewarnt. „Die Ärzte sind für den Winter wesentlich besser gerüstet als zu Beginn der Pandemie“, sagte Gassen der Bild am Sonntag. „Es gibt für Patienten keinen Grund mehr, wie im März wegen Corona Krebsvorsorge-Termine oder wichtige Operationen zu verschieben.“

25.10.2020, 7:15 Uhr – Kurz vor der Wahl: Corona-Neuinfektionen in USA klettern auf Rekordwert

Anderthalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land am zweiten Tag in Folge ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität am Samstag (Ortszeit) mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 88.973 neue Ansteckungsfälle erfasst. Damit wurde der am Vortag bekannt gegebene Rekordwert von knapp 80.000 Neuinfektionen nochmals deutlich übertroffen.

Die Zahl der Todesopfer wuchs um weitere 906 auf mehr als 224.000. In absoluten Zahlen sind die USA das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Am 3. November wird dort gewählt. Amtsinhaber Donald Trump liegt dabei deutlich hinter seinem Herausforderer Joe Biden.

25.10.2020, 4:28 Uhr – Neuinfektionen in Deutschland: Auch die „Sonntagszahlen“ haben sich verdoppelt

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger – auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche waren am Sonntag allerdings nur 5.587 Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032. Die Marke von 10 000 war gestern überschritten worden.

25.10.2020, 3:42 Uhr – Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Österreich verschärft heute wegen der stark ansteigenden Corona-Infektionen die Schutzmaßnahmen. In geschlossenen Räumen dürfen sich zu privaten Feiern nur noch sechs Personen treffen, draußen sind bis zu zwölf Menschen möglich. Das gilt nach offiziellen Angaben auch für Chöre und Musikkapellen. Auf der Straße muss ein Meter Abstand gehalten werden, es sei denn, die Personen gehören zum selben Haushalt. Außerdem wird die Maskenpflicht im öffentlichen Raum ausgeweitet - unter anderem an Bahnhöfen, Haltestellen, Einkaufspassagen, Opern und Theatern.

25.10.2020, 2:51 Uhr - Außenhandelspräsident fordert härtere Corona-Maßnahmen

Der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, hat härtere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefordert. Man müsse die Pandemie unter allen Umständen unter Kontrolle halten, um einen erneuten Shutdown zu vermeiden, sagte er der Bild am Sonntag. Dazu müsse man das öffentliche Leben noch stärker herunterfahren. Je länger man damit warte, umso größer werde der Schaden für die Gesundheit der Menschen und auch für die Wirtschaft.

25.10.2020, 1:54 Uhr – Laschet für Verschiebung des CDU-Wahlparteitags

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Kandidat für den CDU-Vorsitz, Armin Laschet, will den geplanten Wahlparteitag Anfang Dezember wegen der Corona-Pandemie verschieben. Was Parteien von den Bürgern erwarteten, müssten sie auch selbst einhalten, sagte er der Welt am Sonntag. Alle anstehenden Fragen könnten auch nach dem Winter entschieden werden. Der Fokus müsse jetzt auf der Bekämpfung der Pandemie liegen. Die CDU-Spitze will am Montag über den Parteitag entscheiden. Möglicherweise werde er auf verschiedene Standorte verteilt, hieß es.

25.10.2020, 1:37 Uhr – Lauterbach: „Lockdown“ womöglich nur eine Frage von Wochen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen erneuten Shutdown innerhalb der nächsten Wochen für wahrscheinlich. Sollte es nicht gelingen, die persönlichen Kontakte zu beschränken, wäre das die letzte Möglichkeit, sagte er der Bild am Sonntag. Die Einschränkungen, die jetzt beschlossen worden seien, reichten leider nicht aus, um überfüllte Intensivstationen und einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen im Dezember zu verhindern.

24.10.2020, 13:37 Uhr – Demo für Kulturschaffende in München

In München haben rund 400 Künstler demonstriert und mehr Hilfen von der Politik verlangt. Unter dem Motto „Aufstehen für die Kultur“ machten sie auf die Existenznot in ihrer Branche aufmerksam. Die Corona-Krise bringt viele freie Kunstschaffende um ihre Einkommen, weil es kaum noch Auftrittsmöglichkeiten gibt. Betroffen sind davon auch angrenzende Branchen wie Veranstaltungstechniker, Event-Agenturen oder Messebauer. Auch die Punkband „Die Ärzte“ hat am Freitagabend mit einem außergewöhnlichen Auftritt in den ARD-Tagesthemen dazu aufgerufen, die Kulturbranche in der Corona-Krise nicht zu vergessen.

24.10.2020, 13:12 Uhr – Merkel-Appell: „Kontakte reduzieren“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts rasant wachsender Corona-Infektionszahlen die Bundesbürger aufgerufen, Kontakte zu anderen einzuschränken. In ihrem wöchentlichen Podcast sagte sie, es gelte heute noch dringender das, was sie bereits vergangene Woche gesagt habe. Das Gebot der Stunde heiße: „Kontakte reduzieren“. Zudem solle man auf Reisen verzichten, die nicht unbedingt notwendig seien. In der jetzigen Lage reiche es nicht mehr aus, Abstand zu halten und Maske zu tragen. Das Robert-Koch-Institut hatte zuletzt erstmals mehr als 14.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages in Deutschland gemeldet.

24.10.2020, 12:18 Uhr – Polens Präsident Duda mit Corona infiziert

Polens Präsident Andrzej Duda hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 48-jährige sei in Quarantäne und es gehe ihm gut, hat das Präsidialamt per Twitter mitgeteilt. Auch in Polen sind die Fallzahlen zuletzt stark gestiegen.

24.10.2020, 10:44 Uhr – Neuer Corona-Rekordwert in Deutschland

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Rekordwert erreicht. Laut Robert-Koch-Institut haben sich innerhalb eines Tages mehr als 14.700 Menschen mit dem Virus angesteckt. Für den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder freiwillige Kontaktbeschränkungen für alle oder immer neue Zwangs-Lockdowns. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht die Kliniken derzeit gut gerüstet für den starken Anstieg von Coronavirus-Patienten. Hauptgeschäftsführer Georg Baum sagte dem Mannheimer Morgen, noch gebe es mehr als 8.000 freie Intensivbetten. Nach seinen Angaben sind rund 6.000 Corona-Patienten in den Krankenhäusern, etwa 1.000 von ihnen liegen auf der Intensivstation.

24.10.2020, 9:27 Uhr – Ausgangssperren in Frankreich

In Frankreich gelten im Kampf gegen das Coronavirus neue Maßnahmen. So gibt es nächtliche Ausgangssperren in 54 Departements, darunter auch das nördliche Elsass ab Straßburg. Rund zwei Drittel aller Franzosen sind davon betroffen. Sie dürfen ohne triftigen Grund zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr morgens nicht mehr auf die Straße. Bürger, die sich nicht an die Vorschriften halten, müssen 135 Euro zahlen. In Frankreich hat sich seit Ausbruch der Pandemie mehr als eine Million Menschen mit dem Virus infiziert.

24.10.2020, 6:45 Uhr – Zahl der Todesfälle in den USA könnte laut Studie auf über 500.000 steigen

Wissenschaftlern zufolge könnte die Zahl der Corona-Toten in den USA die Marke von 500.000 übersteigen, wenn nicht fast alle Amerikaner Masken tragen. „Wir steuern auf eine sehr große Herbst/Winter-Welle zu“, sagte Chris Murray vom Institute for Health Metrics and Evaluation an der University of Washington zu der jüngsten Schätzung. Die Zahl der Todesfälle könne um 130.000 sinken, wenn ein Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung einen Mund-Nasen-Schutz tragen würde. Bisher sind in den USA 222.447 Menschen mit oder infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben.

24.10.2020, 5:32 Uhr – RKI: Deutschland überspringt Marke von 10.000 Toten

Die Zahl der Covid-19-Todesfälle ist in Deutschland über 10.000 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete binnen 24 Stunden 49 weitere Todesfälle, damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 10.003. Die Neuinfektionen bezifferte das RKI auf 14.714.

In diese Zahl sind allerdings Infektionen eingerechnet, die am Vortag aufgrund einer technischen Panne bei der Übermittlung der Daten noch nicht erfasst worden waren.

Die deutschen Krankenhäuser sehen sich derweil für die neue Corona-Welle gut gerüstet. Derzeit gebe es mehr als 8.000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben nicht notwendiger Behandlungen weitere 10.000 Betten frei gemacht werden könnten, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, dem Mannheimer Morgen.

24.10.2020, 4:21 Uhr – Heftige Proteste in Neapel gegen Ausgangssperren

Bei Protesten gegen neue Corona-Beschränkungen ist es in der süditalienischen Stadt Neapel zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. Hintergrund ist eine nächtliche Ausgangssperre in der Region Kampanien. Die gilt auch in zwei weiteren Regionen – Latium und Lombardei. Der Präsident von Kampanien Vincenzo De Luca hat allerdings auf Facebook zudem einen Lockdown angekündigt. 40 Tage lang müsse alles geschlossen werden, außer Unternehmen, die wichtige Güter produzieren und transportieren.

Ausgangssperren in Italien Ausschreitungen bei Protesten in Neapel

In Neapel gab es gewaltsame Proteste gegen die Ausgangssperren, die dort wegen rasant steigender Infektionszahlen verhängt wurden. Ministerpräsident Conte will einen zweiten Lockd…  mehr...

24.10.2020, 2:16 Uhr – Die Ärzte: „Kultur braucht mehr Unterstützung“

Die Berliner Punkband Die Ärzte hat an die Politik appelliert, in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht zu vergessen. Die Musikszene würde ignoriert, sagte Ärzte-Sänger Farin Urlaub in den ARD-Tagesthemen. Es falle zu wenig auf, dass Kultur nicht nur kommerziell erfolgreiche Bands brauche, sondern auch Clubbetreiber, Technik- und Aufbauhelfer, sowie kleinere Bands ohne Plattenverträge. Schlagzeuger Bela B. betonte, viele hätten nun seit sieben Monaten keine Arbeit. Es gehe um 1,4 Millionen Menschen.

Kultur in Corona-Zeiten Das gab es noch nie: Warum „Die Ärzte“ die Tagesthemen eröffnen durften

Die Punkband Die Ärzte hat am Freitagabend die ARD-Tagesthemen eröffnet. Mit dem Auftritt wollten sie daran erinnern, dass man in der Corona-Krise die Kulturbranche nicht vergessen sollte.  mehr...

24.10.2020, 1:37 Uhr – Deutsche Kliniken gut gerüstet für weitere Corona-Patienten

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht die Kliniken gut gerüstet für einen starken Anstieg von Coronavirus-Patienten. Das hat Hauptgeschäftsführer Baum dem Mannheimer Morgen gesagt. Zur Zeit gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten. Weitere 10.000 könnten frei gemacht werden, wenn nicht notwendige Behandlungen verschoben werden. Nach seinen Angaben sind rund 6.000 Corona-Patienten in den Krankenhäusern, etwa tausend von ihnen liegen auf der Intensivstation.

23.10.2020, 21:12 Uhr – Frankreich und Italien mit neuen Rekordwerten

In Frankreich ist die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen auf mehr als eine Million angestiegen. Nach Spanien ist Frankreich damit das zweite EU-Land, das diese Schwelle erreicht hat. Innerhalb eines Tages seien zuletzt 42.032 neue Fälle hinzugekommen, das sei ein neuer Rekordwert, teilten französische Gesundheitsbehörden am Abend mit. In Italien meldete die Regierung mit 19.143 Fällen ebenfalls einen neuen Höchststand der täglichen Neuinfektionen. Dieser liegt zudem deutlich über dem jüngsten Rekord vom Donnerstag, als 16.079 Fälle gemeldet wurden. In einigen italienischen Regionen gilt ab sofort ein nächtliches Ausgangsverbot.

23.10.2020, 20:06 Uhr – Panne beim RKI: Daten werden nachgereicht

11.242 Corona-Neu-Infektionen hat das Robert-Koch-Institut heute für Deutschland gemeldet. Möglicherweise waren es aber deutlich mehr. Hintergrund: Gestern Nachmittag war die Datenübermittlung von den Gesundheitsämtern an das Institut für knapp drei Stunden gestört. Das hat eine Sprecherin bestätigt. Von der Panne betroffen waren unter anderem Hotspots in Nordrhein-Westfalen. Die Daten seien inzwischen nachgereicht worden, sie sollen dann morgen im aktuellen Bericht erscheinen.

23.10.2020, 19:00 Uhr – Dänemark verschärft Corona-Regeln

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie dürfen sich in Dänemark künftig nicht mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum treffen. Das teilte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mit. Zuvor waren Gruppen von 50 Menschen erlaubt. Zudem werde in dem nordischen Land der Verkauf von Alkohol ab 22:00 Uhr untersagt. Außerdem werde eine Maskenpflicht in allen öffentlichen Innenräumen eingeführt.

23.10.2020, 18:46 Uhr – WHO sieht „kritischen Punkt“ der Pandemie erreicht

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die von steigenden Corona-Infektionen betroffenen Länder zum Handeln aufgerufen. Zu viele Staaten seien auf einem gefährlichen Pfad. Die Welt sei an einem kritischen Punkt, die nächsten Monate würden sehr schwierig. Die Regierungen sollten sofort neue Maßnahmen ergreifen, um weitere Todesfälle zu verhindern und die Gesundheitssysteme vor dem Kollaps zu bewahren.

23.10.2020, 18:40 Uhr – Macron: Coronavirus begleitet und bis nächsten Sommer

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagt, die Franzosen würden mindestens bis zum nächsten Sommer mit dem Coronavirus leben müssen. Er betonte, es gebe keine Pläne, Abstriche bei den jüngst beschlossenen Ausgangssperren zu machen. Die Seuche könne nur gebremst werden durch Einschränkungen. Es sei aber derzeit noch zu früh um zu sagen, ob Frankreich auf einen vollständigen oder teilweisen Lockdown zusteuere.

23.10.2020, 15:15 Uhr – Niederlande verlegen Covid-19-Patienten nach Deutschland

Die Niederlande beginnen mit der Verlegung von Patienten, die an den Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt sind, nach Deutschland. Grund ist, dass die Kapazitäten in den Kliniken im Nachbarland angesichts des zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen an ihre Kapazitätsgrenzen kommen.

23.10.2020, 12:50 Uhr – Corona-Quarantänen haben kaum Auswirkungen auf Bruttoinlandsprodukt

Die Auswirkung der durch Corona-Infektionen erzwungenen Quarantänen schätzt der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, derzeit auf einen BIP-Effekt von 0,1 bis 0,2 Prozent. „Im Vergleich zu allen anderen Faktoren ist das bisher zweitrangig“, sagt er zu Reuters. „Für einzelne Bereiche wie Gesundheitswesen und Handwerk, in denen es auf Präsenz ankommt, dürfte der Effekt allerdings deutlich größer sein.“ Betroffen von Corona-Quarantäne sind die Infizierten sowie etliche enge Kontaktpersonen.

23.10.2020, 12:37 Uhr – 90 Prozent der Labore in Deutschland an Corona-App angeschlossen

Mittlerweile sind nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert 148 von bundesweit 165 Test-Laboren an die Corona-Warn-App angeschlossen. Rund 90 Prozent der Labore könnten damit App-Nutzern das Testergebnis digital übermitteln. Die App sei inzwischen 20,4 Millionen mal von möglichen Nutzern heruntergeladen worden.

23.10.2020, 11:40 Uhr – Ministerium: Impfstoff erst kommendes Jahr

Ein Corona-Impfstoff wird nach Angaben eines Sprechers des Bundesgesundheitsministeriums frühestens zu Beginn des kommenden Jahres verfügbar sein. Das Robert-Koch-Institut arbeite schon an einem Konzept, wer vorrangig geimpft werden sollte. Zwischen Bund und Ländern liefen zudem derzeit Abstimmungen. Zu Berichten, dass der Bund die Länder aufgefordert habe, Impfzentren zu benennen, wollte sich der Sprecher nicht äußern.

23.10.2020, 10:40 Uhr – Seehofer: Kein Verständnis für Reinhardt-Äußerungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat kein Verständnis für Äußerungen des Ärztekammer-Präsidenten Klaus Reinhardt. Er hatte in einer ZDF-Sendung den Nutzen der Alltagsmasken infrage gestellt. Die Aussagen „von höchster Stelle der Ärzteschaft“ seien für Seehofer unerklärlich. „Das ist fast erschütternd“, sagt Seehofer am Rande der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam. Er freue sich, dass dort alle eine Maske trügen. „Die Bevölkerung ist manchmal noch sachkundiger und einsichtiger als manche Berufsfunktionäre.“ Reinhardt hatte nach seinen umstrittenen Äußerungen am Donnerstag klargestellt, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa in Bussen und Bahnen sinnvoll sei. Dies helfe, durch eine Reduktion der Aerosol-Verbreitung andere zu schützen.

23.10.2020, 8:48 Uhr – Impfstoff bis Jahresende verfügbar?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet nach einem Medienbericht noch in diesem Jahr mit einem Impfstoff gegen Corona. Die Bild-Zeitung berichtet, Spahn habe in einer Videokonferenz der Gesundheitsminister gesagt, die Mainzer Firma Biontech stehe kurz vor der Zulassung eines Impfstoffes. Erste Impfungen seien sogar vor Jahresende möglich. Ähnlich hatte sich zuvor schon ein Sprecher des Pharmakonzerns Pfizer geäußert. Man sei derzeit in der letzten Erprobungsphase und wisse bis Ende Oktober, ob der mit Biontech gemeinsam entwickelte Impfstoff wirke.

Unaufgeregt informiert 5 Irrtümer zum Corona-Impfstoff in Deutschland

„Wenn der Impfstoff kommt, dann ist dieser Wahnsinn endlich vorbei“, hoffen viele mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen. Aber ist der Impfstoff wirklich der Heilsbringer?  mehr...

23.10.2020, 7:53 Uhr – Erneut über 11.000 Neuinfektionen an einem Tag

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat am zweiten Tag in Folge einen fünfstelligen Wert erreicht. Das hat das Robert-Koch-Institut am Morgen mitgeteilt. Demnach wurden am Donnerstag 11.242 neue Ansteckungsfälle erfasst. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Corona-Pandemie 403.291 Infektionen in Deutschland registriert.

23.10.2020, 4:41 Uhr – Bundesregierung plant wohl Impfzentren

Die Bundesregierung bereitet nach Medienberichten Impfzentren vor. Laut "Bild"-Zeitung hat das Gesundheitsministerium die Länder aufgefordert, bis Mitte November mögliche Standorte zu benennen. Bundesweit seien 60 Impfzentren geplant. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bezeichnete es dem Blatt zufolge für möglich, dass bis Ende dieses Jahres ein Impfstoff in Deutschland zugelassen werden könnte. In einer Videokonferenz soll er vor wenigen Tagen gesagt haben, die Mainzer Firma Biontech stehe kurz vor einer Zulassung.

23.10.2020, 2:37 Uhr – Montgomery: „Bei 20.000 Infektionen am Tag droht 2. Lockdown“

Der Weltärztebund hält einen zweiten Lockdown in Deutschland für unausweichlich, wenn die Infektionszahlen weiter steigen. Verbandschef Frank Montgomery sagte der Rheinischen Post, bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerate die Lage außer Kontrolle. Nur durch einen Lockdown ließe sich das Virus dann noch bremsen. Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen hatte gestern mit über 11.000 erstmals einen fünfstelligen Wert überschritten. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat währenddessen die Bevölkerung aufgerufen, die Schutzmaßnahmen überall einzuhalten. Die Situation sei sehr ernst geworden. Die meisten Menschen steckten sich bei privaten Begegnungen an. Ausbrüche in öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulen oder in Hotels spielten keine große Rolle.

23.10.2020, 1:51 Uhr – US-Behörde lässt Remdesivir zur Behandlung zu

Die US-Arzneimittelbehörde hat das Medikament Remdesivir zur Behandlung des Coronavirus zugelassen. In einer Mitteilung der Behörde heißt es, es sei hinreichend nachgewiesen, dass Remdesivir die Dauer einer Erkrankung verkürzen könne. In Europa ist es seit Juli unter Auflagen zugelassen. Die Weltgesundheitsorganisation zweifelt an der Wirksamkeit des Mittels.

22.10.2020, 21:54 Uhr – Mehr als 41.000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen erneut angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 41.622 neue Fälle gezählt, teilten französische Behörden am Abend mit. Nie zuvor seit Beginn der Pandemie wurden mehr Infektionen an einem Tag in Frankreich gemeldet. Am Vortag lag der Wert noch 15.000 Fälle niedriger. Frankreich ist besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Nach Angaben der französischen Regierung haben sich in den vergangenen sieben Tagen 251 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl der Infektion liegt inzwischen bei rund 999.000. Mehr als 34.000 Menschen sind bisher gestorben.

22.10.2020, 20:49 Uhr – Verbrauchermesse „Offerta“ in Karlsruhe abgesagt

Die Karlsruher Verbrauchermesse „Offerta“ ist abgesagt worden. Grund sind die sprunghaft gestiegenen Coronainfektionszahlen in Stadt und Landkreis. Nach Angaben des Landratsamts steuert die Region Karlsruhe auf den Schwellenwert von 50 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner zu. Die Messe hätte am Samstag starten sollen. Vergangenes Jahr haben rund 140.000 Menschen die „Offerta“ besucht.

22.10.2020, 20:29 Uhr – Österreich erhöht Warnstufe in mehreren Regionen

Österreich stellt seine Corona-Ampel für mehrere Bezirke und Regionen auf Rot. Betroffen sind vor allem die Grenzregionen zu Baden-Württemberg und Bayern, wie Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Steht sie auf Rot, sollen laut Bundeskanzler Sebastian Kurz unter anderem Veranstaltungen aller Art verboten werden. Außerdem gebe es für Krankenhäuser sowie Pflegeheime ein Besuchsverbot und ab 23 Uhr gelte eine Sperrstunde.

22.10.2020, 17:54 Uhr – Frankreich weitet Ausgangssperre aus

Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf zahlreiche weitere Départements aus. Insgesamt seien nun 54 Departements betroffen, in denen 46 Millionen Bürgerinnen und Bürger leben, sagte Frankreichs Premier Jean Castex. Auch ein französischen Überseegebiet sei betroffen.

In Frankreich leben knapp 67 Millionen Menschen. Bisher gilt eine nächtliche Ausgangssperre im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen dort seit dem Wochenende zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Ausgangssperre dort zu bewerten, sagte Castex. Abhängig von den Ergebnissen werde man die Lage neu bewerten und möglicherweise die Maßnahmen verschärfen.

Mit mehr als 32.000 gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden wurde am Wochenende ein Spitzenwert erreicht. Am Mittwochabend wurden rund 26.600 Neuinfektionen registriert. Besonders die Lage auf den Intensivstationen bereitet große Sorge - gerade in der Hauptstadt Paris sind immer mehr Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Auch die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle steigt an. Seit dem Wochenende gilt außerdem erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann.

22.10.2020, 16:19 Uhr – Dänemark schließt Grenze für deutsche Urlauber

Menschen aus Deutschland dürfen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod mit. Die Maßnahme bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. Für Einwohner Schleswig-Holsteins sollen Ausnahmen gelten.

Dänemark hatte zuvor ein Rekordhoch bei den Neuinfektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 760 neue Fälle von Covid-19 registriert. Das teilte das Staatliche Seruminstitut mit. Virologen weisen aber darauf hin, dass die hohe Zahl nicht bedeuten muss, dass sich nun mehr Menschen infizieren als im Frühjahr, weil inzwischen sehr viel mehr getestet werde.

Die dänische Regierung stellte daraufhin schärfere Maßnahmen in Aussicht. Gesundheitsminister Magnus Heunicke werde sich strengeren Beschränkungen oder Regeln nicht in den Weg stellen. Schon jetzt muss man in großen Teilen des öffentlichen Lebens in Dänemark einen Mundschutz tragen. Es gilt ein Versammlungsverbot von 50 Personen.

22.10.2020, 15:28 Uhr – Rheinland-Pfalz: Nur noch maximal 25 Teilnehmer bei privaten Feiern erlaubt

Die rheinland-pfälzische Landesregierung schränkt die Zahl der Teilnehmer bei privaten Feiern landesweit ein. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Schaltkonferenz mit Vertretern der Städte und Kreise angekündigt. Die Hauptursache für Corona-Infektionen seien private Feiern und Familienfeiern, so Dreyer. Die Zahl der Teilnehmer werde deshalb landesweit gesenkt – von 75 auf 25. Die Regelung gilt für private Feiern „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten“ Räumen. Bisher galten solche Einschränkungen nur in Regionen mit hohen Infektionszahlen. Ministerpräsidentin Dreyer appellierte an die Menschen, auf private Feiern generell zu verzichten.

22.10.2020, 13:20 Uhr – RKI-Chef ruft zur Einhaltung der Hygieneregeln auf

Angesichts neuer Rekordzahlen bei den registrierten Corona-Neuinfektionen hat das RKI zu strikter Einhaltung der Hygieneregeln aufgefordert. Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, noch könne man die Ausbreitung des Virus verlangsamen. Inzwischen wisse man besser Bescheid über die Ansteckungswege. Das Coronavirus verbreite sich zunehmend in privaten Haushalten. Grund sei, dass sich Menschen vor allem bei privaten Begegnungen wie Feiern ansteckten und das Virus mit nach Hause brächten. Ansteckungen im öffentlichen Nahverkehr oder auch in Hotels seien dagegen eher seltener.

22.10.2020, 13:08 Uhr – Mehrheit der jungen Menschen akzeptiert Corona-Regeln

Die Mehrheit der jungen Menschen in Deutschland akzeptiert die Corona-Regeln und hält diese auch ein. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der TUI-Stiftung. Demnach findet gut die Hälfte der Befragten die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie angemessen. Je ein Fünftel hält die Regeln für zu locker oder für zu streng. 83 Prozent der Befragten halten die Corona-Regeln laut der Studie ein - nur 2 Prozent gaben an, sie zu missachten. Für die Studie wurden gut 1.000 Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren befragt.

22.10.2020, 11:40 Uhr – Eilantrag gegen Beherbergungsverbot abgewiesen

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein abgewiesen. Damit hatten die Antragsteller aus Tübingen vor Gericht keinen Erfolg. Zur Begründung heißt es unter anderem, sie hätten nicht dargelegt, warum ein Corona-Test nicht rechtzeitig oder zumutbar zu bekommen sei. Das Beherbergungsverbot sieht vor, dass Touristen aus Risikogebieten nur dann übernachten dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Da Tübingen Risikogebiet ist, gilt für Reisende aus der Stadt das Beherbergungsverbot.

Das @BVerfG hat sich mit seiner Begründung nicht inhaltlich zu den Rechtsfragen des #Beherbergungsverbot geäußert, so die Einschätzung von @ARD_Recht. Daher gilt: "Dieser Beschluss hat keinerlei Auswirkungen auf Baden-Württemberg". https://t.co/y2lpKaqpLv https://t.co/8eTCAKfReC

22.10.2020, 10:54 Uhr – Polen und Schweiz zum Risikogebiet erklärt

Die Bundesregierung hat Polen und die Schweiz, große Teile Italiens und fast ganz Österreich zu Risikogebieten erklärt — dies gilt ab Samstag. Von der Liste der Risikogebiete gestrichen sind dagegen die kanarischen Inseln. Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben.

22.10.2020, 7:09 Uhr – Schärfere Corona-Regeln in Mainz und Ludwigshafen

In Mainz gelten ab heute schärfere Corona-Vorschriften. Wegen der gestiegenen Zahl der Neuinfektionen sind bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur noch 50 Menschen erlaubt — und im Freien nur noch 100. Die Stadt empfiehlt auch, die Martinsumzüge in diesem Jahr ausfallen zu lassen. In Ludwigshafen gilt jetzt in der Innenstadt auch im Freien Maskenpflicht — für Gaststätten und Spielhallen ist eine Sperrstunde von 23:00 bis 6:00 Uhr verhängt worden.

Weniger Teilnehmer bei Veranstaltungen erlaubt Mainz verschärft Corona-Vorschriften

Weniger Teilnehmer bei Veranstaltungen, Einschränkungen bei Sportveranstaltungen, Maskenpflicht für Schüler: Die Stadt Mainz hat auf die hohen Corona-Zahlen reagiert und ihre Maßnahmen verschärft.  mehr...

22.10.2020, 6:12 Uhr – Mehr als 11.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist rasant gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen knapp 11.300 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages. Am Vortag waren es noch knapp 7.600 neue Infektionen. Die Experten hatten zuletzt die Bevölkerung nochmal eindringlich aufgefordert, die Anti-Corona-Maßnahmen einzuhalten. Dazu gehören von allem das Abstandhalten und Masketragen.

22.10.2020, 3:42 Uhr – Lockdown in Tschechien und Irland tritt in Kraft

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen tritt heute In Tschechien und Irland ein Lockdown in Kraft. Das öffentliche Leben soll weitgehend zum Erliegen kommen. In Tschechien müssen fast alle Geschäfte schließen. Die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur verlassen, wenn sie zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt gehen. Ähnliche Maßnahmen werden auch in Irland in Kraft gesetzt.

21.10.2020, 21:42 Uhr – CDU-Parteitag ist offen

Die steigenden Corona-Infektionszahlen könnten sich auf den geplanten CDU-Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart auswirken. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hält offen, ob es bei der bisherigen Planung bleibt. Die endgültige Entscheidung werde die Parteispitze am kommenden Montag treffen.

21.10.2020, 20:02 Uhr – Giffey negativ auf Corona getestet

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ist negativ auf Corona getestet worden. Das hat eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Grund für ihren Test sei vor allem die Pressekonferenz am vergangenen Freitag gewesen, an der auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) teilgenommen hat. Bei ihm hat sich heute herausgestellt, dass er mit dem Coronavirus infiziert ist.

21.10.2020, 18:54 Uhr – Spanien erstes EU-Land mit einer Million Infektionen

Spanien überschreitet als erstes Land in Europa die Schwelle von einer Million Corona-Fällen. Das geht aus heute veröffentlichten Daten des Gesundheitsministeriums hervor.

21.10.2020, 18:20 Uhr – Mehr als 15.000 Neuinfektionen in Italien

Italien hat innerhalb von 24 Stunden fast 15.200 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Das ist ein neuer Höchststand, gestern waren es noch rund 10.900 gewesen. Das Virus breitet sich großflächig aus, am stärksten betroffen ist nach wie vor die Lombardei und hier vor allem die Metropole Mailand.

21.10.2020, 17:16 Uhr – Schweiz erwägt Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Die Schweizer Regierung denkt darüber nach, die Corona-Maßnahmen zu verschärfen. Die Situation in der Schweiz sei schlechter als in den meisten anderen Ländern Europas, sagte Innenminister Alain Berset. Wenn sich die Kurve der Neuansteckungen bis kommende Woche nicht abflache, werde die Schweizer Regierung am Mittwoch neue Beschränkungen erlassen, etwa bei Veranstaltungen und in öffentlichen Gebäuden. Auch ein kurzer Lockdown von rund zwei Wochen sei eine Möglichkeit. In Tschechien wurden unterdessen bereits strikte Beschränkungen erlassen. Ab Donnerstag schließen die meisten Geschäfte, nur Supermärkte, Drogerien und Apotheken bleiben geöffnet.

21.10.2020, 17:04 Uhr – Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter.

Daniel Funke momentan symptomfrei Ehemann von Gesundheitsminister Jens Spahn Corona-positiv getestet

Am Mittwoch wurde Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) positiv auf das Coronavirus getestet. Jetzt hat auch Spahns Ehemann ein positives Testergebnis bekommen.  mehr...

21.10.2020, 15:11 Uhr – Trotz Infiziertem: Bayern-Spiel kann stattfinden

In der Fußball-Champions-League kann Bayern München heute Abend wie geplant gegen Atlético Madrid spielen. Das hat die UEFA bekannt gegeben. Die gesamte Mannschaft der Münchner musste noch einmal auf das Coronavirus getestet werden, nachdem gestern eine Infektion von Angreifer Serge Gnabry bekannt geworden war. Offenbar waren die Tests der restlichen Münchner Spieler negativ. Der Offensivspieler befindet sich nach wie vor in Quarantäne. Auch das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München, das gestern Personen mit relevanten Kontakten zu Gnabry überprüft hatte, erhob demnach als zuständige Behörde offensichtlich keine Einwände.

21.10.2020, 14:36 Uhr – Bayern: Söder kündigt Sperrstunde und Testpflicht für Pendler an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine Beschränkung von Veranstaltungen auf maximal 50 Teilnehmer und eine Sperrstunde ab 21:00 Uhr angekündigt. Dies soll dann greifen, wenn die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird. Außerdem will Bayern eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots einführen. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

Nach Ausgangsbeschränkungen in Berchtesgaden Droht bald in weiteren Regionen in Deutschland ein Lockdown?

Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland sind gestiegen und es gibt immer mehr Risikogebiete. Im Berchtesgadener Land gilt ein lokaler Lockdown. Welche Folgen hat das für ganz Deutschland?  mehr...

21.10.2020, 13:13 Uhr – Überbrückungshilfen können beantragt werden

Mittelständische Unternehmen und Selbständige können ab heute neue Überbrückungshilfen wegen der Corona-Krise beantragen. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium bekanntgegeben. Minister Peter Altmaier (CDU) erklärte, mit den Betriebskosten-Zuschüssen solle Unternehmen geholfen werden, die weiterhin praktisch vollständig still liegen. Berechtigt sind Firmen, die wegen der Pandemie mindestens 30 Prozent weniger Umsatz machen.

21.10.2020, 12:34 Uhr – Österreich meldet Höchststand an Neuinfektionen

In Österreich wurden den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 1.958 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das seien so viele wie noch nie innerhalb dieses Zeitraums. In Österreich erfassen die Gesundheitsbehörden derzeit insgesamt rund 19.900 aktive Corona-Fälle. Seit dem Ausbruch der Pandemie seien mehr als 64.400 Menschen positiv getestet worden. 927 Einwohner, die sich mit dem Erreger angesteckt hatten, seien bislang gestorben. Mehr als 47.500 Menschen gelten nach einer Infektion wieder als genesen.

21.10.2020, 11:11 Uhr – Jordanien verordnet freitägliche Ausgangssperre bis Jahresende

Jordanien verhängt an Freitagen eine 24-stündige Ausgangssperre. Die Regelung tritt am 23. Oktober in Kraft und gilt vorerst bis zum Ende des Jahres, teilte Ministerpräsident Bischer Al Khasawneh laut Bericht der Tageszeitung Jordan Times mit.

Auch an anderen Wochentagen herrschen im Land Corona-Beschränkungen. So dürfen sich die Jordanier nur von 6 bis 23 Uhr frei bewegen und die Geschäfte nur zwischen 6 und 22 Uhr öffnen. Die Plätze in Restaurants dürfen nur zur Hälfte ausgelastet sein und maximal sechs Gäste zusammen an einem Tisch sitzen. Die Schulen und Universitäten im Land sollen bis zum Ende des ersten Halbjahres den Fernunterricht fortsetzen. Gleichzeitig kündigte Al Khasawneh ein Abkommen der Regierung mit einer Mehrheit der jordanischen Privatschulen an. Demnach sollen die Schulgebühren um fünfzehn Prozent gesenkt werden.

21.10.2020, 11:00 Uhr – Polen verzeichnet Rekord-Neuinfektionen

In Polen steigt die Zahl der Neuinfektionen erneut um einen Rekordwert: Die Behörden melden 10.040 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle den Angaben zufolge auf über 200.000, der Wert hat sich innerhalb von weniger als drei Wochen verdoppelt.

21.10.2020, 10:51 Uhr – Von der Leyen negativ auf Corona getestet

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ist nach eigenen Angaben erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. „Ich freue mich mitzuteilen, dass mein jüngstes Ergebnis negativ ausgefallen ist“, schrieb die CDU-Politikerin auf Twitter. Sie habe sich am Dienstag testen lassen.

Von der Leyen hatte vergangenen Donnerstag den EU-Gipfel in Brüssel frühzeitig verlassen und sich in freiwillige Selbstisolation begeben. Kurz zuvor war sie darüber informiert worden, dass ein Mitglied ihres Empfangsbüros positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Bereits Anfang Oktober hatte sich von der Leyen wegen eines Kontakts zu einem Corona-Infizierten zeitweise in Selbstisolation begeben.

I am glad to communicate that my latest test result is negative. I took the test yesterday. Thank you for your messages of support. Stay safe.

21.10.2020, 10:36 Uhr –  Neue Überbrückungshilfen für Selbstständige und mittelständische Unternehmen

Die überarbeitete Überbrückungshilfe für Selbstständige und mittelständische Unternehmen kann ab diesem Mittwoch beantragt werden. Das teilt das Wirtschaftsministerium mit. Es geht dabei um Zuschüsse zu den Fixkosten für die Monate September bis Dezember. Sie helfe Unternehmen, die durch behördliche Anordnungen oder Hygiene- und Abstandsregeln weiter geschlossen seien oder nur mit halber Kraft fahren könnten, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

Beispielsweise sei die Begrenzung der Förderung bei bis zu zehn Beschäftigten auf maximal 15.000 Euro gestrichen worden. Die Regierung arbeitet zudem gerade die Details aus, die Überbrückungshilfen, die bislang aber deutlich weniger als erwartet abgerufen wurden, ins Jahr 2021 zu verlängern.

21.10.2020, 10:35 Uhr – Zweiter Corona-Test bei Steinmeier ebenfalls negativ

Auch ein zweiter Corona-Test bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts mit. Das zuständige Gesundheitsamt habe festgelegt, dass das Staatsoberhaupt noch bis zum 29. Oktober in Quarantäne bleiben müsse, hieß es weiter. Steinmeier hatte sich am Wochenende selbst in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Ein erster Test bei ihm fiel negativ aus.

21.10.2020, 10:32 Uhr – Tschechien: Maskenpflicht im Freien und Vizepremierminister positiv getestet

In Tschechien ist eine weitgehende Maskenpflicht nun auch im Freien in Kraft getreten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden verpflichtend. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. Selbst im Auto muss eine Maske getragen werden, wenn familienfremde Personen mitfahren. Eine Maskenpflicht im Freien galt bereits einmal von Mitte März bis Mitte Juni während der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr.

Der tschechische Vizepremier und Innenminister Jan Hamacek ist unterdessen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte der 41-Jährige auf Twitter. „Leider hat ein Test auf das Coronavirus bestätigt, das ich positiv bin“, schrieb Hamacek. „Ich bin isoliert zu Hause und arbeite weiterhin online. Bitte passt auf Euch auf“, so der Vizepremier in dem Tweet. Hamacek ist Chef der Sozialdemokratischen Partei und Leiter des Krisenausschusses zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

21.10.2020, 10:22 Uhr – Corona beschleunigt Wegfall von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung

Die Corona-Pandemie hat die Veränderung der Jobs und Arbeitsmärkte nach einer Analyse des World Economic Forum (WEF) beschleunigt. Der Wegfall von Arbeitsplätzen durch Automatisierung und Digitalisierung beschleunige sich, die Schaffung neuer Arbeitsplätze habe sich dagegen verlangsamt, sagte Saadia Zahidi, WEF-Geschäftsführerin.

Laut der Analyse werden aber mehr Arbeitsplätze geschaffen als wegfallen. Schlüsselwort sei die Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für neue Aufgaben. Den WEF-Analysen zufolge werden bis 2025 in mittleren und großen Unternehmen in 26 untersuchten Ländern rund 85 Millionen Arbeitsplätze wegfallen. Dateneingabe, Buchhaltung und Verwaltungsaufgaben würden zunehmend automatisiert und digitalisiert. 97 Millionen Jobs entstünden hingegen – etwa in der Pflege, in den Bereichen künstliche Intelligenz, Technologie und kreativen Medieninhalte.

21.10.2020, 8:12 Uhr – Quarantäne-Kontrollen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg finden heute und morgen Kontrollen zur Corona- Quarantäne statt. Mitarbeiter der Ordnungsämter überprüfen, ob Menschen, die in Quarantäne sind, die Auflagen einhalten. Damit soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, wie wichtig die Regeln sind, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Die Prüfer werden bei Bedarf von der Ortspolizei begleitet. Wer gegen die Quarantänepflicht verstößt, kann mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro oder mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden.

21.10.2020, 6:18 Uhr – Karlsruhe und Ludwigsburg sagen Weihnachtsmärkte ab

Nach Freiburg haben nun auch Karlsruhe und Ludwigsburg ihre Weihnachtsmärkte abgesagt. Hintergrund sind die steigenden Corona-Infektionszahlen. Nach der neuen Landes-Corona-Verordnung für Baden-Württemberg dürfen höchstens 100 Menschen an einer Veranstaltung teilnehmen. In Karlsruhe ist nach Berichten aber geplant, dass einzelne Stände an dezentralen Plätzen aufgestellt werden dürfen.

Notprogramm als Alternative Karlsruher Gemeinderat sagt Weihnachtsmarkt ab

Der Karlsruher Weihnachtsmarkt (Christkindlesmarkt) wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in seiner üblichen Form stattfinden. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig entschieden.  mehr...

21.10.2020, 6:02 Uhr – Bayern München: Nach Infektion von Gnabry werden alle getestet

Vor dem Champions League-Spiel Bayern München gegen Atletico Madrid sollen noch am Vormittag alle Bayern-Spieler auf Corona getestet werden. Grund ist die Infektion von Serge Gnabry. Damit das Spiel heute Abend stattfinden kann, braucht der Deutsche Rekordmeister nach den Bestimmungen der UEFA 13 gesunde Spieler.

21.10.2020, 4:45 Uhr – RKI meldet fast 7.600 neue Infektionsfälle und 39 Verstorbene

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gestern 7.595 neue Coronavirus-Infektionen registriert. Am Vortag hatte die Zahl bei 6.868 gelegen. Gemeldet werden außerdem 39 neue Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie sind damit in Deutschland insgesamt knapp 381.000 Infektionsfälle registriert worden.

21.10.2020, 3:05 Uhr – Lauterbach und Bouffier rechnen mit weiteren lokalen Shutdowns

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rechnen in der näheren Zukunft mit weiteren regionalen Beschränkungen wie in Berchtesgaden. „Dinge wie in Berchtesgaden werden wir jetzt häufiger sehen“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir können nur reagieren durch lokale Shutdowns, insofern sind die auch angemessen.“

Bouffier (CDU) sprach sich daher gegen die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) aus, mehr Zuständigkeiten bei der Pandemiebekämpfung von der Landes- auf die Bundesebene zu verlagern. „Gerade die föderale Struktur der Bundesrepublik macht es möglich, zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen und so deren Wirksamkeit zu erhöhen“, sagte Bouffier der Zeitungsgruppe in einem separaten Interview.

21.10.2020, 00:45 Uhr – Lehrerverband wirft Verantwortlichen "Nichtstun" an Schulen vor

Der Präsident des deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, wirft Ländern und Kommunen vor, sich beim Infektionsschutz an Schulen nicht an die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts zu halten. „Es gibt einen Automatismus. Der Automatismus lautet: Es wird nichts getan“, sagte Meidinger in einem tagesthemen-Interview. Natürlich sei es unangenehm Maßnahmen anzuordnen und die Maskenpflicht habe auch Gegner, aber das Nichtstun führe dazu, dass sich auch an Schulen das Infektionsgeschehen intensiviere. Am Ende müssten Schulen komplett geschlossen werden. Hier das ganze Interview:

20.10.2020, 21:17 Uhr – Saarland als erstes Flächenland Corona-Risikogebiet

Das komplette Saarland ist seit dem Nachmittag Corona-Risikogebiet. Der Saarpfalzkreis hat als letzter Landkreis dort den entsprechenden Grenzwert überschritten. Insgesamt 40 Bundeswehrsoldaten unterstützen die saarländischen Gesundheitsämter dabei, die Infektionsketten nachzuverfolgen.

20.10.2020, 20:52 Uhr – Wieder mehr als 20.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich registriert wieder deutlich mehr neue Infektionen mit dem Coronavirus. Das Gesundheitsministerium beziffert die bestätigten Ansteckungen der vergangenen 24 Stunden mit 20.468, rund 7.000 mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle erreichte mit den Zahlen vom Dienstag 930.745. 

20.10.2020, 18:28 Uhr – Reisemesse CMT abgesagt

Die für Januar 2021 geplante Stuttgarter Reisemesse CMT ist abgesagt. Das hat eine Messe-Sprecherin mitgeteilt. Ob und wann die Messe nachgeholt werden soll, ist noch unklar. Die CMT ist laut eigener Aussage die weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus. Anfang des Jahres kamen rund 300.000 Besucher zur CMT nach Stuttgart.

20.10.2020, 17:42 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern kippt Beherbergungsverbot

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gilt ab sofort kein Beherbergungsverbot mehr. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab den Eilanträgen zweier Hotels statt. Damit brauchen Reisende, die aus innerdeutschen Risikogebieten nach Mecklenburg-Vorpommern wollen, keinen negativen Corona-Test mehr.

20.10.2020, 16:28 Uhr – Strengere Corona-Regeln in Berlin

Die Menschen in Berlin sollen wegen der steigenden Corona-Fallzahlen verstärkt auch im öffentlichen Raum Masken tragen. Das hat der Senat der Stadt beschlossen. Jede Person sei angehalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht einzuhalten sei. Das gelte zum Beispiel auf Märkten, in Einkaufsstraßen, in Warteschlangen und in den Gängen von Einkaufszentren.

20.10.2020, 14:07 Uhr – Verschärfte Corona-Regeln im Berchtesgadener Land

Wegen der verschärften Corona-Regeln im Berchtesgadener Land haben nach Angaben von Tourismusfachleuten heute hunderte Urlauber die Region verlassen. Dort gelten ab sofort strengere Ausgangsbeschränkungen. Die Einwohner dürfen ihre Häuser und Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Dazu gehören, beispielsweise zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Weiter erlaubt sind Sport im Freien und Spaziergänge. Im Berchtesgadener Land wurden zuletzt innerhalb einer Woche rund 250 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner verzeichnet. Die bundesweite Schwelle für eine Einstufung als Risikogebiet liegt bei 50 Neuinfektionen.

Ausgangsbeschränkungen und Co. Regionaler Corona-Lockdown im Berchtesgadener Land – Was bedeutet das?

Im Berchtesgadener Land gelten jetzt besonders strenge Corona-Regeln. Die Menschen dürfen beispielsweise ihre Wohnung seit dem Nachmittag nur noch aus wichtigen Gründen verlassen.  mehr...

20.10.2020, 12:34 Uhr – Spahn mit Debatte über Corona-Regeln einverstanden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist einverstanden mit einer breiten Debatte über die Corona-Regeln. Der CDU-Politiker sagte im Morgenmagazin von ARD und ZDF, es gehe um die größten Freiheitseinschränkungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Darüber müsse natürlich diskutiert werden. Parlamentarier der Opposition und der Regierungsparteien fordern seit Tagen, dass der Bundestag bei Entscheidungen zu Corona-Einschränkungsmaßnahmen mehr Mitspracherechte bekommt.

Beschlüsse hinter verschlossenen Türen Corona-Regeln: Warum der Bundestag wieder mehr Macht bekommen soll

Der Bundestag und die Länderparlamente sollen in der Corona-Krise wieder mehr zu sagen haben — das fordern immer mehr Politiker. Gesundheitsminister Spahn will seine Sonderrechte dagegen verlängern lassen.  mehr...

20.10.2020, 10:28 Uhr – BW: Maximal 100 Menschen auf Beerdigungen

In Baden-Württemberg dürfen an Trauerfeiern und Bestattungen im Freien nur noch 100 Menschen teilnehmen. Grund sind die steigenden Corona-Infektionszahlen. Zu sonstigen Veranstaltungen von Kirchen unter freiem Himmel sind laut Kultusministerium weiter bis zu 500 Teilnehmer zugelassen - nötig ist aber ein schriftliches Hygienekonzept.

20.10.2020, 7:03 Uhr – Discobetreiber schlagen Maskenpflicht auf Tanzflächen vor

Die deutschen Disco-Betreiber fordern eine Perspektive für die Wiedereröffnung. Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, dass der Branchenverband eine Maskenpflicht auf Tanzflächen angeregt habe. Die Jugend könne im Winter nicht eingesperrt werden. Damit sich die Feiern nicht ins Private verlagerten, müsse jetzt über konkrete Maßnahmen für Clubs gesprochen werden. Das seien zum Beispiel Wege- und Lüftungskonzepte sowie Corona-Schnelltests.

20.10.2020, 6:55 Uhr – Olympia in Tokio ohne internationales Publikum?

Die wegen der Corona-Pandemie verschobenen Olympischen Spiele in Tokio könnten möglicherweise ohne Zuschauer aus anderen Ländern stattfinden müssen. Diese Meinung äußerte Alfons Hörmann, Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds, gegenüber der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten: „Die Nachfrage nach Tickets vor Ort ist so groß, dass es problemlos möglich sein wird, die Stadien kurzfristig so zu füllen, wie es die Pandemie dann zulässt. Der Preis, den wir bezahlen müssen, ist, dass es womöglich keine internationalen Zuschauer geben kann.“

Die ursprünglich für diesen Sommer geplanten Wettkämpfe sollen nun 2021 stattfinden. Das Internationale Olympische Komitee hatte vor Kurzem noch seine Absicht betont, bei den Spielen vom 23. Juli bis 8. August Zuschauer aus aller Welt zuzulassen.

20.10.2020, 6:07 Uhr – Lehrerverband fordert: Halbe Klassen in Hotspots

Der Deutsche Lehrerverband hat den Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Anti-Corona-Maßnahmen vorgeworfen. Der Regelbetrieb an den Schulen laufe vielerorts weiter, obwohl in den Städten immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde. Das sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der Rhein-Neckar-Zeitung. Bei diesem Wert müsse es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben. Doch kaum eine Kommune handle entsprechend. Das, so der Verbandschef, sei besorgniserregend.

20.10.2020, 4:57 Uhr – RKI meldet über 6.800 Neuinfektionen

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 6.800 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden. Wie das RKI am Dienstagmorgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Montag insgesamt 6.868 neue Fälle registriert, nach 4.325 neuen Fällen am Vortag.

Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 373.167, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9.836 - 47 mehr als am Vortag.

20.10.2020, 4:23 Uhr – Auch Argentinien verzeichnet jetzt mehr als eine Millionen Infektionen

Argentinien durchbricht als fünftes Land die Marke von einer Millionen Coronavirus-Fälle. Das Gesundheitsministerium meldet 1.002.662 nachgewiesene Infektionen, darunter 12.982 positive Testergebnisse in den vergangenen 24 Stunden. Weitere 451 Menschen seien an oder mit dem Virus gestorben. Auch die USA, Indien, Brasilien und Russland verzeichnen mehr als eine Millionen Fälle.

20.10.2020, 2:20 Uhr – Trump verspricht Anhängern: Pandemie ist „bald vorbei“

US-Präsident Donald Trump hat seinen Anhängern ein baldiges Ende der Coronavirus-Pandemie in Aussicht gestellt. „Die Pandemie ist bald vorbei“, sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Arizona. Die Menschen hätten es satt, dass Medien wie der liberale Sender CNN nur noch über die Pandemie sprächen, sagte Trump unter dem Jubel seiner konservativen Anhänger.

Trumps Prognose eines baldigen Endes der Corona-Pandemie steht jedoch im Widerspruch zur Entwicklung im Land. Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt wieder auf rund 50.000 pro Tag, Tendenz steigend. In den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern, gibt es Daten der Universität Johns Hopkins zufolge bereits 8,2 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Gut 220.000 Menschen starben nach einer Infektion - so viele wie in keinem anderen Land der Welt.

20.10.2020, 1:25 Uhr - Irland steht vor sechswöchigem Lockdown

In Irland beginnt ab Mittwoch um Mitternacht ein sechswöchiger Lockdown. Nicht wesentliche Geschäfte bleiben dann geschlossen, Restaurants können Essen nur noch zum Mitnehmen anbieten und die Bürger dürfen sich nur im Umkreis von fünf Kilometern um ihren Wohnort aufhalten, kündigt Premierminister Micheal Martin an. Im Gegensatz zum ersten Lockdown zu Beginn des Ausbruchs blieben die Schulen und wichtige Gewerbe wie das Baugewerbe allerdings geöffnet.

20.10.2020, 00:05 Uhr – Virologen warnen vor Konzept der Herdenimmunität

Die deutsche Gesellschaft für Virologie hat sich gegen Forderungen gestellt, in der Corona-Pandemie Herdenimmunität anzustreben. Führende Virologen erklärten, solche Forderungen seien unethisch und medizinisch hochriskant. Eine unkontrollierte Durchseuchung würde zu einer eskalierenden Zunahme an Todesopfern führen. Selbst bei strenger Isolierung Älterer gebe es weitere Risikogruppen, die nicht alle geschützt werden könnten. Dies betreffe etwa Menschen mit Übergewicht, Diabetes, Krebs, Lungenerkrankungen sowie Schwangere.

Corona-Krise Virologen warnen vor Strategie der Herdenimmunität

Zuletzt wurden Stimmen laut, in der Pandemie sollten Risikogruppen isoliert werden und eine unkontrollierte Durchseuchung stattfinden. Der Virologe Drosten und Kollegen widersprec…  mehr...

19.10.2020, 21:32 Uhr – WHO: Impfungen Mitte nächsten Jahres?

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet mit einem Start der Corona-Impfungen Mitte kommenden Jahres. Anfang des Jahres sollten die Daten aus den dritten Erprobungsphasen vorliegen, sagte eine WHO-Sprecherin in Genf. Die bisherigen Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Impfungen besonders bei älteren Menschen gut wirken könnten. Unterdessen sind das Kinderhilfswerk Unicef und die globale Impf-Allianz Gavi dabei, mehr als eine Milliarde Spritzen zu beschaffen und Kühlketten zu überprüfen.

19.10.2020, 20:41 Uhr – BW will Testkapazitäten aufstocken

Die Landesregierung will einem Bericht zufolge die Corona-Testkapazitäten ausbauen. Das Vorhaben soll morgen im Kabinett beschlossen werden, wie Heilbronner Stimme und Mannheimer Morgen berichten. Das Landesgesundheitsamt und das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt sollten dadurch in die Lage versetzt werden, täglich 900 Proben zu analysieren. Das wäre laut Zeitungsbericht eine Verdopplung der bisherigen Kapazitäten. Dafür sollen neue Geräte angeschafft und zusätzliche Stellen geschaffen werden. Mehr als 3,7 Millionen Euro seien dafür in diesem und im kommenden Haushaltsjahr zusätzlich vorgesehen. In der vorvergangenen Woche hatte es laut Bericht landesweit mehr als 144.000 Corona-Tests gegeben.

19.10.2020, 18:16 Uhr – Ausgangssperre im Berchtesgadener Land

In Bayern gelten erstmals seit mehreren Monaten in einem Landkreis wieder Ausgangsbeschränkungen. Wegen der stark gestiegenen Corona-Neuinfektionen dürfen Bürger im Berchtesgadener Land ihre Wohnungen und Häuser nur noch aus triftigen Gründen verlassen – zum Beispiel, um zur Arbeit zu gehen. Zudem müssen Schulen und Kitas sowie Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants schließen. Die Sieben-Tages-Zahl liegt im Berchtesgadener Land bei mehr als 252 - bundesweit ein Rekord. Als Ausgangspunkt der Infektionswelle vermuten die Behörden unter anderem eine Party.

19.10.2020, 17:43 Uhr – BW: Strengere Kontrolle der Quarantänepflicht

Die Landesregierung von Baden-Württemberg will die Einhaltung der Quarantänepflicht strenger kontrollieren. Das haben Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) bekannt gegeben. Besonders am Mittwoch und Donnerstag werden demnach Mitarbeiter der Gesundheitsämter Betroffene aufsuchen und überprüfen, ob sie die Quarantäne-Bedingungen einhalten. Bei Bedarf sollen Polizeibeamte die Kontrollen unterstützen.

19.10.2020, 15:38 Uhr – Lockdown in Wales angekündigt

Wegen stark steigender Corona-Zahlen will nach Nordirland auch Wales große Teile seiner Wirtschaft herunterfahren. Regierungschef Mark Drakeford kündigte einen zweiwöchigen Lockdown an, der am Freitag beginnt. Wenn seine Regierung jetzt nicht handele, werde der nationale Gesundheitsdienst die vielen Covid-19-Patienten nicht mehr angemessen behandeln können. Der britische Premierminister Boris Johnson weigert sich bislang, ähnliche Schritte auch für England anzuordnen.

19.10.2020, 14:31 Uhr – Finanzämter in BW schließen Servicezentren

Die Finanzämter in Baden-Württemberg schließen wegen steigender Corona-Zahlen ab morgen wieder ihre Servicezentren. Das hat die Oberfinanzdirektion mitgeteilt. In dringenden Fällen könnten die Bürger Telefonberatungen vereinbaren. Außerdem gebe es Kontaktformulare, Erklärvideos und einen sogenannten Steuerchatbot im Netz. In besonderen Ausnahmefällen seien aber auch Termine im Finanzamt möglich. Die Landesregierung hat am Wochenende die höchste Pandemiestufe für Baden-Württemberg ausgerufen.

Neue Corona-Regeln Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg: Diese Maßnahmen gelten jetzt

Bundesweit infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus. In Baden-Württemberg wurde ein kritischer Wert überstiegen. Seit Montag gilt deswegen die Pandemiestufe 3. Was bedeutet das und welche Regeln gelten dadurch?  mehr...

19.10.2020, 13:46 Uhr – Verfassungsgericht entscheidet über Beherberbungsverbote

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird über die umstrittenen Beherbergungsverbote zur Eindämmung der Corona-Pandemie entscheiden. Kläger aus Tübingen haben nach Angaben eines Gerichtssprechers einen Eilantrag gegen die Vorschriften in Schleswig-Holstein eingereicht. Das Oberverwaltungsgericht des Landes hatte das Beherbergungsverbot am Donnerstag im Eilverfahren bestätigt. In Schleswig-Holstein dürfen Feriengäste aus deutschen Risikogebieten nur aufgenommen werden, wenn sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. Der Landkreis Tübingen ist wegen vieler neuer Coronafälle ein Risikogebiet.

Deutsche Corona-Risikogebiete Was heißt das Beherbergungsverbot für Pendeln, Urlaub und Familie?

Immer mehr deutsche Städte gelten als Corona-Risikogebiete. In einigen Bundesländern gibt es ein Beherbergungsverbot für Reisende aus diesen Gebieten. Wir beantworten die wichtigsten aktuellen Fragen zum innerdeutschen Reise- und Pendlerverkehr.  mehr...

19.10.2020, 12:13 Uhr – Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Österreich verschärft wegen steigender Infektionszahlen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Dazu gehörten Obergrenzen von sechs Menschen bei privaten Treffen in Gebäuden und zwölf bei Treffen im Freien, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Außerdem sei bei Kultur- und Sportveranstaltungen ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Bei genehmigten Veranstaltungen soll es demnach ein Besucherlimit von 1.000 in Gebäuden und 1.500 im Freien geben.

19.10.2020, 11:24 Uhr – Söder: Länder sollen Kompetenzen abgeben

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht sich dafür stark, dass die Länder zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Kompetenzen auf den Bund übertragen. Dies solle über ein beschleunigtes Parlamentsverfahren im Infektionsschutzgesetz verankert werden. Er sei zwar ein überzeugter Föderalist, sagte Söder vor einer Videokonferenz des CSU-Parteivorstands. Aber der Föderalismus stoße zunehmend an seine Grenzen. Söder forderte außerdem eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen.

Beschlüsse hinter verschlossenen Türen Corona-Regeln: Warum der Bundestag wieder mehr Macht bekommen soll

Der Bundestag und die Länderparlamente sollen in der Corona-Krise wieder mehr zu sagen haben — das fordern immer mehr Politiker. Gesundheitsminister Spahn will seine Sonderrechte dagegen verlängern lassen.  mehr...

19.10.2020, 9:18 Uhr – Corona-Warn-App bekommt neue Funktionen

Die offizielle Corona-Warnapp bekommt heute Mittag zwei neue Funktionen. Wer positiv getestet ist, kann dann in einer Art Tagebuch regelmäßig seine Krankheitssymptome aufschreiben. Das soll helfen, abzuschätzen, wie ansteckend die Menschen noch sind, um mögliche Kontaktpersonen noch genauer zu warnen. Außerdem funktioniert die App nach dem Update dann auch in vielen weiteren europäischen Ländern.

Update soll Risikowarnung verbessern Corona-Warn-App: Diese neuen Funktionen gibt es jetzt

Die Corona-Warn-App bekommt neue Funktionen. Eine Neuerung soll helfen, mögliche Kontaktpersonen noch besser zu warnen. Außerdem funktioniert die App dann auch in anderen Ländern.  mehr...

19.10.2020, 8:41 Uhr – Chef der Bundesärztekammer warnt vor Panikmache

Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält die aktuellen Kontaktbeschränkungen für sinnvoll, warnt aber vor Panikmache. Reinhardt sagte im Deutschlandfunk, die steigenden Infektionszahlen seien nicht überraschend. Man müsse lernen auch mit einer Durchseuchung der Bevölkerung umzugehen und zu leben. Es seien noch rund 8.800 Intensivbetten nicht belegt und es gebe nicht so viele schwere Verläufe wie im Frühjahr. Weitere Maßnahmen, die die Bewegungsfreiheit der Menschen noch mehr einschränken würden, halte er im Moment definitiv nicht für angebracht. Das Robert-Koch-Institut hat heute 4.325 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Ärztepräsident Reinhardt: Wir haben einen großen Überhang an Intensivkapazitäten

Dauer

19.10.2020, 6:43 Uhr – Telefonische Krankschreibung wieder bundesweit möglich

Wegen der verschärften Corona-Lage sind von heute an wieder bundesweit telefonische Krankschreibungen bei Erkältungsbeschwerden möglich. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur um eine Krankschreibung zu bekommen. Stattdessen können Ärzte die Arbeitsunfähigkeit per telefonischer Befragung feststellen. So sollen volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken vermieden werden. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage.

Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. Später war entschieden worden, diese nur noch abhängig vom Infektionsgeschehen auf Antrag regional und zeitlich befristet per Ausnahmeregelung zuzulassen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich zuletzt dafür stark gemacht, die Regelung angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter wieder auszudehnen. Das Instrument habe die Praxen bereits im März und April erheblich entlastet.

19.10.2020, 6:03 Uhr – Robert-Koch-Institut meldet 4325 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 4.300 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden. Wie das RKI am Morgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Sonntag insgesamt 4.325 neue Fälle registriert, nach 5.587 neuen Fällen am Vortag. Die Wochenendwerte sind vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln.

Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 366.299, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9.789 – 12 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 294.800.

19.10.2020, 5:14 Uhr – Abgeordnete kritisieren Spahns Sondervollmachten

Bundestagsabgeordnete mehrerer Parteien kritisieren, dass sich die Regierenden in der Corona-Krise immer mehr Vollmachten verschaffen. Der SPD-Rechtsexperte Florian Post sagte der Bild-Zeitung, seit fast einem Dreivierteljahr erlasse die Regierung entsprechende Verordnungen. Die Freiheiten der Menschen würden in noch nie dagewesener Weise beschränkt, ohne dass ein Parlament darüber abgestimmt habe. Laut Bild-Zeitung geht es vor allem um Sondervollmachten für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Auch Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) sprach von einer beunruhigenden Entwicklung. Das Parlament müsse „wieder selbstbewusster seine Rolle als Gesetzgeber einfordern und dann aber auch ausfüllen“.

19.10.2020, 4:12 Uhr – Pflegeheimbesuche: Regierung arbeitet an Konzept

Die Bundesregierung arbeitet an einem Konzept, um während der Corona-Pandemie Besuche in Pflegeheimen sicherer zu machen. Das sagte der Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus den Funke-Medien. Das Konzept solle bundesweit gelten und die Einrichtungen beim Besucherverkehr unterstützen. So sollen den Mitarbeitern Corona-Schnelltests zur Verfügung stehen. Eine Garantie, dass Bewohner mit ihren Familien Weihnachten feiern können, wollte Westerfellhaus nicht geben. Isolation um jeden Preis bezeichnete er aber als falsch.

19.10.2020, 2:21 Uhr – Italien verschärft die Maßnahmen schon wieder

Italien hat zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit die Corona-Maßnahmen verschärft: Wie Ministerpräsident Giuseppe Conte mitteilte, dürfen in Lokalen nur noch höchstens sechs Menschen an einem Tisch sitzen. Restaurants und Bars müssten ihren Service um 18 Uhr einstellen. Vor knapp zwei Wochen hatte Italien eine nationale Maskenpflicht beschlossen, die auch im Freien gilt. Kurz darauf folgten ein Party-Verbot und eine Sperrstunde ab Mitternacht. Trotzdem stiegen die Infektionszahlen weiter - auf inzwischen fast 12.000 neue Fälle pro Tag.

19.10.2020, 00:43 Uhr – CDU-Wirtschaftsrat: lieber durchgreifen, statt sich beim Schließen überbieten

Der CDU-Wirtschaftsrat fürchtet vor dem Hintergrund einer zweiten Corona-Infektionswelle neue Einschränkungen für Unternehmen und hat das unterschiedliche Vorgehen der Länder kritisiert. „Ich vermisse eine stringente bundesweite Strategie“, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, der Düsseldorfer Rheinischen Post. Vor dem Hintergrund der neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse warne er davor, „den Überbietungswettbewerb der Bundesländer fortzuführen“, sagte Steiger. „Einen zweiten Shutdown oder gar Grenzschließungen wie im Frühjahr wird sich auch unser reiches Land nur sehr schwer leisten können...“ Anstatt die Wirtschaft zu verunsichern, sollte bei Verstößen gegen Abstandsgebote, Maskenpflicht und Quarantäneauflagen wesentlich härter und konsequenter durchgegriffen werden, forderte Steiger.

18.10.2020, 23:27 Uhr – Altmaier warnt vor Partys

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die jungen Menschen in Deutschland ermahnt, auf Partys zu verzichten. „Wenn die Zahlen nicht runtergingen, dann würden wir viel größere Probleme bekommen“, sagte Altmaier am Abend in der ARD. Deswegen sei jetzt ein Kraftakt nötig. Im Frühjahr sei es bereits gelungen, hohe Infektionszahlen nach unten zu kriegen. Dafür müssten nun aber Partys und private Feiern hintenanstehen. Sie seien der Hauptgrund für die zuletzt gestiegenen Fälle. Schulen und Kitas könnten dafür geöffnet bleiben, Geschäfte auch. Dort gebe es kaum Ansteckungen.

18.10.2020, 18:10 Uhr – Auch zweiter Corona-Test bei Steinmeier negativ

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zum zweiten Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das hat eine Sprecherin mitgeteilt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die häusliche Isolation solle aber erst nach Absprache mit dem Gesundheitsamt aufgehoben werden. Steinmeier hatte sich in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Virus getestet wurde.

18.10.2020, 18:08 Uhr – Mehr als Tausend Menschen demonstrieren in Dortmund

In Dortmund haben mehr als 1.000 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Die Polizei berichtet, viele Teilnehmer hätten keine Schutzmasken getragen. Der Veranstalter habe sich darauf berufen, dass sehr viele durch ärztliches Attest von der Maskenpflicht befreit seien. Bereits am Samstag hat es in Stuttgart eine "Querdenken"-Demo gegeben mit bis zu 2.000 Teilnehmern.

18.10.2020, 17:20 Uhr – Pflegebevollmächtigter warnt vor Pflegepersonal-Mangel

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus warnt vor den Folgen des Personalmangels in Kliniken. Werde ein Mensch beatmet und es sei niemand da, außer einer Maschine, könne es durch Komplikationen zu eigentlich vermeidbaren Todesfällen kommen, sagte er den Funke-Zeitungen. Das Risiko sei um ein Vielfaches höher. Westerfellhaus forderte für Pflegekräfte höhere Löhne sowie flächendeckende Tarifverträge. Er habe es gut gefunden, dass Abgeordnete im Bundestag den Pflegekräften für ihre Arbeit in der Corona-Krise applaudiert hätten. Das reiche jedoch nicht.

18.10.2020, 15:40 Uhr – Städtetag fordert mehr Helfer für Gesundheitsämter

Der Deutsche Städtetag fordert zusätzliche Helfer für die Gesundheitsämter, um die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der "Rheinischen Post", der Personalbedarf sei immens und steige mit den Infektionszahlen. Je schneller die Kontaktnachverfolgung durch zusätzliches Personal verbessert werde, desto wirksamer könne die Pandemie eingedämmt werden. Auch das Kanzleramt geht davon aus, dass weitere Helfer in den Gesundheitsämtern gebraucht werden. Es will versuchen auch Studierende für die Aufgabe zu gewinnen.

18.10.2020, 14:25 Uhr – Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen ab Montag

Die Schweiz verschärft ihre Maßnahmen. Von Montag an seien Versammlungen von mehr als 15 Menschen auf öffentlichen Plätzen untersagt, teilte die Regierung nach einer Sondersitzung mit. In allen öffentlichen Gebäuden müssten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden. Die Pflicht, eine solche Maske im öffentlichen Personenverkehr zu tragen, wird auf Bahnhöfe, Flughäfen sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen ausgeweitet. Dies gilt auch für Geschäfte, Schulen, Kirchen und Kinos. Am Freitag hatte das Land, in dem 8,6 Millionen Menschen leben, mit 3.105 die bislang höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Tag gemeldet.

18.10.2020, 14:08 Uhr – Mehr als 200.000 Covid-19-Tote im Europäischen Wirtschaftsraum

In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten sind inzwischen mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das geht aus aktuellen Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten hervor. Demnach gab es im Europäischen Wirtschaftsraum einschließlich Großbritannien bei nunmehr knapp 4,8 Millionen bestätigten Corona-Infektionen bisher 200.587 gemeldete Todesfälle.

18.10.2020, 12:11 Uhr – Coronatest bei Strobl negativ, weiter Quarantäne

Nach dem Kontakt mit einem infizierten Personenschützer ist Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) negativ auf das Coronavirus getestet worden. Strobl bleibe aber weiter in der Quarantäne, sagte ein Sprecher des Ministers. Er sei zu Hause voll arbeitsfähig. Über das weitere Vorgehen, inwieweit weitere Tests und Quarantänemaßnahmen notwendig seien, werde nun mit den Ärzten beraten. Strobl hatte sich in Quarantäne begeben und alle Termine abgesagt, nachdem ein Personenschützer, der mit ihm zusammen im Auto unterwegs war, positiv getestet worden war.

18.10.2020, 11:42 Uhr – Stadt Heilbronn hat höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg

Die Stadt Heilbronn hat derzeit den höchsten Coronawert in Baden- Württemberg. Nach den aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsamtes liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 82,9 Infizierten. Damit überholt Heilbronn den bisherigen Hotspot Esslingen, der auf 74,9 gesunken ist. Die Landeshauptstadt Stuttgart liegt bei 69,2. Auch der Kreis Schwäbisch Hall bleibt mit einer Inzidenz von 55,9 Risikogebiet, der Landkreis Heilbronn und die Kreise Hohenlohe und Main-Tauber liegen darunter.

18.10.2020, 9:16 Uhr – Erste Lockerungen nach einem Monat Lockdown in Israel

Nach einem Monat Corona-Lockdown sind in Israel am Sonntag die ersten Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen haben zu Beginn der israelischen Arbeitswoche für Hunderttausende Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren wieder geöffnet. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben. Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

18.10.2020, 5:02 – Mehr als 5.500 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind 5.587 neue Corona-Infektionen in den vergangenen 24 Stunden gemeldet worden. Das hat das Robert-Koch-Institut am Morgen mitgeteilt. Zehn Menschen starben im Zusammenhang mit Virus. Im Vergleich zum Vortag sank die Zahl der neuen Infektionen um mehr als 2.000. Allerdings sind die Zahlen an Sonntag häufig niedriger, weil nicht alle Gesundheitsämter an Wochenenden ihre Daten ans RKI übermitteln.

18.10.2020, 4:34 – Kretschmer: Soldaten sollen bei Infektionsketten-Nachverfolgung helfen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will im Kampf gegen die Corona-Pandemie verstärkt Soldaten und Beamte einsetzen. Bei der Nachverfolgung von Infektionsketten müsse die Bundeswehr stärker eingebunden und Mitarbeiter aus den Landesministerien abgeordnet werden, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag. Es sei damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Neuinfektionen im Drei- oder Vier-Tage-Rhythmus verdoppele. Das bringe die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Kontakten an ihre Grenzen. Infektionsketten könnten dann nicht mehr unterbrochen werden. Zuvor hatte schon Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vorgeschlagen, dass Studenten vermehrt mithelfen sollten, die Infektionsketten nachzuverfolgen.

18.10.2020, 3:15 – Söder unterstützt Merkels Corona-Appell

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt Unterstützung für ihren Appell an die Bevölkerung, soziale Kontakte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weiter einzuschränken. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte der Bild am Sonntag, die Lage sei ernst. Nie seien Umsicht, Vorsicht und Solidarität so wichtig gewesen wie jetzt. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte den Funke-Zeitungen, nur die Bevölkerung könne einen erneuten Lockdown noch abwenden. Es müsse gelingen, einen Großteil der Menschen zu überzeugen. Sonst seien lokale Shutdowns die Folge.

18.10.2020, 1:10 Uhr – Bericht: Halbe Milliarde Euro Soforthilfen zurückgezahlt

Soloselbstständige und Kleinstunternehmen haben nach einem Medienbericht Corona-Soforthilfen von mehr als einer halben Milliarde Euro an den Staat zurückgezahlt. Das ergab eine Nachfrage der Zeitung Welt am Sonntag bei Bund und Ländern. Demnach gaben Soforthilfe-Empfänger bis Ende September 560 Millionen Euro an ungerechtfertigt gezahlten Zuschüssen zurück. Allein über den Bund wurden fast 14 Milliarden Euro an Antragsteller verteilt.

18.10.2020, 0:02 Uhr – Frankreich meldet neuen Höchstwert an Corona-Neuinfektionen

Frankreich verzeichnet einen neuen Höchststand an Corona-Neuinfektionen. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Abend 32.427 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in dem Land. Es habe zudem 90 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gegeben.

17.10.2020, 20:13 Uhr – Baden-Württembergs Innenminister Strobl in Quarantäne

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) ist in Corona-Quarantäne. Der Minister habe alle Termine für das Wochenende abgesagt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstagabend mit. Ein Beamter aus seinem Personenschutzkommando habe zuvor ein positives Testergebnis erhalten. Strobl zeige keine Symptome. „Es geht ihm gut und er ist voll arbeitsfähig“, erklärte der Sprecher. Das Ergebnis von Strobls Corona-Test stand zunächst noch aus.

17.10.2020, 17:55 Uhr – Italien: So viele Neuinfektionen wie nie zuvor

In Italien hat das Gesundheitsministerium 10.925 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert - so viele wie nie zuvor. Zudem seien 47 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Ministerpräsident Giuseppe Conte will am Sonntag weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus verkünden.

17.10.2020, 17:35 Uhr – Großbritannien meldet 150 Tote an einem Tag

In Großbritannien sind nach Angaben der Regierung an nur einem Tag 150 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das sind so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Am Freitag waren noch 136 Todesfälle registriert worden.

17.10.2020, 17:16 Uhr – Außenminister von Belgien und Österreich positiv getestet

Nach dem österreichischen Außenminister Alexander Schallenberg ist nun auch die belgische Außenministerin Sophie Wilmès positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sie per Twitter mit. Vermutlich habe sie sich in ihrer Familie angesteckt. Beide Politiker hatten Anfang der Woche am EU-Außenminister-Treffen teilgenommen.

17.10.2020, 17:11 Uhr – Erster Test des Bundespräsidenten fällt negativ aus

Der erste Corona-Test von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen. Steinmeier befindet sich seit heute Quarantäne. Wie das Bundespräsidialamt in Berlin mitteilte, ist einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei dem Mann aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine direkte Kontaktperson.

17.10.2020, 14:50 Uhr – Höchste Corona-Warnstufe in Baden-Württemberg ab Montag

Die baden-württembergische Landesregierung hat die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Das hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach der Sondersitzung des Kabinetts mitgeteilt. Damit gelten ab Montag strengere Regeln – etwas eine verschärfte Maskenpflicht und weitere Kontaktbeschränkungen. In mehreren Kreisen im Land ist die 7-Tage-Inzidenz zuletzt auf über 50 gestiegen.

Neue Corona-Regeln Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg: Diese Maßnahmen gelten jetzt

Bundesweit infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus. In Baden-Württemberg wurde ein kritischer Wert überstiegen. Seit Montag gilt deswegen die Pandemiestufe 3. Was bedeutet das und welche Regeln gelten dadurch?  mehr...

17.10.2020, 14:41 Uhr – Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich heute in Quarantäne begeben. Wie das Bundespräsidialamt in Berlin mitteilte, ist einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden.

17.10.2020, 13:23 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern schwächt Beherbergungsverbot ab

Mecklenburg-Vorpommern lenkt beim Beherbergungsverbot für Gäste aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten ein. Ab dem kommenden Mittwoch werden die Regeln abgeschwächt. Wer aus einem Risikogebiet kommt und in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen möchte, muss dann lediglich einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Die bisher geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen. Die Regelung in Mecklenburg-Vorpommern war bisher die bundesweit schärfste und hatte Kritik ausgelöst. Andere Bundesländer verzichten inzwischen auf Gesundheitsnachweise.

17.10.2020, 12:12 Uhr – Maas: Deutschland zur Aufnahme von Patienten aus dem Ausland bereit

Deutschland ist bereit wieder Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufzunehmen. Das hat Außenminister Heiko Maas (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Europa könne das wegen eines neuen Frühwarnsystems jetzt viel besser koordinieren als im Frühjahr. Mehrere Bundesländer hatten sich schon bereit erklärt, Patienten aus EU-Nachbarstaaten aufzunehmen.

17.10.2020, 12:01 Uhr – Verband warnt: Hälfte der Freiberufler von Krise betroffen

In Deutschland ist wohl die Hälfte aller Freiberufler stark oder sehr stark von der Corona-Krise betroffen. Jedes achte Unternehmen fürchtet, das kommende Jahr nicht zu überstehen. Das steht in einer Studie des Instituts für Freie Berufe, über die die Rheinische Post berichtet. Der Präsident des Bundesverbands Freier Berufe, Wolfgang Ewer, sagte dem Blatt, weitere 180.000 Stellen seien in Gefahr. Er fordert weitere Zuschüsse, speziell für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen.

17.10.2020, 11:26 Uhr – Dreyer: „Je weniger Mobilität, umso besser“

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Menschen aus Corona-Hotspots dazu aufgerufen, wenn möglich nicht in den Urlaub zu fahren. Der Süddeutschen Zeitung hat Dreyer gesagt, je weniger Mobilität desto besser. Das gelte auch für Menschen aus anderen Gegenden. Sie empfiehlt Spaziergänge im Wald und rät von Feten ab.

17.10.2020, 11:08 Uhr – Kramaric und Adams bei TSG Hoffenheim positiv getestet

Bei der TSG Hoffenheim sind mehreren Medien zufolge Torjäger Andrej Kramaric und Verteidiger Kasim Adams positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beide Spieler seien jetzt in Quarantäne, hätten aber nach ihrer Länderspiel-Rückkehr keinerlei Kontakt zu Teamkollegen gehabt, so der Verein. Am Nachmittag empfängt Hoffenheim in der Bundesliga Borussia Dortmund.

17.10.2020, 10:50 Uhr – Merkel: „Ich bitte Sie, verzichten Sie auf jede nicht notwendige Reise und Feier“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. Sie sollten auf jede nicht zwingend notwendige Reise und Feier verzichten, sagte Merkel in ihrem heute veröffentlichen wöchentlichen Podcast. Es müsse alles getan werden, damit sich das Virus nicht unkontrolliert ausbreite und dabei zähle jeder Tag.

17.10.2020, 10:04 Uhr – Rheinland-Pfalz: Sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen in zwei Landkreisen

In zwei rheinland-pfälzischen Landkreisen ist die Corona-Warnstufe von „Weiß“ direkt auf „Rot“ hochgestuft worden. Im Kreis Altenkirchen und im Kreis Birkenfeld wurde die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner überschritten. Im Kreis Birkenfeld habe es 17 Neuinfektionen vom US-Stützpunkt Baumholder und 18 in der Bevölkerung gegeben, teilte die Kreisverwaltung mit. Die meisten neuen Fälle seien auf eine Geburtstagsfeier in der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen zurückzuführen. Auch im Kreis Altenkirchen war eine private Feier der Auslöser: Bisher seien 50 Gäste einer mehrtägigen Hochzeitsfeier positiv getestet worden.

Hier findest du aktuelle Fall-Zahlen für deine Region.

17.10.2020, 6:00 Uhr – Politiker fordern: Weihnachtsgeld früher auszahlen

Mehrere Politiker rufen Firmen dazu auf, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen, um Weihnachtseinkäufe zu entzerren. Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf sagte der Bild-Zeitung, viele Menschen könnten ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen. Der Handel müsste sich vor einem möglichen Lockdown dann nicht mehr ganz so stark fürchten. Ähnlich äußerten sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post und FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. Auch sie sehen in vorgezogenen Weihnachtsgeld-Auszahlungen eine Hilfe für den stationären Handel.

17.10.2020, 5:35 Uhr – Brinkhaus fordert einheitliche Regeln in Deutschland

Der Chef der Bundestagsfraktion von CDU und CSU, Ralph Brinkhaus (CDU), kritisiert die unterschiedlichen Corona-Bestimmungen in den Bundesländern und fordert eine einheitliche Linie. Alles andere sorge nur für große Irritationen in der Bevölkerung – es behindere ein konsequentes, gebündeltes Vorgehen. So heißt es in einem Schreiben an die Abgeordneten von CDU und CSU, das mehreren Medien vorliegt.

17.10.2020, 4:52 Uhr – RKI meldet wieder neuen Rekordwert an Neuinfektionen

Deutschland verzeichnet den dritten Tag in Folge einen Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen. Das Robert-Koch-Institut hat am Morgen 7.830 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet. 33 Menschen starben an oder mit dem Virus. Obwohl die Zahl der Neuinfektionen so hoch ist wie nie, ist sie nicht direkt mit dem Rekordwert von Ende März zu vergleichen. Das liegt auch daran, dass heute deutlich mehr Menschen getestet werden.

17.10.2020, 3:58 Uhr – Weitere Corona-Reisewarnungen seit Mitternacht in Kraft

Wegen steigender Corona-Zahlen gelten seit Mitternacht Reisewarnungen der Bundesregierung für weitere Länder und Regionen in Europa. Dazu zählen die kompletten Niederlande, Frankreich, Malta und die Slowakei. Auch beliebte Urlaubsregionen in Italien wie Ligurien sind jetzt Risikogebiete. Betroffen sind außerdem unter anderem Regionen in Polen, der Schweiz, Schweden und Finnland. Urlauber können eine gebuchte Reise dorthin stornieren. Für Rückkehrer gelten Quarantäne-Regeln.

17.10.2020, 3:12 Uhr – USA sind so hoch verschuldet wie noch nie

Die USA sind so hoch verschuldet wie noch nie in ihrer Geschichte. Das hat das US-Finanzministerium mitgeteilt. Wegen der massiven staatlichen Corona-Hilfen hat sich das Haushaltsdefizit im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht und liegt nun bei 3,1 Billionen Dollar (ca. 2,65 Billionen Euro). Durch Corona brachen der Regierung Einnahmen weg, es waren aber vor allem die höheren Ausgaben etwa durch Konjunkturpakete, die zum hohen Defizit beitrugen. In Washington wird momentan um ein weiteres Konjunkturpaket gerungen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Derzeit erholt sich die Wirtschaft und auch die Arbeitslosenquote ist gesunken.

17.10.2020, 2:55 Uhr – Tausende Helfer zur Nachverfolgung gesucht

Die Bundesregierung versucht wegen der stark ansteigenden Corona-Zahlen zusätzliche Helfer für die Nachverfolgung von Infektionsketten zu verpflichten. Der Bedarf sei enorm. Es werde eine fünfstellige Zahl an Helfern benötigt, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) der Rheinischen Post. Die Regierung bemühe sich unter anderem um Studenten und sei im Gespräch mit den Hochschulen, damit Freiwillige im Studium keine Nachteile hätten. Hinzu kämen bis zu 15.000 Bundeswehrsoldaten und weitere mögliche Personalreserven bei den Bundesbehörden, die man mobilisieren könnte. Braun erneuerte auch seinen Vorschlag vom Sommer, einen Staatsakt für die Corona-Opfer abzuhalten.

17.10.2020, 1:00 Uhr – Auch in Brandenburg kippt das Beherbergungsverbot

Auch in Brandenburg ist das umstrittene Beherbergungsverbot vorerst gestoppt. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschieden und damit zwei Eilanträgen stattgegeben. Zur Begründung hieß es, das Verbot sei voraussichtlich unverhältnismäßig. Bereits am Donnerstag hatten Gericht die Beherbergungsverbote in Baden-Württemberg und Niedersachsen gekippt. In Bayern wird das Verbot nicht weiter verlängert und läuft aus. Hessen plant, das Verbot wieder abzuschaffen. Weiterhin gültig bleibt es künftig noch in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt.

16.10.2020, 23:43 Uhr – EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten

Im Kampf gegen Corona wollen sich die EU-Staaten in Zukunft regelmäßig über Entwicklungen austauschen und noch enger zusammenarbeiten. Nach dem EU-Gipfel in Brüssel hieß es, die Staats- und Regierungschefs planten etwa alle zehn Tage Videokonferenzen. Dabei soll es um Erfahrungen etwa mit Quarantänezeiten, Nachverfolgung von Infektionsketten oder Fortschritten bei der Entwicklung der Impfstoffe gehen. Derzeit steigt die Anzahl der Corona-Neuinfektionen fast überall in Europa stark an. So meldet beispielsweise Frankreich mehr als 25.000 Neuinfektionen in 24 Stunden, in Italien wurden erstmals mehr als 10.000 neue Fälle registriert und Belgien schließt ab Montag Cafés und Restaurants für vier Wochen.

16.10.2020, 20:32 Uhr – Belgien schließt Cafés und Restaurants für vier Wochen

Angesichts steigender Corona-Zahlen werden in Belgien ab Montag Cafés und Restaurants für vier Wochen geschlossen. Das kündigte der stellvertretende Regierungschef Georges Gilkinet nach einem Treffen des Krisenstabs der belgischen Regierung an. Zuvor hatten Medien bereits über die Maßnahme berichtet. Für die Brüsseler Stadtregion wurden ähnliche Maßnahmen bereits in der vergangenen Woche verhängt.

16.10.2020, 19:16 Uhr – Berliner Senat scheitert vorerst mit Sperrstunden-Widerspruch

Der Berliner Senat ist zunächst mit dem Versuch gescheitert, die Sperrstunde in der Hauptstadt weiter flächendeckend durchzusetzen. Das teilte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg mit. Der Senat hatte eine sogenannte Zwischenverfügung beantragt. Die Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus.

Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Berlin entschieden, dass unter anderem Bars und Kneipen wieder nach 23.00 Uhr öffnen dürfen, jedoch weiterhin ab diesem Zeitpunkt keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen. Gegen die Sperrstunde waren elf Gastronomen mit Eilanträgen vorgegangen.

16.10.2020, 17:58 Uhr – Viele Länder Europas führen neue Einschränkungen ein

Angesichts sprunghaft steigender Corona-Zahlen führen viele europäische Länder in Europa am Samstag strengere Beschränkungen des öffentlichen Lebens ein: In Frankreich verhängt die Regierung erneut den Gesundheitsnotstand. In mehreren französischen Städten, darunter in Paris, gelten ab Samstag zudem von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens Ausgangssperren. In London dürfen sich ab Samstag Angehörige verschiedener Haushalte in Innenräumen nicht mehr treffen. Auch Treffen in Pubs oder Restaurants sind nicht erlaubt.

In Polen werden mehr als 150 Regionen im ganzen Land, darunter die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Großstädte, zu sogenannten roten Zonen deklariert, in denen schärfere Auflagen gelten. Dort sind Hochzeitsfeiern künftig verboten, Schwimmbäder und Fitnessclubs werden geschlossen. Und in Tschechien beginnt die Armee am Samstag mit dem Aufbau eines Feldkrankenhauses. Es soll als Reserve mit einer Kapazität von bis zu 500 Betten gehalten werden, falls die Plätze in den Krankenhäusern nicht mehr ausreichen. Und so sieht es in Deutschland aus:

16.10.2020, 17:25 Uhr – 15.650 Neuinfektionen und 136 Virus-Tote in Großbritannien

In Großbritannien verzeichnen die Behörden 15.650 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind deutlich weniger als am Donnerstag, als die Regierung fast 19.000 neue Ansteckungsfälle gemeldet hat. Zudem starben 136 weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus.

16.10.2020, 15:40 Uhr – Südwestländer gegen Einschränkungen im Grenzverkehr mit Frankreich

Die Landesregierungen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind gegen Einschränkungen im Grenzverkehr. Trotz der Einstufung der französischen Region Grand Est als Corona-Risikogebiet soll es an keiner Außengrenze einen Lockdown geben, heißt es. Die drei Länder haben beschlossen, dass die so genannte 24-Stunden-Regelung gelten soll. Dadurch ist sichergestellt, dass sich Bürger innerhalb eines Tages ohne Einschränkungen zwischen Deutschland und Frankreich hin- und herbewegen können.

Die Furcht vor Einschränkungen an der Grenze - wie im März, zu Beginn der Pandemie - begünstigt offenbar wieder das Hamstern von Vorräten: In der badischen Grenzstadt Kehl beispielsweise gab es gestern und heute großen Andrang in Läden, Tankstellen und Drogeriemärkten:

Staus, Andrang in Drogeriemärkten, Schlangen vor Läden: Gerüchte über Grenzschließung führt zu Ausnahmezustand in Kehl. https://t.co/9pXCqUx9Jl

16.10.2020, 15:00 Uhr – Merkel sagt EU-Gipfel wegen Corona ab

Die Europäische Union hat ihren für November geplanten Gipfel in Berlin zur China-Politik wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. „Im Sinne der Kontakte ist das glaube ich eine notwendige Botschaft“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag in Brüssel.

16.10.2020, 14:15 Uhr – Spahn rechnet mit Ende des Beherbergungsverbots

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass das umstrittene Beherbergungsverbot bald annähernd flächendeckend vom Tisch ist. „Ich habe den Eindruck, wir kommen zu einer Einheitlichkeit, die bedeutet, so gut wie kein Beherbergungsverbot mehr in Deutschland“, sagte er am Freitag in Berlin. Gerichte hatten zuletzt die Regelung in einigen Bundesländern aufgehoben. Zudem haben immer mehr Bundesländer, zuletzt Bayern und Hessen, angekündigt, sie auslaufen zu lassen.

16.10.2020, 13:15 Uhr – Auch Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots

Auch Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots. Das kündigte die Staatskanzlei in einer Mitteilung vom Freitag an. Die geplante Abschaffung stehe auf der Tagesordnung für eine Sitzung des Corona-Kabinetts am kommenden Montag.

16.10.2020, 12:30 Uhr – Elsässer stürmen Läden in Kehl

Die Angst vor Grenzschließungen hat in der badischen Kleinstadt Kehl zu einem Ansturm von Einkäufern aus dem Elsass geführt. Wie eine Rathaussprecherin am Freitag mitteilte, gab es am Donnerstag deshalb in der Stadt nahe dem französischen Straßburg einen „Ausnahmezustand“. Es habe meterlange Schlangen vor den Läden und Tabakgeschäften gegeben, unzählige Autos an Tankstellen und bis zu 100 Menschen gleichzeitig in den lokalen Drogeriemärkten.

Ein Supermarkt an der Grenze zu Frankreich in Schweigen und ein Schild an einem in Kehl am Rhein https://t.co/R5QZ4dQ1Mo

16.10.2020, 11:40 Uhr – Ab Klasse 5: Baden-Württemberg weitet Maskenpflicht auf den Unterricht aus

Angesichts stark steigender Infektionszahlen in Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht dort an weiterführenden Schulen ab kommender Woche auch auf den Unterricht ausgeweitet. „Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35“, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. „Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist.“

Neue Corona-Regeln Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg: Diese Maßnahmen gelten jetzt

Bundesweit infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus. In Baden-Württemberg wurde ein kritischer Wert überstiegen. Seit Montag gilt deswegen die Pandemiestufe 3. Was bedeutet das und welche Regeln gelten dadurch?  mehr...

16.10.2020, 11:28 Uhr – Gericht kippt Berliner Sperrstunde

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die wegen der Corona-Pandemie vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. Das sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Wegen der Corona-Pandemie galten bislang eine nächtliche Sperrstunde und strengere Kontaktverbote für drinnen und draußen. Die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars mussten von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr schließen. Der Alkoholausschank in dieser Zeit bleibt allerdings verboten.

Berlin: Gericht setzt Sperrstunde außer Kraft https://t.co/o1J1q6JRru #Sperrstunde #Berlin #Coronavirus

16.10.2020, 11:11 Uhr – In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, „wir belassen es dabei“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

16.10.2020, 10:19 Uhr – Stöhr: Corona als Pandemie nicht zu stoppen

Der Epidemien-Experte Klaus Stöhr glaubt nicht daran, dass sich das Coronavirus durch einen Impfstoff aufhalten lässt. Dafür werde die Zahl der Serum-Dosen zu gering sein und nicht überall zur Verfügung stehen, sagte der Ex-Direktor des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation WHO dem SWR. Die Pandemie werde erst dann zu Ende gehen, wenn das Virus alle Menschen gefunden habe, Man müsse vielmehr lernen, mit dem Virus zu leben. Deshalb hält es Stöhr für richtig, die Risiken zu minimieren. Nach seiner Einschätzung sind zurzeit noch etwa 85 Prozent der Bevölkerung empfänglich für das Virus. Wenn es wichtig sei, das öffentliche Leben weiterlaufen zu lassen, sei es notwendig, die Sensiblen zu schützen.

Corona-Pandemie Auch Bayern schafft Beherbergungsverbot ab

Bayern lässt das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots auslaufen. Das teilte die Landesregierung mit. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hing…  mehr...

16.10.2020, 9:21 Uhr – EU-Staats- und Regierungschef wollen Regeln vereinheitlichen

Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen weiter an einer Harmonisierung der Corona-Regeln in Europa arbeiten. Die spät in der Nacht veröffentlichte gemeinsame Erklärung nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel nennt dabei etwa „Quarantänevorschriften, die grenzüberschreitende Ermittlung von Kontaktpersonen (und) Teststrategien“ der 27 EU-Länder. Beschränkungen für Einreisen aus Drittstaaten in die EU sollen demnach fortgesetzt werden. EU-Ratspräsident Charles Michel forderte die EU-Staaten auf, enger in der Corona-Krise zusammenzuarbeiten. Besonders beim Testen und bei Quarantäne-Regeln seien engere Abstimmungen notwendig, sagt er vor Beginn der Beratungen am zweiten EU-Gipfel-Tag in Brüssel.

Wie zu Beginn der Pandemie im Frühjahr gehen die EU-Staaten derzeit unterschiedlich bei Reisebeschränkungen und anderen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus vor. Anfang der Woche verständigten sich die Mitgliedstaaten erstmals auf eine einheitliche Kennzeichnung von Risikogebieten. Allerdings ist es den einzelnen Ländern weiterhin freigestellt, ob und wie sie darauf basierend Maßnahmen beschließen.

16.10.2020, 8:01 Uhr – Sonderrechte für Spahn könnten verlängert werden

Die große Koalition will nach einem Medienbericht im Eilverfahren die Sonderrechte für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Corona-Bekämpfung über den 31. März 2021 hinaus verlängern. Eine entsprechende Vorlage werde derzeit zwischen den Ministerien abgestimmt, berichtete die Rheinische Post vorab. Der Gesetzentwurf räume dem CDU-Politiker weitgehende Befugnisse ein. So dürfe Spahn eigenmächtig Verordnungen erlassen, soweit dies „zum Schutz der Bevölkerung vor einer Gefährdung durch schwerwiegende übertragbare Krankheiten erforderlich ist“.

16.10.2020, 4:53 Uhr – RKI meldet 7.334 neue Corona-Infektionen

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist weiter gestiegen: Das Robert-Koch-Institut meldet 7.334 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das sind knapp 700 Fälle mehr aös gesterm. 24 weitere Menschen sind an den Folgen einer Infektion gestorben. Auch die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten steigt. Laut RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 655 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 329 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor waren es noch 487 (239 beatmet), Anfang Oktober waren es 362 (193 beatmet). Rund 8.700 Intensivbetten sind in Deutschland derzeit jedoch noch frei.

16.10.2020, 2:01 Uhr – Umfrage: Deutsche wollen einheitliche Corona-Regeln

Die meisten Bundesbürger wünschen sich ein deutschlandweit einheitliches Vorgehen gegen die Corona-Pandemie. Das geht aus dem neuesten Deutschland-Trend im Auftrag des ARD-Morgenmagazins hervor. Gut zwei Drittel der Befragten sagen, sie seien für einheitliche Regeln, ein knappes Drittel spricht sich für regionale Unterschiede aus. Trotz stark gestiegener Neuinfektions-Zahlen ist die Sorge, sich selbst mit dem Coronavirus anzustecken, nur ein bisschen gewachsen – 37 Prozent sagen, sie machten sich große oder sehr große Sorgen um sich selbst oder Familienmitglieder. Im März und April, in der Frühphase der Pandemie, war die Besorgnis erheblich größer.

15.10.2020, 23:05 Uhr – Rekordwert: 30.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich meldet mehr als 30.000 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages. Das ist ein neuer Höchstwert. Wegen der massiv steigenden Corona-Zahlen hatte Frankreichs Regierung am Mittwoch erstmals seit dem Frühjahr wieder Ausgangssperren in großen Städten angekündigt. Die Bundesregierung stuft jetzt auch die französischen Grenzgebiete zu Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland als Corona-Risikogebiete ein.

15.10.2020, 17:55 Uhr – Ganz Frankreich gilt ab Samstag als Risikogebiet

Die Bundesregierung erklärt ab kommendem Samstag ganz Frankreich zum Risikogebiet. Neu hinzugekommen ist unter anderem die gesamte Grenzregion zu Deutschland. Das hat das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite mitgeteilt.

Ebenfalls als Risikogebiete innerhalb der EU gelten die ganzen Niederlande, Teile Irlands, zwei Regionen in Italien, mehrere Gebiete Kroatiens, ganz Malta, mehrere Regionen in Polen, die gesamte Slowakei, Teile Sloweniens sowie Regionen in Portugal, Ungarn und Großbritannien. Auch mehrere Kantone der Schweiz werden inzwischen als Risikogebiete eingestuft. Nicht notwendige Reisen in all diese Gebiete sollen damit künftig vermieden werden.

15.10.2020, 15:35 Uhr – Bayern will Beherbergungsverbot prüfen

Nach der gerichtlichen Aufhebung des Beherbergungsverbots in Baden-Württemberg will auch Bayern die Regelung prüfen. Er wolle prüfen lassen, wie genau die Begründung für die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs im Nachbarbundesland laute, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag im Anschluss an eine Kabinettsitzung vor Journalisten. Bis auf Weiteres solle das Beherbergungsverbot aber in Bayern in Kraft bleiben. Söder verwies dabei darauf, dass Urlauber mit einem negativen Corona-Test auch aus innerdeutschen Risikogebieten einreisen können.

15.10.2020, 15:20 Uhr – Gericht setzt Niedersachsens Beherbergungsverbot aus

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot des Landes für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots in einem Eilverfahren für rechtswidrig erklärt. Der Beschluss sei unanfechtbar, teilte das Gericht am Donnerstag in Lüneburg mit. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks.

Zuvor hatte ein Mannheimer Gericht das Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg gekippt. In Sachsen hob die Landesregierung das Verbot selbst auf.

Ein Schild «Zimmer frei» und «Ferienwohnung frei» hängt an einem Gästehaus in Braunlage (Foto: dpa)
Ein Schild «Zimmer frei» und «Ferienwohnung frei» hängt an einem Gästehaus in Braunlage dpa

15.10.2020, 14:50 Uhr – Telefonische Krankschreibung bis Ende des Jahres möglich

Angesichts bundesweit wieder steigender Covid-·19-Infektionszahlen hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut auf eine Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verständigt. Befristet vom 19. Oktober vorerst bis 31. Dezember können sich Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankschreiben lassen, wie der G-BA am Donnerstag in Berlin mitteilte. Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen.

15.10.2020, 14:10 Uhr – Umweltbundesamt: Schulen alle 20 Minuten lüften

Das Umweltbundesamt (UBA) hält zum Corona-Schutz in den Schulen ein regelmäßiges Lüften für notwendig. Klassenräume sollten regelmäßig alle 20 Minuten für etwa fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern gelüftet werden, sagte UBA-Präsident Dirk Messner am Donnerstag in Dessau-Roßlau. Die Behörde hat für die Kultusministerkonferenz (KMK) eine entsprechende Handreichung zum richtigen Lüften in Schulen erarbeitet, die nun über die Länder an alle Schulen in Deutschland verteilt werden soll.

Schutz vor Corona in Schulen Alle 20 Minuten lüften

Die Schulen sollen offen bleiben - aber wie, wenn bundesweit die Corona-Zahlen steigen? Ein Baustein: regelmäßiges Lüften. Das Umweltbundesamt empfiehlt alle 20 Minuten für etwa f…  mehr...

15.10.2020, 13:20 Uhr – Nach Baden-Württemberg: Beherbergungsverbot fällt auch in Sachsen

Sachsen hebt das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten auf. Das kündigte die Regierung am Donnerstag nach einem Gespräch mit Landräten und Bürgermeistern aus dem Freistaat an. Die Regelung soll ab Samstag gelten.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

15.10.2020, 12:40 Uhr – Frankreich: Durchsuchungen bei Gesundheitsminister

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben französische Ermittler die Wohnung und das Büro von Gesundheitsminister Oliver Véran durchsucht. Der Regierung wird vorgeworfen, in der Corona-Krise versagt und Tests sowie Schutzausrüstung zu spät bereitgestellt zu haben. In den vergangenen Monaten hatten unter anderem Covid-19-Patienten, Ärzte und Polizisten insgesamt 90 Beschwerden eingereicht. Seitdem wird gegen mehrere Regierungsmitglieder ermittelt. Am Nachmittag will sich Premierminister Jean Castex zu den nächtlichen Ausgangssperren in Paris und acht anderen Städten äußern. Die hatte Präsident Emmanuel Macron verhängt, um die steigenden Neuinfektionszahlen zu bewältigen

15.10.2020, 11:50 Uhr – Gericht stoppt Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg

Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat das Beherbergungsverbot gestoppt. Es sei unverhältnismäßig und nicht zumutbar, dass Gäste aus deutschen Risikogebieten nur mit negativem Corona-Test in Baden-Württemberg Urlaub machen dürften, hieß es. Geklagt hatte ein Mann aus Nordrhein-Westfalen, der im Kreis Ravensburg mit seiner Familie Urlaub machen wollte. Kurz vor der Entscheidung hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) noch mitgeteilt, dass das wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg geltende Beherbergungsverbot gelockert werde. Im Stuttgarter Landtag sagte er, man werde grundsätzlich daran festhalten - mit einer Ausnahme: „Für Geschäfts- und Dienstreisende werden wir das Beherbergungsverbot aufheben“, so Kretschmann. „Reisende, die sich nicht aus dienstlichen oder beruflichen Gründen wo hinbewegen, müssen ein negatives Testergebnis vorlegen. Das gilt ab einer Inzidenz von 50.“

15.10.2020. 10:35 Uhr – Umweltbundesamt veröffentlicht Handreichung fürs Lüften in Schulen

Das Umweltbundesamt hat Empfehlungen für die Belüftung von Schulen vorgelegt. In der kalten Jahreszeit soll demnach während des Unterrichts alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern für drei bis fünf Minuten gelüftet werden – sogenanntes Stoßlüften. Zudem solle während der gesamten Pausen gelüftet werden. Das Amt rät davon ab, nur die Tür zum Lüften zu öffnen, weil sich kleine virushaltige Schwebeteilchen (Aerosole) dann von einem Raum über den Flur in andere Klassenräume verbreiten könnten. Auch von Lüften mit nur einem offenen oder mit gekippten Fenstern wird abgeraten.

Zum „Einstudieren“ des richtigen Lüftungsverhaltens schlagen die Experten den Einsatz von CO2-Messgeräten vor. Diese seien bereits für 50 bis 100 Euro zu erhalten. Die Geräte zeigen an, wann die Luft verbraucht ist. Sie geben damit einen Hinweis, wann wieder gelüftet werden sollte. Für Klassenzimmer, in denen sich die Fenster nicht öffnen lassen – das ist zum Teil aus Sicherheitsgründen der Fall – seien „stationäre, in die Fensterbereiche eingebaute Zu- bzw. Abluftanlagen als baulich schnell realisierbare Option denkbar“.

15.10.2020, 9:23 Uhr – Spahn: Ob und wie Weihnachten in der Familie stattfinden kann, das entscheiden wir jetzt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert an die Bevölkerung, die verschärften Corona-Schutzmaßnahmen wegen der sprunghaft gestiegenen Infektionszahlen mitzutragen. „Wir haben es selbst in der Hand, jetzt die Zahlen wieder runterzubringen“, sagte er im SWR. Mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Gesundheitsminister: „Die Frage, ob und wie Weihnachten in der Familie stattfinden kann, das entscheiden wir jetzt.“ Im Deutschlandfunk erklärte er, eine Situation wie an Ostern, wo man habe empfehlen müssen, nicht die Verwandtschaft zu besuchen, „würde ich eigentlich gerne vermeiden wollen.“

Spahn: Ob und wie Weihnachten in der Familie stattfinden kann, das entscheiden wir jetzt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Bundesgesundheitsmininster Spahn: Ob und wie Weihnachten in der Familie stattfinden kann, das entscheiden wir jetzt

Dauer

15.10.2020, 8:23 Uhr – Neue Teststrategie gilt ab heute

Ab heute gilt in Deutschland die neue Corona-Teststrategie. Bundesgesundheitsminister Spahn will wieder mehr im Inland testen lassen. Im Fokus stehen dabei Massen-Schnelltests, die innerhalb weniger Minuten Ergebnisse liefern. Sie sollen unter anderem in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern angewendet werden, um Personal, Patienten und Bewohner regelmäßig auf Corona zu testen.

15.10.2020, 7:43 Uhr – Millionen für Tübinger Impfforscher

Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt die Uni Tübingen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. Das Institut für Zellbiologie bekommt 18 Millionen Euro. Ein Forscherteam arbeitet an einer aufwendigen Methode um verschiedene Arten des Coronavirus zu bekämpfen. Erste Tests könnten im Frühjahr starten.

15.10.2020, 7:10 Uhr – Kretschmann und Dreyer zufrieden mit Corona-Beschlüssen

Die Landeschefs von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Kretschmann und Dreyer sind zufrieden mit den neuen Corona-Beschlüssen. Kretschmann sagte dem SWR, man habe sich in den wichtigsten Fragen geeinigt, das sei ein großer Fortschritt. Ähnlich äußerte sich Dreyer. Für sie kommt es jetzt auf die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger an.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

15.10.2020, 5:00 Uhr – Rekord-Infektionszahlen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet 6.638 Neuinfektionen innerhalb eines Tages – das ist ein Rekord und ein Anstieg um mehr als 1.500 im Vergleich zum Vortag. Bislang waren Ende März mit knapp 6.300 Neuinfizierten die meisten registriert worden.Allerdings sind die jetzigen Werte nicht mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Die Zahl der Coronatests schwankt seit Mitte August zwischen rund 1,1 Millionen und 1,2 Millionen pro Woche. Die Rate der positiven Tests ist nach RKI-Angaben vom Mittwochabend jedoch deutlich gestiegen: von 0,74 Prozent Ende August auf 2,48 Prozent in der Woche vom 5. bis 11. Oktober. 

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 341.223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.710. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 284.600 Genesene.

15.10.2020, 4:31 Uhr – Mehr als 900.000 Coronavirus-Infektionen in Spanien registriert

Spanien hat als erstes Land der Europäischen Union die Marke von 900.000 Coronavirus-Infektionen überschritten. Seit Beginn der Pandemie seien mehr als 908.000 Infektionen registriert worden, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Spanien hat knapp 45 Millionen Einwohner. In Frankreich mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern wurden bisher 750 000 Infektionen registriert. Die genaue Zahl der registrierten Fälle hängt auch damit zusammen, wie viel getestet wird. In Spanien wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 33 000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Gesundheitsexperten glauben, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, jedoch nicht ausreichend getestet wird.

15.10.2020, 1:24 Uhr – Rekord-Infektionszahlen in Italien und Spanien

Italien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums einen Rekord von 7.332 Neuinfektionen. So hoch war der tägliche Anstieg noch nicht einmal im Frühjahr, während der bislang schlimmsten Corona-Phase in Italien. Führende Politiker zeigen sich besorgt. Von „ernsten Zahlen“ spricht der Chef der mitregierenden demokratischen Partei, Nicola Zingaretti. Er appelliert an die Menschen, sich an die Hygiene-Regeln zu halten.

15.10.2020, 1:03 Uhr – Bund und Länder beschließen strengere Corona-Regeln

Weil die Corona-Zahlen wieder steigen, soll es auch wieder strengere Regeln geben. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Das hat Kanzlerin Merkel nach Gesprächen mit den Ministerpräsidenten bekannt gegeben.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

14.10.2020, 19:48 Uhr – Frankreich führt nächtliche Ausgangssperren ein

Frankreich führt wegen steigender Corona-Zahlen ab Samstag den Gesundheitsnotstand wieder ein. Das hat die Regierung in Paris mitgeteilt. Sie bekommt damit die Möglichkeit, im Schnellverfahren Schritte zur Unterstützung der Wirtschaft zu beschließen.

Präsident Emanuel Macron sagte am Abend in einer Fernsehansprache, dass in Paris und anderen Städten in Frankreich ab Samstag zwischen 21:00 Uhr abends und 6:00 Uhr morgens eine nächtliche Ausgangssperre gelten solle.

14.10.2020, 17:56 Uhr – Negativrekorde in Polen und Italien

In Polen sind an einem Tag so viele Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben, wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Das Gesundheitsministerium in Warschau spricht von 116 weiteren Toten.

In Italien gibt es 7.332 neue Corona-Fälle – so viele wie noch nie in 24 Stunden. Das hat das Gesundheitsministerium in Rom mitgeteilt. Gestern wurden noch 5.900 neue Corona-Fälle gemeldet. 43 Menschen sind an Covid-19 gestorben.

14.10.2020, 16:37 Uhr – Telefonische Krankschreibungen sollen wieder möglich sein

Telefonische Krankschreibungen beim Arzt wegen Erkältung sollen wegen der Corona-Lage bald wieder möglich sein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte am Mittwoch in Berlin einen entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen für Donnerstag an. Das Gremium ist mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt. „Wir wollen natürlich mögliche Infektionen im Gesundheitswesen selbst und in der Arztpraxis bei Grippe sowie bei Corona vermeiden“, sagte Spahn.

14.10.2020, 15:53 Uhr – Wieler: Corona und Grippe parallel werden nicht einfach

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, erinnert daran, dass beide Erkrankungen, die Grippe und Covid-19, besonders für Ältere und chronisch Kranke gefährlich seien. Niemand könne vorhersagen, wie stark die Grippewelle in jedem Jahr verläuft. Was aber sicher sei: Durch Covid-19 wird in diesem Jahr auch eine besonders schwierige Situation entstehen, weil beide Krankheiten parallel auftreten, so Wieler.

14.10.2020, 12:09 Uhr – Erste Regelvorschläge für das Treffen von Merkel und den Länderchefs

Der Bund will eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen 35 pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort eingeführt werden, wo Meschen dichter oder länger zusammenkommen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag. Auch zu den Themen Wirtschaftshilfen, Kontaktbeschränkungen und private Feiern gibt es Regelvorschläge in dem Entwurf. Wir haben sie hier zusammengefasst.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

14.10.2020, 12:04 Uhr – Spahn wirbt für Grippeschutzimpfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wirbt für Grippeschutzimpfungen. Damit könne das Gesundheitssystem in der Corona-Krise vor einer Überlastung geschützt werden, sagt Spahn, der sich am Vormittag selbst gegen Grippe impfen ließ. Dem Minister zufolge wurden für diese Saison bislang 26 Millionen Impfdosen beschafft. Diese würden aber nicht auf einen Schlag zur Verfügung gestellt. Deshalb könne es zu lokalen Lieferengpässen kommen. „Wir haben aber keine Versorgungsengpässe“, betont Spahn.

Auf die Frage, ob er eine Impflicht ausschließt, hat der Minister bestimmt mit „Ja“ geantwortet. Es werde keine Impfpflicht geben.

Herr Minister Spahn, weil es immer noch durch die Sozialen Medien geistert: Können Sie eine Impf-Pflicht ausschließen? #Corona #Impfung @ZDF https://t.co/yVFKK2Zmym

14.10.2020, 11:41 Uhr – Nordirland führt strengste Regeln im Vereinten Königreich ein

Im Kampf gegen steigende Infektionszahlen führt Nordirland die strengsten Regeln im Vereinigten Königreich ein. Schulen werden für zwei Wochen geschlossen, Restaurants für vier, wie die nordirische Regierungschefin Arlene Foster ankündigt. Die Schulferien im Oktober werden damit um eine Woche verlängert. Gaststätten dürfen Speisen und Getränke nur außer Haus anbieten. Nicht dringende Reisen sollten vermieden und wenn möglich von zu Hause aus gearbeitet werden.

In Großbritannien strebt Premierminister Boris Johnson unterdessen keinen landesweiten Lockdown an, wie Arbeitsministerin Thérèse Coffey dem Sender Sky sagt. Sie reagiert damit auf Forderungen vom Chef der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer, für zwei bis drei Wochen einen solchen Lockdown zu verhängen.

14.10.2020, 11:08 Uhr – In Polen so viele Tote wie seit Ausbruch des Virus nicht

In Polen sind binnen eines Tages so viele Menschen am oder mit dem Coronavirus gestorben wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Das Gesundheitsministerium meldet 116 weitere Todesfälle. Damit steigt die Gesamtzahl auf 3.217. Auch bei den Neuinfektionen verzeichnet Polen einen Rekord. Es gibt 6.526 positive Testergebnisse, insgesamt 141.804. Immer mehr Covid-19-Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden. Ärzte warnen bereits vor einer Überlastung des Gesundheitssystems.

14.10.2020, 10:43 Uhr – Russland meldet Rekord an Neuinfektionen

Russland meldet einen Rekord an Neuinfektionen: Binnen der letzten 24 Stunden gibt es 14.231 weitere Coronavirus-Fälle. Die Gesamtzahl der Infektionen steigt damit auf 1,34 Millionen. Weitere 239 Menschen starben, wodurch sich die Zahl der Todesfälle auf 23.205 erhöht.

14.10.2020, 9:41 Uhr – Medienbericht: Bundesregierung will Unternehmen länger unterstützen

Die Bundesregierung will Unternehmen in der Corona-Krise offenbar länger unterstützen als bisher geplant. Das berichtet die Funke Mediengruppe. Demnach will Wirtschaftsminister Peter Altmeier vorschlagen, die Überbrückungshilfe, die im Dezember ausläuft, um sechs Monate zu verlängern. So sollen vor allem die Veranstaltungsbranche, die Messe- und Ausstellungswirtschaft sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe unterstützt werden. Konkret seien unter anderem verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten und Zuschüsse für Renovierungen während der auftragslosen Zeit im Gespräch. Darüber hinaus ist laut dem Bericht auch ein sogenannter Unternehmerlohn für Freiberufler und Solo-Selbstständige geplant.

14.10.2020, 6:09 Uhr – Maskenpflicht in Stuttgarter Innenstadt

In der Stuttgarter Innenstadt gilt ab heute eine Maskenpflicht. Ausgeschlossen davon sind Kinder unter 6 Jahren. Mit den neuen Regeln reagiert die Stadt auf die steigenden Corona-Neuinfektionen. Außerdem darf man an bestimmten Orten in Stuttgart von donnerstags bis samstags abends keinen Alkohol mehr kaufen und trinken. Damit will die Stadt Menschen Ansammlungen vermeiden.

14.10.2020, 5:28 Uhr – Erstmals seit April über 5.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen erstmals seit Mitte April mehr als 5.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5.132. Das waren mehr als 1000 Fälle mehr als noch am Vortag. Der letzte Höchstwert seit April waren 4.721 neu nachgewiesene Fälle am Samstag gewesen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 2.828 Neuinfektionen mitgeteilt.

Darüber hinaus haben die Gesundheitsämter in Deutschland mindestens 40 weitere Todesfälle registriert. Einen Tag vorher waren es 13 gewesen. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten heute über die Pandemielage.

14.10.2020, 2:11 Uhr – Bundesärztekammer gegen Beherbergungsverbot

Am Nachmittag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten. Beim Treffen im Kanzleramt dürfte es unter anderem um das umstrittene Beherbergungsverbot gehen. Der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt beispielsweise hält es für untauglich, um das Pandemiegeschehen einzugrenzen. Obwohl im Sommer innerhalb Deutschlands viel gereist worden sei, habe sich die Infektionsdynamik nicht beschleunigt, sagte Reinhardt den Funke-Zeitungen.

14.10.2020, 1:36 Uhr - Medien: Wirtschaftsministerium plant weitere Finanzhilfen

Das Bundeswirtschaftsministerium bereitet nach Angaben der Funke-Zeitungen neue Corona-Hilfen für Firmen vor. Der Fokus solle dabei auf der Hotel- und Gastronomiebranche liegen, heißt es unter Berufung auf Angaben aus dem Ministerium. Weitere Unterstützung wird demnach aber auch für die Veranstaltungsbranche sowie die Messe- und Ausstellungswirtschaft ins Auge gefasst. Die laufenden Überbrückungshilfen für Unternehmen sollen den Plänen zufolge um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Darüber hinaus ist dem Bericht zufolge ein bundesweiter sogenannter Unternehmerlohn für Freiberufler und Soloselbstständige im Gespräch. In einigen Bundesländern wird diese Form der Corona-Hilfe bereits praktiziert.

13.10.2020, 21:49 – Mehr Covid-Patienten in deutschen Krankenhäusern

Zurzeit werden wieder deutlich mehr Patienten mit Covid-19-Erkrankungen in deutschen Krankenhäusern behandelt als noch im Sommer. Das hat der NDR bei einer Umfrage in 15 größeren Städten herausgefunden. In Berliner Kliniken beispielsweise hätten sich Ende August noch weniger als 40 Covid-Patienten befunden. Ende September seien es rund 100 gewesen und aktuell würden etwa 200 von ihnen stationär behandelt - ein Viertel davon auf Intensivstationen.

13.10.2020, 17:33 Uhr – Bericht: Lage in einigen Gesundheitsämtern kritisch

Die Lage der Gesundheitsämter in deutschen Corona-Hotspots spitzt sich einem Bericht zufolge weiter zu. Zwei Drittel der Ämter sind bei der Nachverfolgung der Kontakte von Corona-Infizierten an der Belastungsgrenze, wie die TV-Sender RTL und ntv unter Berufung auf eigene Recherchen berichteten.  Die Sender hatten den Angaben zufolge die Gesundheitsämter in den derzeit 43 Corona-Risikogebieten im Inland angefragt, 23 antworteten bislang. Acht davon stufen die Lage bei der Kontaktnachverfolgung demnach als „machbar“ ein, 15 als „kritisch“.

In der zweiten Gruppe sind den Sendern zufolge die Berliner Bezirke Spandau und Steglitz-Zehlendorf, die Städte Leverkusen, Essen, Mainz, Duisburg, Offenbach, Esslingen, Stuttgart und Rosenheim und die Landkreise Main-Taunus, Bitburg-Prüm, Recklinghausen, Groß-Gerau und Wesermarsch. Die Landkreise Groß-Gerau und Wesermarsch erklärten demnach, die Belastungsgrenze sei bereits erreicht. Die Gesundheitsämter im Landkreis Vechta, in Essen, Stuttgart und Esslingen betonten, die Nachverfolgung sei zwar gerade noch machbar, allerdings nur auf Kosten einer sehr hohen Arbeitsbelastung.  Besonders kritisch ist die Situation dem Bericht zufolge im bayerischen Rosenheim.

13.10.2020, 17:03 Uhr – Impfstoff-Test auch an Jugendlichen

Der US-Pharmakonzern Pfizer will den mit der Mainzer Biotechfirma Biontech entwickelten Corona-Impfstoff auch an Jugendlichen testen. Von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhielten die Unternehmen die Genehmigung, dass an der entscheidenden Wirksamkeitsstudie Jugendliche ab zwölf Jahren teilnehmen können, wie aus einem Update zu der Studie auf der Internetseite von Pfizer hervorgeht. Dadurch könne die potenzielle Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs bei Personen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds besser verstanden werden.

Biontech und Pfizer hatten die Zulassungsstudie mit dem Impfstoff Ende Juli gestartet. Ursprünglich sollte sie bis zu 30.000 Probanden im Alter von 18 bis 85 Jahren umfassen. Um aber mehr Daten zu erlangen, beschlossen die Unternehmen im September, die Studie auf etwa 44.000 Teilnehmer auszuweiten.

13.10.2020, 16:32 Uhr – Fußballer Cristiano Ronaldo hat Coronavirus

Fußballstar Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat der portugiesische Fußballverband erklärt. Hintergrund ist ein Routinetest vor dem geplanten Nation- League-Spiel morgen Abend gegen Schweden. Daran darf Ronaldo wegen des Testergebnisses jetzt nicht mehr teilnehmen.

13.10.2020, 16:00 Uhr – Merkel besorgt über Pandemie-Lage in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über die Entwicklung der Corona-Pandemie in Europa geäußert. Die Infektionszahlen nähmen in fast allen Teilen Europas wieder zu, sagte die CDU-Politikerin im europäischen Ausschuss der Regionen. „Die Lage ist unverändert ernst.“ Man müsse nun alles tun, das Erreichte nicht zu verspielen und Sorge dafür tragen, dass ein weiterer Lockdown nicht nötig werde. „Wir müssen zeigen, dass wir unsere Lektion gelernt haben“, mahnte die Kanzlerin. „Und wir müssen die Menschen in Europa bitten, vorsichtig zu sein, die Regeln einzuhalten.“ Es müsse das getan werden, „was wir tun können, um das Virus einzudämmen und trotzdem unsere wirtschaftliche Tätigkeit aufrecht  zu erhalten“. 

Die Kanzlerin forderte, die geplanten EU-Wiederaufbauhilfen für die von der Coronakrise geschädigten Länder rasch voranzubringen. Nun gelte es, „das Paket auf den Weg zu bringen, damit die Mittel ab Anfang 2021 auch wirklich eingesetzt werden können“, sagte sie. „Dazu arbeiten wir mit Hochdruck an einer Einigung mit dem Europäischen Parlament.“

13.10.2020, 14:28 Uhr – Söder: "Wir müssen jetzt Corona ausbremsen"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert vor dem Treffen mit Kanzlerin Merkel eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Im Kampf gegen die sich wieder verschärfende Corona-Pandemie sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident die kommenden vier Wochen entscheidend für Deutschland. „Wir müssen jetzt Corona ausbremsen, bevor wir eine echte Notbremsung machen müssen“, sagte der CSU-Chef. Söder sprach sich für eine erweiterte Maskenpflicht in ganz Deutschland aus, so könne die Pandemie besser unter Kontrolle gehalten werden. Auch private Feiern müssten in den kommenden Wochen runtergefahren werden.

Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Sperrstunde Es wird wieder strenger: Die neuen Corona-Regeln im Überblick

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beraten. Am Ende einigten sie sich auf weitere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden in Corona-Hotspots und viele weitere Maßnahmen. Die neuen Regeln im Überblick.  mehr...

13.10.2020, 14:09 Uhr – RKI sieht bisherige Corona-Strategie bestätigt

Der Alltag in Deutschland wird nach Ansicht des Robert Koch-Instituts auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem neuen Strategiepapier hin. In dem Papier bekräftigt das Institut seine bisherige Strategie – inklusive Kontaktverfolgung.

RKI-Strategiepapier Masken wohl auch mit Impfstoff nötig

Das RKI dämpft Hoffnungen, dass die Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffs in Deutschland eine schnelle Rückkehr zur Normalität bringen wird. Maskentragen und Abstandhalten seien a…  mehr...

13.10.2020, 13:46 Uhr – Kommentar: Ferien-Debatte ist realitätsfern

Wegen der gestiegenen Corona-Infektionszahlen wird derzeit darüber diskutiert, ob die Winterferien an Schulen um mehrere Wochen verlängert und dafür die kommenden Sommerferien entsprechend gekürzt werden sollen. Bundestagsabgeordnete der Union hatten zuvor eine deutliche Verlängerung der Weihnachtsferien und eine Verkürzung der Sommerferien vorgeschlagen. Der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß, der auch Landesvorsitzender seiner Partei in Hamburg ist, sagte der Bild-Zeitung, Ziel sei es, Schülerinnen und Schüler besser zu schützen. SWR-Berlin-Korrespondentin Evi Seibert findet die Debatte um „Sommerferien im Winter“ realitätsfern – gerade auch im Hinblick auf die Eltern. Im Video kommentiert sie die Idee.

Die Bildungsministerinnen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind gegen eine mögliche Verlängerung der Weihnachtsferien wegen des Coronavirus. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zum Beispiel sagt aber, dass eine solche Regelung die Prüfungspläne durcheinander bringen könnte. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hat darauf hingewiesen, dass in Rheinland-Pfalz Ende Januar schon die schriftlichen Abi-Prüfungen beginnen.

13.10.2020, 12:42 Uhr – In der EU kommt eine Corona-Ampel-Karte

In der EU kommt eine Corona-Ampel. Sie soll Risikogebiete in einer Karte farblich kennzeichnen und übersichtlich machen. Die Europa-Minister der Mitgliedsstaaten haben das grundsätzlich vereinbart. Je nach Infektionsrate werden einzelne Regionen als grüne, orange oder rote Zonen eingestuft. Gibt es keine verlässlichen Informationen, bleibt das betreffende Gebiet grau. Wenn innerhalb von zwei Wochen im Schnitt weniger als 25 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus gemeldet werden, wird das entsprechende Gebiet grün gefärbt. Das heißt: Reisebeschränkungen gibt es nicht. Sind es mehr als 25 Fälle, springt die Ampel auf orange – bei 50 oder mehr neuen Fällen gilt die Stufe rot. 

Bei der Bewertung der Regionen spielt außerdem die Quote der positiven Tests eine Rolle. Für Reisende aus gelben und roten Zonen soll jedes Land selbst entscheiden können, ob und welche Einschränkungen gelten. Allerdings müssen die betroffenen Staaten und die EU-Kommission möglichst schnell darüber informiert werden. Die Corona-Landkarte wird von der Europäischen Gesundheitsagentur erstellt und wöchentlich aktualisiert. Allerdings wollen einige Länder beim Pflegen der Karte nicht mitmachen.

13.10.2020, 12:29 Uhr – Skisaison an der Zugspitze soll im November starten

Als erstes Skigebiet Deutschlands will die Zugspitze am 13. November in die Saison starten – unter strikten Corona-Auflagen. Auf den Erfahrungen im Sommerbetrieb gründend seien die Maßnahmen für den Winter erarbeitet worden, teilte die Bayerische Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen mit. Zum Liftfahren – egal ob in der Seilbahn, im Sessel – oder im Schlepplift - müssen alle außer Kinder bis sechs Jahre Masken tragen. Auf den Pisten dürfen die Wintersportler dann ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs sein. Sie müssen allerdings stets mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Gästen einhalten. Erster Schnee ist auf Deutschlands höchstem Berg (2.962 Meter) schon gefallen.

13.10.2020, 11:25 Uhr – Niederlande vor zweiter Runde Einschränkungen

Die Niederlande stehen vor einer neuen Runde von Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Für 19:00 Uhr ist eine Pressekonferenz von Ministerpräsident Mark Rutte und Gesundheitsminister Hugo de Jonge angesetzt. Der staatliche Sender NOS berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass es zu Café- und Restaurantschließungen kommen soll. Außerdem solle der Alkoholverkauf am Abend verboten werden. Menschen ab 18 Jahren dürften bis auf weiteres keine Mannschaftssportarten mehr ausüben. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel solle auf notwendige Fahrten beschränkt werden. Private Einladungen würden auf drei Personen pro Haushalt begrenzt. Die Vorgaben sollen zunächst für zwei Wochen gelten, wie der Sender berichtet. Am Montag hatten die Behörden den Rekordwert von fast 7.000 neuen Positiv-Tests bekanntgegeben. Das sind viel mehr als im deutlich größeren Deutschland.

13.10.2020, 10:26 Uhr – RKI: Keine schnelle Normalität mit Impfstoff

Das Robert-Koch-Institut glaubt nicht, dass mit Verfügbarkeit eines Impfstoffs eine schnelle Rückkehr zur Normalität möglich wird. In einem neuen Strategiepapier bezeichnen die RKI-Experten die Impfung zwar als „wichtigen Teil der Pandemiebekämpfung“. Das allein werde aber nicht ausreichen, da der oder die Impfstoffe anfangs nur in begrenzten Mengen verfügbar sein werden. Daher seien dann auch Vorgaben wie Abstandhalten, Maskentragen und die Verlegung von Freizeitaktivitäten nach draußen weiterhin erforderlich.

13.10.2020, 9:07 Uhr – Bild: Merkel zitiert Ministerpräsidenten nach Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ministerpräsidenten der Länder nach einem Bericht der Bild-Zeitung für die Konferenz morgen nach Berlin zitiert. Zum ersten Mal seit sieben Monaten werden sich die Kanzlerin und die Länderchefs auf Merkels Wunsch zu einem „physisches Präsenzformat“ treffen. Das letzte Mal hat sich die Runde persönlich getroffen, als am 12. März der Shutdown beschlossen wurde.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) habe in einer Videokonferenz mit den Staatskanzleichefs die Notwendigkeit physischer Anwesenheit mit der dramatischen Infektionslage in Deutschland begründet. Man müsse eine offene Debatte führen, die „historische Dimensionen“ haben könne, wird Braun laut Teilnehmern in Bild zitiert.

13.10.2020, 7:49 Uhr – Trump: USA haben sich großartig von Pandemie erholt

US-Präsident Donald Trump hat die Corona-Pandemie bei seinem ersten großen Wahlkampfauftritt nach seiner eigenen Corona-Infektion als überwunden dargestellt. „Kein Land in der Welt hat sich so erholt, wie wir uns erholt haben“, behauptete Trump in Sanford in Florida. Hunderte Menschen in den USA sterben weiterhin jeden Tag mit dem Virus. „Unter meiner Führung werden wir einen sicheren Impfstoff liefern und eine schnelle Erholung, wie es niemand glauben kann“, erzählte der Präsident weiter.

Seine Stimme war etwas kratzig, ansonsten schien er bei guter Gesundheit zu sein. Er selbst erklärte sich als „immun“. Die USA gehören zu den weltweit am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern.

13.10.2020, 7:03 Uhr – Wieder mehr als 4.000 Neuinfektionen in Deutschland

Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen wieder mehr als 4.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4.122. Am Donnerstag hatte die Anzahl neuer Infektionen mit 4.058 erstmals seit April die 4.000er-Grenze überschritten. Am Samstag waren es sogar 4.721 neu nachgewiesene Fälle.

13.10.2020, 2:33 Uhr - Längere Weihnachtsferien wegen Corona?

Unionspolitiker schlagen vor, wegen des Coronavirus die Weihnachtsferien zu verlängern. Das könne Schülerinnen und Schüler vor dem Virus schützen, sagte der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Christoph Ploß der Zeitung "Bild". Es solle über zwei bis drei Wochen längere Weihnachtsferien nachgedacht werden. Die Ferien im Sommer könnten seiner Ansicht nach entsprechend gekürzt werden. Ähnlich äußerte sich der CSU-Abgeordnete Stephan Pilsinger.

13.10.2020, 2:22 Uhr - Diskussion über Beherbergungsverbot geht weiter

In der Politik wird weiter über das Beherbergungsverbot für Menschen aus deutschen Risikogebieten diskutiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert dabei eine einheitliche Linie. Ansonsten untergrabe das die Akzeptanz, sagte Spahn bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Auch die deutschen Städte und Gemeinden fordern gleiche Regeln bundesweit. Der Städte und Gemeindebund zeigte in der "Rheinischen Post" Verständnis dafür, wenn Reisende aus Risikogebieten einen negativen Coronatest vorweisen müssen. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hingegen teilte der "Saarbrücker Zeitung" mit, das Beherbergungsverbot sei unverhältnismäßig und damit rechtswidrig.

13.10.2020, 0:36 Uhr - Trump negativ auf Corona-Virus getestet

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Leibarztes negativ auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests an aufeinanderfolgenden Tagen seien negativ ausgefallen, hieß es in einer Mitteilung. Trump hatte am 2. Oktober bekannt gegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Wegen der Erkrankung wurde er drei Tage lang in einem Militärkrankenhaus behandelt.

12.10.2020, 20:46 Uhr - Proteste gegen Corona-Politik in Spanien

In mehreren spanischen Städten haben Menschen gegen den Umgang ihrer Regierung mit Corona demonstriert. Sie bildeten Auto-Korsos, schwenkten Nationalflaggen und forderten den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sanchez. Die hatte am Freitag den Ausnahmezustand ausgerufen. Zwei Wochen lang gelten für die Menschen in Madrid und acht angrenzenden Städten teilweise Ausgangssperren: Sie dürfen die Städte nicht verlassen, sich aber frei darin bewegen.

12.10.2020, 19:35 Uhr – Innenministerium schließt Grenzschließungen zu Nachbarländern nicht aus

Das Bundesinnenministerium denkt anscheinend wieder über Grenzschließungen zu Nachbarländern nach. Ein Sprecher hat gesagt, dass das zwar vermieden werden soll – es könne aber nicht ausgeschlossen werden. Auch in den an Deutschland grenzenden Ländern nehmen die Corona-Neuinfektionen zum Teil stark zu, in Frankreich waren es zuletzt über 25.000 am Tag.

12.10.2020, 17:35 Uhr – Rheinland-Pfalz verzichtet vorerst auf Beherbergungsverbot

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Urlauber aus deutschen Corona-Risikogebieten tritt morgen in Rheinland-Pfalz doch nicht in Kraft. Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit. Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass Hotels und Pensionen keine Urlaubsgäste aus Corona-Hotspots innerhalb Deutschlands aufnehmen dürfen, es sei denn sie hätten einen aktuellen, negativen Coronatest.

12.10.2020, 16:30 Uhr – In Ischgl sind Fehler und Fehleinschätzungen passiert

Wie konnte sich der österreichische Ski-Ort Ischgl zu einem Corona-Hotspot in Europa entwickeln? Das hat eine Expertenkommission untersucht und ihre Ergebnisse vorgestellt.

Das sagt die Expertenkommission Beim Corona-Ausbruch in Ischgl sind schwere Fehler gemacht worden

Bei dem großen Coronavirus-Ausbruch im österreichischen Skiort Ischgl haben die verantwortlichen Behörden schwere Fehler gemacht. Das sagt eine Expertenkommission. Ischgl gilt als einer der Orte, von dem aus sich das Virus über Europa verbreitet hat.  mehr...

12.10.2020, 15:01 Uhr – Frankfurter Buchmesse doch komplett ohne Publikum

Die Frankfurter Buchmesse wird in diesem Jahr auf dem Messegelände nun doch völlig ohne Besucher stattfinden. Grund seien steigende Corona-Infektionszahlen in Frankfurt am Main und bundesweit, teilten die Veranstalter mit.

12.10.2020, 14:06 Uhr – Mehr als 7.000 Straftaten mit Corona-Bezug in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind mehr als 7.000 Straftaten mit Bezug zur Corona-Pandemie registriert worden. Darunter seien über 1.000 mutmaßliche Fälle von Subventionsbetrug mit Hilfe von Fake-Seiten, sagte der Chef des NRW-Landeskriminalamts der Deutschen Presse-Agentur. Mit den Seiten waren im Internet Daten von Unternehmen abgezweigt worden, um die Coronahilfe umzuleiten.

Es gebe aber auch Bereiche, in denen die Pandemie zu einem deutlichen Rückgang der Straftaten geführt habe, etwa bei Wohnungseinbrüchen und Taschendiebstählen.

12.10.2020, 12:03 Uhr – Hausärzte warnen wegen Reise-Beschränkungen vor Chaos

Die innerdeutschen Reise-Beschränkungen führen dem Hausärzteverband zufolge zu einer Verschwendung von Ressourcen. Die Praxen seien mit der Versorgung ihrer Patienten voll ausgelastet, doch führten die Regelungen dazu, dass in der Ferienzeit nun auch Reisende um schnelle Corona-Tests nachsuchten, sagt der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. Dadurch steige das Ansteckungsrisiko in den Praxen, zudem gebe es kaum Kapazitäten für die Tests. Dabei würden diese vor allem für Risikopatienten und Mitarbeiter des Gesundheitswesens gebraucht. „Es braucht dringend einheitliche Bund-Länder-Strategien, insbesondere zum Umgang mit Hotspots und Testungen“, fordert Weigeldt.

12.10.2020, 11:03 Uhr – Städtebund: Ohne Kontaktverfolgung läuft Corona aus dem Ruder

Großstädte sind die Hauptquelle der Corona-Verbreitung – so sieht das Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. „Wenn wir irgendwann zu dem Punkt kommen, dass wir die Infektionsketten nicht mehr nachvollziehen können, dann läuft das Infektionsgeschehen aus dem Ruder“, sagte Landsberg dem SWR. Deshalb gebe es das Angebot des Bundes, Bundeswehrsoldaten bei der Kontaktermittlung einzusetzen.

In Großstädten lebten Menschen eng zusammen, dort gebe es auch die berühmten Partyszenen, erläuterte sagte Landsberg. Entwicklungen im ländlichen Raum wie im Eifelkreis Bitburg-Prüm wiesen allerdings darauf hin, dass sich das Infektionsgeschehen auch über die Großstädte hinaus verstärken könnte. Noch seien die Städte in der Lage, die Kontakte Infizierter zu verfolgen. Um das weiterhin zu ermöglichen, sollten zusätzlich beispielsweise Medizinstudenten oder Verwaltungsangestellte eingesetzt werden, sagte Landsberg.

12.10.2020, 10:59 Uhr – Ministerpräsident: Lokale Lockdowns in Frankreich möglich

Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex schließt lokale Lockdowns nicht aus. Nichts dürfe ausgeschlossen werden, sagt Castex dem Radiosender Franceinfo. Das Land sei mit einer starken zweiten Infektionswelle konfrontiert.

12.10.2020, 10:11 Uhr – GB-Kultusminister: Weitere Beschränkungen nötig

In Großbritannien sind nach Worten von Kulturminister Oliver Dowden weitere Beschränkungen notwendig. „Der Zweck dieser Maßnahmen ist es, das Virus unter Kontrolle zu bringen“, sagt Dowden dem Sender Sky. Er hoffe, dass das bis Weihnachten oder sogar früher gelingen werde. Die Gefahr der Virus-Ausbreitung ist Dowden zufolge in Kneipen, Restaurants und Nachtclubs besonders hoch.

12.10.2020, 9:17 Uhr – Ifo-Institut: Frühjahreszahlen nicht mit den jetzigen vergleichbar

Die steigende Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland ist nach Berechnungen des Ifo-Instituts auf mehr Ansteckungen zurückzuführen, aber auch auf zusätzliche Tests. „Die Zahlen vom Oktober können nicht direkt mit denen vom April verglichen werden“, sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Deshalb sollten Politik und Wirtschaft weder mit zu rigiden Beschränkungen noch mit zu laxen Maßnahmen reagieren. Nötig seien Beschränkungen, die wirtschaftliche Aktivität ermöglichen, statt sie zu verhindern. „Wäre im April so viel getestet worden wie heute, dann wären damals auf dem Höhepunkt gut 10.000 Fälle mehr entdeckt worden.“

12.10.2020, 7:24 Uhr – Giffey: Bei jungen Menschen mehr für Corona-Regeln werben

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) spricht sich dafür aus, vor allem bei jungen Menschen stärker für die Corona-Regeln zu werben. Es gehe darum, für die Gefahren des Virus zu sensibilisieren und den Dialog zu suchen, sagte Giffey in der ARD. Bei „massiven Verstößen“ müsse es aber ein konsequentes Vorgehen geben. „Ich glaube, dass wir wieder zurückkehren zu einer Unbeschwertheit, aber da sind wir noch nicht“, sagte sie. „Es ist jetzt nicht die Zeit für große Partys.“

12.10.2020, 5:15 Uhr – Fast 2.500 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2.467 Neuinfektionen in Deutschland. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle binnen 24 Stunden auf 325.331. Die Zahl der an oder mit dem Virus verstorbenen Menschen klettert um sechs auf 9.621. Zuletzt waren mehrere Tage in Folge jeweils mehr als 4.000 neue Infektionsfälle registriert worden. Allerdings fallen die Daten am Wochenende häufig niedriger aus als während der Woche, da die Gesundheitsämter dann oft nicht alle Daten an das RKI übermitteln.

12.10.2020, 4:45 Uhr – Millionen-Metropole will in einer Woche alle Bewohner testen

In der chinesischen Metropole Qingdao sollen Regierungsangaben zufolge innerhalb von fünf Tagen alle rund neun Millionen Bewohner auf Covid-19 getestet werden. Die Stadt verzeichnet in den vergangenen 24 Stunden sechs neue sowie sechs asymptomatische Fälle. Die meisten Infektionen sind im Zusammenhang mit dem Qingdao Chest Hospital aufgetreten, das infizierte Rückkehrer nach China behandelt.

12.10.2020, 4:17 Uhr – Coronaviren überleben länger als Grippeviren

Sars-CoV-1-Viren können auf glatten Oberflächen länger überleben als Grippeviren. Das ist in einer Studie der australischen Forschungseinrichtung Csiro herausgekommen. Der Covid-19-Erreger könne bei 20 Grad bis zu 28 Tage beispielsweise auf Banknoten oder Glas ansteckend bleiben, heißt es in der im Virology Journal veröffentlichten Studie. Der Grippe-Erreger Influanza-A überlebe im Vergleich 17 Tage.

12.10.2020, 4:10 Uhr - Städtebund: Corona-Kontrollen durch Privatfirmen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich dafür ausgesprochen, die Einhaltung der Corona-Regeln von privaten Sicherheitsfirmen kontrollieren zulassen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Bild"-Zeitung, die Kontrollen seien nötig. Die Ordnungsämter hätten aber dafür nicht genug Personal. Deshalb müssten Privatfirmen hinzugezogen werden. Der juristische Aufwand dafür in den Ländern sei gering. Die Kosten schätzt Landsberg auf etwa eine Milliarde Euro.

12.10.2020, 2:10 Uhr - Bund und Länder debattieren Beherbergungsverbote

Über die Beherbergungsverbote vieler Bundesländer soll bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch noch einmal beraten werden. Das hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Abend im ZDF angekündigt. Die Beherbergungsverbote machten keinen Sinn, kritisierte Müller. Hunderttausende Pendler begegneten sich täglich im Einzelhandel, im Nahverkehr und auf Arbeit. Gegenwärtig dürfen Menschen aus Orten mit hohen Infektionszahlen nur dann beherbergt werden, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können.

11.10.2020, 19:02 Uhr – Kanzleramtschef Braun verteidigt schärfere Einschränkungen

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verteidigt schärfere Einschränkungen. Die Bundesregierung wolle, dass die Wirtschaft weiterlaufe und dass Schulen und Kindergärten offen blieben, damit das Land gut durch die Krise komme, sagte Braun in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Und deshalb müssen wir da, wo die Infektionsketten sich hauptsächlich ausbreiten, nämlich bei Feiern und eben leider auch beim Reisen, etwas strenger sein."

Auch das Beherbergungsverbot verteidigte er. Braun sagte, Mecklenburg-Vorpommern gebe es im Schnitt fünf Corona-Neuansteckungen und Berlin über 60. Da sei es klar, dass jeder sich schützen wolle. Es handle sich um eine unvermeidliche Notfallmaßnahme, so der CDU-Politiker. Wirtschaftsverbände laufen Sturm gegen das Beherbergungsverbot. Der Industrie- und Handelskammertag sprach von unkoordinierten Regeln, die nur für Verunsicherung sorgten.

11.10.2020, 17:30 Uhr – Spanische Regionen Katalonien und Navarra verschärfen Corona-Maßnahmen

Die spanischen Regionen Katalonien und Navarra verschärfen ihre Corona-Maßnahmen. In Katalonien sollen Firmen ihre Mitarbeiter auffordern, für die kommenden 15 Tage von zuhause aus zu arbeiten. „Ohne neue Maßnahmen könnten wir in zwei oder drei Wochen in die Lage von Madrid gelangen“, sagt der Gesundheitsminister der autonomen Region, Josep Maria Argimon. Madrid gilt als einer der größten Corona-Hotspots in Europa. Seit Freitag gilt dort der Notstand. In der nordspanischen Region Navarra sollen Treffen von mehr als sechs Personen verboten werden, Restaurants müssen ihre Gästekapazität halbieren und um zehn Uhr abends schließen.

11.10.2020, 17:20 Uhr – Auch Mainz reißt Corona-Wert

Auch Mainz hat jetzt den Corona-Grenzwert überschritten. Das hat das rheinland-pfälzische Sozialministerium mitgeteilt. Die Stadt hat in den vergangenen Tagen schon Einschränkungen beschlossen, etwa ein nächtliches Alkoholverbot. Weitere Corona-Regeln hat die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt erst mal nicht angekündigt.

64 Fälle pro 100.000 Einwohner Mainzer Corona-Warnampel steht bald auf Rot

Die Corona-Zahlen in Mainz steigen weiter deutlich an. Es gibt jetzt 64 Fälle pro 100.000 Einwohner. Deshalb will die Stadt am Nachmittag neue Maßnahmen bekannt geben.  mehr...

11.10.2020, 17:01 Uhr – Ab Mittwoch Maskenpflicht in Stuttgarter Innenstadt

Wegen der steigenden Infektionszahlen in Stuttgart hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) weitere Beschränkungen angekündigt. Ab Mittwoch soll in der Innenstadt eine Maskenpflicht auch im Freien gelten. Der Unterrichtsbeginn von Schulen wird entzerrt, damit Busse und Bahnen nicht so voll sind. Neue Regeln kommen auch für Feiern. In privaten Räumen dürfen nur noch zehn Menschen teilnehmen, in öffentlichen und angemieteten Gebäuden 15. Kuhn sagte, man müsse jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen wieder runter zu bekommen. Nur so könnten Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offenbleiben.

Neuinfektionen in der Landeshauptstadt Corona-Hotspot Stuttgart: Hilfe der Bundeswehr angefordert, neue Beschränkungen angekündigt

Die Stadt Stuttgart ist am Samstag durch eine hohe Zahl an Neuinfektionen zum Corona-Hotspot geworden. Voraussichtlich ab Mittwoch werden stärkere Einschränkungen in Kraft treten. Am Sonntag stiegen die Zahlen erneut.  mehr...

11.10.2020, 16:05 Uhr - Laschet: Maximal 50 Personen bei privaten Feiern

Auch in Nordrhein-Westfalen steigen die Infektionszahlen weiter. Viele Städte und Kreise überschreiten die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, darunter auch Köln und Essen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte deswegen nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts an, dass private Feiern in Gaststätten überall im Land auf maximal 50 Menschen beschränkt werden sollen. In den Hotspots sollen sich nur noch fünf Personen gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten dürfen. Laschet sprach sich außerdem für mehr bundeseinheitliche Regeln im Kampf gegen das Corona-Virus aus.

11.10.2020, 14:53 Uhr – Mediziner: Großbritannien „am Wendepunkt“

Großbritannien steht im Kampf gegen die Virus-Pandemie am Wendepunkt, sagt Englands stellvertretender Chefmediziner Jonathan Van Tam. Die Verbreitung von Covid-19 verlagere sich in den am schlimmsten betroffenen Gebieten nun von den jüngeren Altersgruppen der Erwachsenen auf ältere Menschen. Und „so wie die Nacht auf den Tag folgt, wird nun auch die Zahl der Todesfälle zunehmen“, warnt der Epidemiologe. „In unserem nationalen Kampf gegen Covid-19 befinden wir uns an einem ähnlichen Wendepunkt wie im März. Aber wir können verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt, wenn wir alle jetzt handeln.“

11.10.2020, 13:00 Uhr – Großbritannien will lokale Beschränkungen verstärken

Die britische Regierung will im Kampf gegen das Corona-Virus lokale Beschränkungen verstärken. „Zusätzlich zu den einfachen Grundregeln, die für das ganze Land gelten, entwerfen wir einen Rahmen für die Orte, die stark vom Virus betroffen sind“, sagt Wohnungsbauminister Robert Jendrick dem Sender Sky News. Man strebe eine möglichst enge Arbeitsbeziehung zwischen der Zentralregierung in London und den Kommunalverwaltungen an. Konkreter will sich Jendrick allerdings nicht zu den Maßnahmen äußern, die Premierminister Boris Johnson voraussichtlich am Montag vorstellt. Der Chef des Stadtrats von Manchester, Richard Leese, sagte im Times Radio, dass es derzeit eine „große Kluft“ gebe „zwischen uns und der Regierung“.

11.10.2020, 9:25 Uhr – Essen übersteigt kritische 50er-Marke

Die Stadt Essen hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die knapp 600.000 Einwohner große Ruhrgebietsstadt mit 57,3 an. In Essen gelten nun unter anderem strenge Grenzen für Partys.

11.10.2020, 8:47 Uhr – Indien knackt Sieben-Millionen-Marke

In Indien ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf über sieben Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 74.383 Neuinfektionen registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 918 auf 108.334 zu. Indien verzeichnet nach den USA die meisten Ansteckungsfälle weltweit, bei den Todesfällen liegt das Land hinter den USA und Brasilien. Innerhalb von nur 13 Tagen stieg in Indien die Zahl der Infektionsfälle um eine Million.

11.10.2020, 7:25 Uhr – Fast acht Millionen Infizierte in den USA

In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden einer Reuters-Erhebung zufolge mindestens 52.209 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle damit auf 7,75 Millionen. 592 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 214.375.

11.10.2020, 7:01 Uhr – US-Präsident Trump offenbar nicht mehr ansteckend

Zehn Tage nach seinem positiven Corona-Test ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend. Das habe ein Test am Samstag gezeigt. Der Präsident erfülle jetzt alle Voraussetzungen, um die geltenden Isolationsregeln komplett aufzuheben, so der Mediziner.

Trump war kurz zuvor zum ersten Mal seit seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus öffentlich aufgetreten. Von einem Balkon des Weißen Hauses sprach er vor hunderten Anhängern. Eine Atemschutzmaske trug Trump dabei nicht. Die Rede dauerte 20 Minuten - deutlich kürzer als sonst bei solchen Anlässen. Trumps Wahlkampfteam kündigte für die nächsten Tage große Wahlkampfauftritte in Florida, Pennsylvania und Iowa an.

11.10.2020, 4:21 Uhr – Mehr als 150.000 Corona-Tote in Brasilien

Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien ist auf über 150.000 gestiegen. 150.198 Patienten seien im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus kletterte unterdessen auf über fünf Millionen. Weltweit liegt das größte Land Lateinamerikas bei den Todesopfern damit an zweiter Stelle nach den USA und bei den Infektionen an dritter Stelle hinter den USA und Indien. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften allerdings weit höher liegen. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bislang bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind.

11.10.2020, 1:45 Uhr – Söder will härtere Strafen für Maskenverweigerer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert bundesweit höhere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln. In mehreren Zeitungsinterviews sagte der CSU-Politiker, er halte für Verstöße gegen die Maskenpflicht ein einheitliches Bußgeld in Höhe von 250 Euro für sinnvoll. In Bayern gilt dieser Satz bereits. Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte Söder: „Das ständige Kleinreden der Herausforderung hat leider Wirkung. Die Geduld und die Mitmachbereitschaft der Bevölkerung sind dadurch gesunken.“ Corona sei genauso gefährlich wie im Frühjahr. „Und wenn wir jetzt nicht rasch umsteuern, kann dieselbe Entwicklung wie in Frankreich oder Spanien mit explodierenden Zahlen und nicht mehr beherrschbaren Fällen eintreten“, warnte der CSU-Chef.

11.10.2020, 1:05 Uhr – Fast 27.000 neue Corona-Fälle in Frankreich

In Frankreich haben sich binnen 24 Stunden 26.896 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionen macht damit am Samstag im Vergleich zum Vortag noch mal einen deutlichen Sprung nach oben. Am Freitag wurden 20.339 Neuinfektionen gemeldet. Die Corona-Lage in Frankreich ist damit weiter sehr angespannt. In mehreren Städten mussten Bars und gastronomische Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für vorerst zwei Wochen schließen. Betroffen sind Paris, Lyon, Lille und Marseille. Auch in Österreich, den Niederlande, Polen und Tschechien wurden so viele neue Corona-Fälle wie noch nie gemeldet.

10.10.2020, 19:31 Uhr – Corona-Infektion auf Sylt: Superspreader-Event befürchtet

Kein ruhiges Wochenende für die Gesundheitsbehörden des Landkreises Nordfriesland in Schleswig-Holstein: Bei der Suche nach Kontaktpersonen eines positiv auf das Coronavirus getesteten Mannes stellte sich heraus, dass er vor wenigen Tagen auch ein Lokal in Westerland auf Sylt besucht hat. Dort sind womöglich Abstands- und Hygieneregeln nicht richtig eingehalten worden. Die Betreiber des Lokals konnten nur unvollständige und größtenteils fehlerhafte Kontaktdatenlisten vorlegen.

Das Gesundheitsamt in Husum bittet daher dringend alle Personen sich zu melden, die sich in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 2020 ab 23.30 Uhr in dem Lokal American Bistro in der Paulstraße in Westerland aufgehalten haben. "Diese Party könnte ein Superspreader-Ereignis werden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir alle Beteiligten schnellstmöglich erreichen", erklärte Nina Rahder, Leiterin des Fachbereichs Sicherheit, Gesundheit und Veterinärwesen der Kreisverwaltung Nordfriesland.

10.10.2020, 19:30 Uhr – Bericht: Zehntausende verlassen Madrid

In Spanien haben viele Menschen eine kurze Unterbrechung der Abriegelung der Hauptstadt Madrid genutzt und den Corona-Hotspot verlassen. Die Regierung hatte die Stadt und acht weitere Gemeinden im Umland weitgehend abgeriegelt, weil die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark angestiegen war. Am Donnerstagnachmittag hatte ein Gericht die Abriegelung allerdings für rechtswidrig erklärt. Bevor die Regierung Madrid auf anderer Rechtslage erneut abriegeln konnte, haben laut der Zeitung La Vanguardia knapp 80.000 Fahrzeuge die Stadt verlassen. Allerdings sei die Zahl der registrierten Fahrzeuge nur halb so hoch wie in den Vorjahren gewesen – am Montag ist ein spanischer Feiertag.

10.10.2020, 19:10 Uhr – Stadt Stuttgart überschreitet kritische 50er-Marke

Die Stadt Stuttgart hat die kritische Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Landeshauptstadt liegt bei 50,5, wie das Landesgesundheitsamt (Stand: 16 Uhr) mitteilte. Insgesamt ist die Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg weiter gestiegen: um 520 auf 53.853 Fälle seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 2 auf insgesamt 1.902. Als genesen gelten 284 weitere und damit insgesamt 46.054 Menschen. Damit sind 5.898 Personen im Land akut mit Corona infiziert. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt für Baden-Württemberg bei 25,8 (gestern: 23,6).

10.10.2020, 17:43 Uhr – Corona-Lage in Deutschlands Nachbarländern verschärft sich

Die Corona-Lage in Deutschlands Nachbarländern verschärft sich. In den Niederlanden haben die Behörden 6.500 Neuinfektionen gemeldet – mehr als je zuvor. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und Intensivstationen steigt seit Tagen. Vergangene Woche wurden in den Niederlanden im Schnitt 16 Tote am Tag gemeldet. Auch in Polen hat das Gesundheitsministerium einen Rekordwert gemeldet: 5.300 neue Ansteckungen in den letzten 24 Stunden. In Österreich, Tschechien und Frankreich stiegen die Zahlen ebenfalls stark an.

10.10.2020, 14:53 Uhr – Eifelkreis Bitburg-Prüm erreicht kritischen Wert

In Rheinland-Pfalz hat der Eifelkreis Bitburg-Prüm den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, teilte die Kreisverwaltung mit. Nach zwei privaten Feiern sei es zu zahlreichen Coronainfektionen gekommen. Den Bürgern wird geraten, auch draußen eine Maske zu tragen. Wird der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, müssten im Eifelkreis weitere Maßnahmen ergriffen werden. Das ist in mehreren Großstädten in Deutschland mittlerweile der Fall. Köln, Frankfurt und Berlin gelten als Corona-Risikogebiete.

10.10.2020, 14:17 Uhr – Bericht: US-Regierung verhinderte Maskenpflicht in Verkehrsmitteln

Die US-Regierung hat einem Bericht der New York Times zufolge eine Anordnung zur Maskenpflicht in allen öffentlichen und kommerziellen Verkehrsmitteln verhindert. Die von der Gesundheitsbehörde CDC vorbereitete Regelung sollte in Bussen, Zügen, U-Bahnen und Flugzeugen sowohl für Passagiere als auch Bedienstete gelten, wie die Zeitung erläuterte. US-Präsident Donald Trumps Regierung habe den Vorschlag der Behörde aber abgelehnt. Die Anordnung einer Maskenpflicht sei Sache der Bundesstaaten und Kommunen, wurde ein Vertreter des Weißen Hauses zur Begründung zitiert.

Die praktische Relevanz der Blockade des Weißen Hauses dürfte sich aber in Grenzen halten, denn in den meisten Verkehrsmitteln und öffentlichen Gebäuden gibt es eine Maskenpflicht - auch wenn es dazu keine einheitliche Regelung für alle 50 Bundesstaaten gibt.

10.10.2020, 14:12 Uhr – Hamburg verschärft Maskenpflicht

Ab Montag wird in Hamburg die Maskenpflicht verschärft. In öffentlichen Gebäuden und in Gastronomiebetrieben müsse grundsätzlich ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Auf öffentlichen Plätzen mit starkem Menschenandrang und auf Demonstrationen werde ebenfalls eine Maskenpflicht gelten. Senatssprecher Marcel Schweitzer kündigte an, im Internet werde eine Karte mit den jeweils betroffenen Straßen und Plätzen zu sehen sein.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erklärte, der Senat wolle schärfere Maßnahmen wie Sperrstunden nach Möglichkeit vermeiden. Die Gastronomie sei aber ein Bereich, in dem sich besonders viele Menschen ansteckten.

10.10.2020, 13:11 Uhr – Machthaber Kim: Kein Corona in Nordkorea

Nach Angaben von Machthaber Kim Jong Un gibt es in Nordkorea bislang keine Corona-Fälle. Er sei dankbar, dass sich keine Nordkoreaner infiziert hätten, sagte Kim bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede zum 75. Gründungstag der herrschenden Arbeiterpartei. Angaben der kommunistischen Staatsführung lassen sich nicht überprüfen. Das Land ist international weitgehend abgeschottet.

Die Corona-Pandemie hatte vermutlich in China ihren Ursprung - einem Nachbarland Nordkoreas. Allerdings haben nur sehr wenige Nordkoreaner Kontakt zu Menschen aus anderen Ländern.

10.10.2020, 11:14 Uhr – NRW will kostenfreie Corona-Tests für Urlauber aus Hotspots

Das Land Nordrhein-Westfalen will in den Herbstferien kostenlose Testmöglichkeiten für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten ermöglichen. Das Gesundheitsministerium habe gestern einen entsprechenden Erlass an die Kommunen versendet, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

Wer aus einer Region komme, in der der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erreicht oder überschritten sei und für eine innerdeutsche Reise einen negativen Test brauche, solle sich kostenfrei testen lassen können. Die Laborkosten werden aus dem Gesundheitsfonds des Bundes übernommen, das Land trägt die Abstrichkosten der Ärzte, hieß es weiter.

10.10.2020, 9:41 Uhr – Kretschmann rät von allen Reisen ab

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Bürgern nahe gelegt, angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen auf den Urlaub im Herbst zu verzichten. Vielleicht sollten die Bürger in den Herbstferien nicht groß in der Gegend herumreisen. Weder im Inland, noch im Ausland - und schon gar nicht in Risikogebiete, sagte der Grünen-Politiker im Interview mit der Heilbronner Stimme, dem Mannheimer Morgen und dem Südkurier. Weil die Infektionszahlen in Berlin so hoch seien, sei er am Freitag auch nicht zur Bundesratssitzung gereist.

10.10.2020, 7:40 Uhr – Köln überschreitet Warnstufe

Die Stadt Köln hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt am Samstag mit 54,8 an. In Köln gelten nun unter anderem ein nächtliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen.

10.10.2020, 4:50 Uhr – Polen: Maskenpflicht im Freien tritt in Kraft

Wegen der steigenden Corona-Zahlen tritt heute in Polen eine Pflicht zum Maskentragen auch im Freien in Kraft. In 38 besonders stark betroffenen Gemeinden gelten dann zudem weitere Beschränkungen für Veranstaltungen und Familienfeiern. Die Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus waren in Polen zuletzt rapide gestiegen; landesweit wurden seit Pandemie-Beginn mehr als 110.000 Ansteckungen gezählt.

10.10.2020, 3:05 Uhr – Chef der Arbeitsagentur: Jobmarkt läuft erstaunlich gut

Trotz Corona-Krise rechnet der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, nicht mit einer deutlichen Erhöhung der Arbeitslosigkeit. Der Arbeitsmarkt überstehe die Pandemie erstaunlich gut, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bisher hätten 150.000 Menschen wegen Corona ihren Arbeitsplatz verloren. Das sei für jeden Betroffenen schlimm, aber bei 33,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kein „Erdrutsch“. So lange die Infektionszahlen nicht massiv hochschnellten, werde die Politik lokal eingreifen und nicht mehr flächendeckend. Das werde der Arbeitsmarkt aushalten.

10.10.2020, 1:20 Uhr – Jetzt fast 150.000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 27.444 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 5,055 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 682 auf 149.639 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

10.10.2020, 00:10 Uhr – WHO meldet Tagesrekord an Neuinfizierten in Europa und weltweit

Die Weltgesundheitsorganisation WHO registriert in Europa zum ersten Mal mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Allein Frankreich meldet mit mehr als 20.0000 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Es wurden 62 neue Todesfälle gezählt.

Auch in anderen europäischen Ländern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen zum Teil wieder deutlich - vielerorts werden deshalb die Maßnahmen verschärft. So gilt zum Beispiel in Polen und Italien eine generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. In Spanien hat die Regierung für die Hauptstadt Madrid am Nachmittag den Notstand verhängt. Auch weltweit meldete die WHO einen Tagesrekord von 350.766 Neufinizierten.

9.10.2020, 16:12 Uhr – Schweiz erklärt deutsche Städte erstmals zu Risikogebieten

Die Schweiz hat erstmals deutsche Städte zu Risikogebieten erklärt. Wer aus Berlin oder Hamburg in die Schweiz reisen will, muss dort für zehn Tage in Quarantäne. Die Bestimmung soll ab Montag gelten.

9.10.2020, 15:04 Uhr – Merkel und OBs größter deutschen Städte haben sich getroffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) haben eindringlich an die Menschen appelliert, sich in der zugespitzten Corona-Krise vernünftig zu verhalten. Merkel sagte nach einem Gespräch mit Oberbürgermeistern größerer Städte, an den Ballungsräumen werde man sehen, ob das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten sei. Ziel sei es, einen allgemeinen Lockdown wie im Frühjahr zu verhindern. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland lag auch heute wieder über 4.000. Kretschmann sagte im SWR, man stehe an einer Wegscheide - die Lage sei ernst. Nun komme es auf jeden einzelnen an, durch sein Verhalten die zweite Corona-Welle aufzuhalten. Die Rede Kretschmanns wird um 19.55 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt.

Neue Beschränkungen? Was Merkel mit den Stadtoberhäuptern besprochen hat

In den Großstädten steigen die Corona-Zahlen gerade besonders. Deshalb hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Oberbürgermeistern der größten Städte Deutschlands besprochen. Die Bilanz: Wenn die Zahlen nicht rasch sinken, soll es neue Beschränkungen geben.  mehr...

9.10.2020, 12:17 Uhr – Merkel will kommende Woche mit Ministerpräsidenten sprechen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich wegen der stark steigenden Infektionszahlen in der nächsten Woche wieder mit den Ministerpräsidenten der Länder austauschen. Die Konferenz sei für Mittwoch vorgesehen, sagt Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Eine Schließung von Schulen und Kitas müsse verhindert werden. „Unser Ziel ist es, soviel wie möglich vom öffentlichen und privaten Leben aufrecht zu erhalten.“

9.10.2020, 11:01 Uhr – Charité: Immer mehr Corona-Patienten

Die Berliner Klinik Charité muss nach Angaben ihres Chefs Heyo Kroemer immer mehr Corona-Patienten aufnehmen. Auch die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Patienten steige. Nach einer stabilen Phase im Sommer beobachte man seit zwei Wochen einen starken Anstieg der Zahlen von Corona-Erkrankten – darunter seien auch schwer erkrankte Patienten. Die Entwicklung hinke um rund zwei Wochen hinter der etwa in Paris hinterher, wo Krankenhäuser wieder stark belastet seien.

9.10.2020, 9:38 Uhr – Braun: Keine Reisen aus Risikogebieten in den Herbstferien

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) ruft wegen der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen Menschen aus deutschen Risikogebieten auf, in den Herbstferien auf Reisen zu verzichten. „Sowohl die Länder als auch die Bundesregierung appellieren eindringlich an die Menschen aus Risikogebieten, Reisen in diesem Herbst nach Möglichkeit zu vermeiden“, sagte Braun Spiegel. Berlin und Frankfurt am Main gehören momentan zu den Risikogebieten.

9.10.2020, 9:02 Uhr – Mehrheit für Quarantäne für Rückkehrer aus innerdeutschen Risikogebieten

Eine klare Mehrheit der Deutschen ist dafür, dass sich Reisende bei der Rückkehr aus innerdeutschen Risikogebieten in Quarantäne begeben sollten. Im ZDF-„Politbarometer“ sind 64 Prozent der Befragten dieser Auffassung, 32 Prozent sprachen sich dagegen aus. Die aktuell geltenden staatlichen Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie halten 64 Prozent der Befragten für richtig. 23 Prozent fordern angesichts der wieder massiv ansteigenden Infektionszahlen darüber hinaus weitergehende Maßnahmen. Lediglich zwölf Prozent halten die geltenden Schutzmaßnahmen für übertrieben.

9.10.2020, 8:34 Uhr – Gemeindebund fordert einheitliche Corona-Maßnahmen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ruft die Bundesländer dazu auf, ihre Maßnahmen zur Corona-Eindämmung zu vereinheitlichen. Ansonsten leide die Akzeptanz in der Bevölkerung, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im ZDF. „Ich hätte mir schon gewünscht, dass da mehr an einem Strang gezogen wird.“ Landsbergs Worten zufolge ist nicht auszuschließen, dass bald jede deutsche Großstadt zum Risikogebiet wird. Er plädiert dafür, nicht nur die Gesundheitsämter, sondern auch die Ordnungsdienste zu stärken. Die verordneten Einschränkungen würden mitunter nicht konsequent genug kontrolliert.

9.10.2020, 7:40 Uhr – Merkel berät sich mit Großstadt-Oberbürgermeistern

Wegen der stark gestiegenen Corona-Zahlen berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitagmittag mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte über die Lage. An der Videokonferenz werden die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen, sagte ein Regierungssprecher. Die Corona-Entwicklung gerade in den Großstädten besorgt die Politik zunehmend. In Berlin und weiteren Städten wie Frankfurt und Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert bereits überschritten.

9.10.2020, 7:05 Uhr – Fast 57.000 Neuinfizierte in den USA in 24 Stunden

In den USA ist die Zahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, binnen 24 Stunden um mindestens 56.931 auf 7,63 Millionen gestiegen. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Mindestens 907 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf 212.819. Die USA sind sowohl bei den ausgewiesenen Ansteckungs- als auch bei den Todesfällen mit Abstand das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

9.10.2020, 6:50 Uhr – Zweiter Tag mit mehr als 4.000 Neuinfektionen

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge mehr als 4000 Neuinfektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 4.516 Ansteckungsfälle verzeichnet worden, teilt das RKI auf seiner Website mit. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 314.660 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um elf auf 9.589.

9.10.2020, 4:50 Uhr – 370 weitere Tote in Mexiko

Mexikos Gesundheitsministerium meldet 370 weitere Corona-Todesfälle. Insgesamt seien somit bislang 83.096 Menschen in dem Land im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt den Angaben zufolge um 5.300 auf 804.488.

9.10.2020, 2:12 Uhr – Spaniens Regierung droht Madrid mit Verhängung von Notstand

Die spanische Regierung fordert die Behörden der Hauptstadt Madrid auf, die vom Gesundheitsministerium angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus umzusetzen. Sollte dies nicht geschehen, würde der Notstand verhängt, um die Einhaltung des teilweisen Shutdowns auf diese Weise zu erzwingen. Am Donnerstag hatte ein Gericht in Madrid die Einschränkungen, die unter anderem ein Verbot von nicht notwendigen Reisen vorsehen, aufgehoben.

Virus-Pandemie Warum Corona Spanien so schwer trifft

In keinem europäischen Land sind die Infektionszahlen so hoch wie in Spanien. Experten im Land diskutieren intensiv darüber, was die Gründe sind und benennen gleich mehrere Mängel…  mehr...

9.10.2020, 00:10 Uhr – Frankreich ruft für fünf Städte höchste Alarmstufe aus

Frankreich hat für fünf weitere Städte die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. In Lille, Lyon, Grenoble und Saint Etienne ist die Zahl der neuen Infektionen innerhalb der letzten sieben Tage auf über 250 pro 100.000 Einwohner gestiegen. Dort dürfen Bars nicht mehr und Restaurants nur noch unter strikten Hygieneregeln öffnen. Im Großraum Paris sollen sich die Kliniken auf den Corona-Notfall vorbereiten und nicht unbedingt nötige Operationen verschieben.

Coronavirus-Pandemie Fast 19.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat innerhalb von 24 Stunden fast 19.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Präsident Macron bereitet Bevölkerung bereits auf "mehr Einschränkungen" vor.  mehr...

8.10.2020, 23:20 Uhr – WHO meldet weltweiten Rekordanstieg der Fallzahlen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet mit 338.779 die höchste Zahl von neuen Positiv-Tests seit dem Beginn der Epidemie. Die Zahl der Todesfälle sei um 5.514 angestiegen, heißt es auf der WHO-Website.

8.10.2020, 17:20 Uhr – Berlin und Frankfurt überschreiten kritische 50er-Marke

Berlin und Frankfurt haben den als problematisch definierten Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. In der Berlin sind im Schnitt 52,8 Neuinfektionen gemeldet worden, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung hervorgeht. In Frankfurt wurden bereits Einschränkungen wie ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und eine Ausweitung der Maskenpflicht angekündigt.

8.10.2020, 16:13 Uhr – Forschungsministerin Karliczek: Impfstoff Mitte 2021

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht weiter davon aus, dass bis Mitte nächsten Jahres ein Corona-Impfstoff für viele Menschen zur Verfügung steht. Die Forschung sei im Moment gigantisch schnell, so die Ministerin.

8.10.2020, 14:51 Uhr – Maskenpflicht in Öffentlichkeit im Kreis Esslingen

Im Kreis Esslingen gilt ab Freitag eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, wo kein Abstand eingehalten werden kann – beispielsweise in Fußgängerzonen oder auf Wochenmärkten. Das teilte Landrat Heinz Eininger bei einer Pressekonferenz mit. Auch private Feiern werden eingeschränkt: Zehn Personen sind im privaten und 25 im öffentlichen Raum erlaubt. Veranstaltungen sollen nach eigenem Ermessen abgesagt werden. Sportverbänden wird empfohlen, Veranstaltungen ohne Publikum abzuhalten.

Kritischer Grenzwert deutlich überschritten Corona-Hotspot: Kreis Esslingen verordnet Maskenpflicht im öffentlichen Raum

Der Landkreis Esslingen hat die kritische Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner deutlich überschritten. Das Landratsamt hat nun weitere Maßnahmen vorgestellt.  mehr...

8.10.2020, 14:32 Uhr – US-Wahl: Virtuelles TV-Duell geplant — Trump will nicht mitmachen

Die zweite TV-Debatte von US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden soll laut der zuständigen Kommission virtuell stattfinden. Trump will wegen dieser Änderung des Formats nicht am zweiten TV-Duell teilnehmen. Der Wechsel zu einem virtuellen Format sei „inakzeptabel“, sagte Trump. Nach Trumps Covid-19-Erkrankung waren Bedenken aufgekommen, ob die beiden zum Fernsehduell erneut persönlich aufeinander treffen sollten.

8.10.2020, 13:41 Uhr – Maskenpflicht im Landkreis Esslingen wahrscheinlich

In Baden-Württemberg wird es vermutlich im Landkreis Esslingen und den Städten im Landkreis Esslingen eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum geben. Von einer Maskenpflicht in größeren Städten im ganzen Land — wie in einer früheren Version berichtet — könne nach jetzigem Stand keine Rede sein. Das hat das Gesundheitsministerium in Stuttgart dem SWR mitgeteilt.

8.10.2020, 12:01 Uhr – Kanzleramtschef rechnet mit zweiter Welle

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen spricht Kanzleramtschef Helge Braun vom Beginn der sogenannten zweiten Welle in Deutschland. Man sehe in einigen Großstädten, dass wichtige Grenzwerte überschritten werden und die Zahlen sehr schnell anstiegen. Möglicherweise könnte die Kontaktnachverfolgung an einigen Stellen nicht mehr funktionieren. Das sei der klassische Beginn einer zweiten Welle, sagte Braun den Fernsehsendern RTL und ntv.

RKI meldet sprunghaften Anstieg Steigende Corona-Infektionszahlen: Spahn ist „sehr besorgt“

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt wieder. Das Robert-Koch-Institut hat deshalb vor einer unkontrollierten Verbreitung des Virus in Deutschland gewarnt. Gesundheitsminister Jens Spahn ist „sehr besorgt“.  mehr...

8.10.2020, 11:57 Uhr – Viele Maskenverstöße in RP

Beim ersten landesweiten Kontrolltag in Rheinland-Pfalz hat die Polizei mehr als 2.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Die Betroffenen seien größtenteils mündlich verwarnt worden, teilte das Innenministerium mit. Die meisten Verstöße gab an Bus- und Bahnhaltestellen. Die Menschen dort hätten angenommen, dass Masken nur in den öffentlichen Verkehrsmitteln und nicht schon im Wartebereich getragen werden müssten.

8.10.2020, 6:11 Uhr – RKI: 4.058 neue Infiziertenfälle

In Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen weiter. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen 4.058 neue Fälle – deutlich mehr als gestern. Außerdem sind weitere 16 Menschen an den Folgen einer Erkrankung gestorben.

Auch in Frankreich stecken sich immer mehr Menschen mit dem Corona-Virus an: Die Behörden haben am Abend einen weiteren Tagesrekord an Neuinfektionen bekannt gegeben. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 18.700 neue Fälle nachgewiesen. Präsident Macron kündigte am Abend in einem Fernseh-Interview zusätzliche Einschränkungen an.

8.10.2020, 4:25 Uhr – Tschechische Republik verzeichnet schnellsten Anstieg in Europa

Die Tschechische Republik meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 5.335 neue Coronavirus-Fälle. Das Land verzeichnet damit die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem Ausbruch der Pandemie und den schnellsten Pro-Kopf-Anstieg in Europa in den vergangenen zwei Wochen.

8.10.2020, 3:10 Uhr – Verbandsvertreter sieht deutsche Wirtschaft in der Corona-Krise gut aufgestellt

Der neue Präsident des Bundesverbands Groß- und Außenhandel (BGA), Anton Börner, sieht die deutschen Unternehmen in der Corona-Krise gut gewappnet. „Das mag vielleicht komisch klingen: Aber ich mache mir überhaupt keine Sorgen“, sagt Börner in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe auf die Frage, um welche Branchen er sich besonders Sorgen mache. Der Wirtschaftsvertreter erwartet, dass ein Corona-Impfstoff schnell zur Verfügung steht und sich die Lage nach dem ersten Quartal 2021 normalisieren wird.

8.10.2020, 2:00 Uhr – Trump verspricht kostenlose experimentelle Corona-Behandlung für alle

US-Präsident Donald Trump will Bürgern Zugang zu der gleichen experimentellen Coronavirus-Behandlung verschaffen, die er erhalten hat. Die Behandlung sollte kostenlos sein, sagte er am Mittwoch in einem Video, das im Rosengarten des Weißen Hauses aufgenommen wurde. Trump hat einen experimentellen Antikörper-Cocktail des Unternehmens Regeneron erhalten, für den es eine Ausnahmegenehmigung gab. Die Sicherheit und Effektivität der Behandlung ist noch nicht nachgewiesen.

Zu wissen, ob sie bei Trump gewirkt hat, ist weder für den Präsidenten, noch seine Ärzte möglich. Die meisten Menschen erholen sich von einer Covid-19-Erkrankung. Nach seiner VIP-Behandlung sagte Trump, er fühle sich „großartig“, „wie perfekt“ und nannte seine Diagnose „Glück im Unglück“.

A MESSAGE FROM THE PRESIDENT! https://t.co/uhLIcknAjT

8.10.2020, 00:40 Uhr – Frankreich meldet neuen Tagesrekord an Corona-Neuinfektionen

Innerhalb von 24 Stunden sind in Frankreich mehr als 18.700 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 80 Menschen sind laut Gesundheitsbehörden seit Dienstagabend an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Präsident Macron kündigte am Abend in einem Fernseh-Interview zusätzliche Einschränkungen an. Das Auswärtige Amt warnt im Moment vor Reisen nach fast ganz Frankreich – nur die Region Grand Est ist ausgenommen und seit dem Abend auch die Insel Korsika.

Coronavirus-Pandemie Fast 19.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat innerhalb von 24 Stunden fast 19.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Präsident Macron bereitet Bevölkerung bereits auf "mehr Einschränkungen" vor.  mehr...

7.10.2020, 20:21 Uhr – Bundesregierung erklärt weitere Länder zum Risikogebiet

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien zu Corona-Risikogebieten erklärt – außerdem einzelne Regionen in sieben EU-Ländern. Dazu zählen alle fünf niederländischen Provinzen die an Deutschland grenzen sowie Regionen in der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien.

7.10.2020, 18:09 Uhr – Esslingen übersteigt kritische Corona-Marke

Der Landkreis Esslingen hat als erste Region im Südwesten die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Laut der Gesundheitsbehörden liegt der Wert bei 52,3. Damit werden in Esslingen schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz eingeleitet. Auch in Stuttgart gelten seit Mittwoch strengere Regeln.

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vortag um 652 Fälle erhöht. Insgesamt haben sich im Land nun 52.222 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 4 auf 1.898.

7.10.2020, 17:39 Uhr – In Schottland darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden

Pubs und Restaurants in Schottland müssen gut zwei Wochen lang auf den Ausschank von Alkohol verzichten. Ab kommendem Wochenende dürfen die Betreiber nur noch von 6.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends öffnen und neben Essen nur nichtalkoholische Getränke anbieten, sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon. Die Regeln sollen zunächst zeitlich befristet bis zum 25. Oktober gelten und die massiv steigenden Corona-Fallzahlen in Schottland nach unten drücken. Zuletzt zählte das Land mehr als 1.000 Fälle innerhalb eines Tages.

7.10.2020, 16:53 Uhr – Zum ersten Mal seit April mehr als 3.000 Positive in Italien an einem Tag

Italien meldet zum ersten Mal seit April wieder mehr als 3.000 Positiv-Tests pro Tag – genau 3.679. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben 31 weitere Menschen, die positiv getestet wurden. Insgesamt sind damit in Italien 333.940 Infektionen und 36.061 Todesfälle verzeichnet.

7.10.2020, 14:35 Uhr – Italien verlängert Ausnahmezustand

Italien verlängert den Ausnahmezustand wegen der Corona-Krise bis Ende Januar 2021. Das sagte ein Regierungssprecher. Außerdem gilt nach Angaben des Gesundheitsministeriums landesweit im Freien eine Maskenpflicht. Damit soll die steigende Zahl von Neuinfektionen gebremst werden.

7.10.2020, 13:57 Uhr – Bars und Cafés in Brüssel müssen schließen

Bars und Cafes in Brüssel müssen wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen schließen. Die Anordnung tritt am Donnerstag inkraft und gilt für einen Monat, teilte die Regionalregierung mit. Am Freitag wollen die Behörden entscheiden, ob und wie Schulen und Universtitäten offen bleiben können. Die belgischen Gesundheitsbehörden zählten in Brüssel in den vergangenen zwei Wochen 502 Infektion je 100.000 Einwohner. Damit ist die Metropole die am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Hauptstadt der Europäischen Union – nur in Madrid sind die Infektionszahlen noch höher.

7.10.2020, 11:39 Uhr – Kanzleramtschef: Großstädte müssen Corona energischer eindämmen

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) fordert die Großstädte auf, energischer gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vorzugehen. Es sei zu befürchten, dass durch die schnelle Ausbreitung des Virus die Kontaktnachverfolgung von Infizierten nicht mehr zu leisten sei, sagte Braun der Bild. „Deshalb ist es jetzt die Aufgabe dieser Großstädte, schnell so wirksame Maßnahmen zu ergreifen, dass die Infektionsketten unterbrochen werden.“ Braun habe aber Verständnis dafür, dass Bundesländer mit niedrigem Infektionsgeschehen versuchten, sich vor einer Ausbreitung des Virus durch Reisende aus Großstädten wie Berlin zu schützen.

7.10.2020, 9:03 Uhr – Immer mehr Menschen in Trumps Umfeld infiziert

Immer mehr Menschen aus dem Umfeld von US-Präsident Trump werden positiv auf das Coronavirus getestet – zuletzt war es der Präsidenten-Berater Miller. Damit haben sich inzwischen mindestens zwölf Menschen im Umfeld des Präsidenten mit dem Virus angesteckt.

Trump selbst geht es nach Angaben seiner Ärzte unverändert gut. Er kündigte auf Twitter ein neues Corona-Hilfspaket für die amerikanische Bevölkerung an – allerdings erst nach der Präsidentenwahl am 3. November. Die derzeit laufenden Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten darüber beendete er. Trumps Herausforderer bei der Wahl, der Demokrat Biden, kritisierte das Vorgehen. Damit lasse Trump alle Arbeitslosen und alle Familien, die Probleme hätten, ihre Miete und ihr Essen zu bezahlen, im Stich.

Zehn Tage nach positivem Test Arzt gibt Corona-Entwarnung: Trump nicht mehr ansteckend

Zehn Tage nach seiner Covid-19-Diagnose ist US-Präsident Donald Trump laut seinem Leibarzt nicht mehr ansteckend. Mit einer Rede vor dem Weißen Haus steigt Trump wieder in den Wahlkampf ein.  mehr...

7.10.2020, 8:11 Uhr – Umgang mit Risikogebieten umstritten

Der Umgang der Bundesländer mit Corona-Risikogebieten innerhalb Deutschlands ist weiter umstritten. In Rheinland-Pfalz beispielsweise müssen auch Einreisende in Quarantäne, die aus einem deutschen Risikogebiet kommen. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im rheinland-pfälzischen Landtag, Christian Baldauf, erklärte im SWR2-Tagesgespräch, solche Alleingänge seien problematisch. Er wünsche sich eine bundesweit einheitliche Regelung bei diesem Thema. Ähnlich äußerten sich Politiker aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Heute wollen die Chefs der Staatskanzleien der Länder über das weitere Vorgehen beraten. Zuletzt waren einige Kommunen und einzelne Berliner Stadtbezirke als Risikogebiete eingestuft worden, weil dort die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen vergleichsweise hoch war.

7.10.2020, 6:23 Uhr –Tausende Studierende beantragen Corona-Nothilfen

Fast 120.000 Studierende haben von Juni bis September Corona-Nothilfen beantragt – teilweise sogar mehrfach. Insgesamt seien 244.000 Anträge gestellt worden, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe und berufen sich auch einen Bericht des Deutschen Studentenwerks. In 150.000 Fällen seien die Hilfen ausgezahlt worden. Studierende, die eine Notlage durch die Corona-Pandemie nachweisen konnten, konnten die Überbrückungshilfe in den Monaten Juni, Juli August und September beantragen. Das Hilfsprogramm ist Ende September ausgelaufen.

7.10.2020, 4:13 Uhr – Italien will landesweite Maskenpflicht einführen

Italien will heute eine landesweite Maskenpflicht einführen. Damit soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus im Land gebremst werden. Ein entsprechendes Dekret will Ministerpräsident Conte heute unterzeichnen. Wer ohne Maske außerhalb seiner Wohnung unterwegs ist, riskiert dann ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro.

6.10.2020, 21:22 Uhr – Trump: Verhandlungen über neues Corona-Hilfspaket gescheitert

US-Präsident Donald Trump hat die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten für ein neues Corona-Hilfspaket vorerst für gescheitert erklärt. Trump twitterte, er habe seine Unterhändler angewiesen, die Gespräche bis zur Präsidentschaftswahl am 3. November einzustellen. An der New Yorker Börse stürzten die Aktienkurse umgehend in den Keller.

6.10.2020, 20:21 Uhr – Fußball: Länderspiel am Mittwoch vor maximal 300 Zuschauern

Das Länderspiel der Fußball-Nationalmannschaft morgen gegen die Türkei dürfen maximal 300 Zuschauer sehen. Das hat das Gesundheitsamt in Köln bekanntgegeben. Köln meldet knapp 40 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

6.10.2020, 18:41 Uhr – Berlin führt Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen ein

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen müssen die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars in Berlin künftig von 23 bis 6 Uhr schließen. Zudem gelten in der Stadt bald neue Einschränkungen für private Feiern in geschlossenen Räumen. Künftig dürfen daran nur noch maximal 10 statt bisher 25 Personen teilnehmen, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit.

6.10.2020, 18:29 Uhr – 100 Euro Strafe für Maskenverweigerer im KVV

Wer künftig ohne korrekt sitzenden Mund-Nasen-Schutz in Bussen und Bahnen des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) erwischt wird, muss mit einer Strafe von 100 Euro rechnen. Der Verkehrsverbund passt zum 23. Oktober seine Beförderungsbedingungen an und nimmt als einer der ersten Verbünde in Deutschland die Maskenpflicht in den Gemeinschaftstarif auf.

6.10.2020, 17:38 Uhr – Mainz 05 lässt mehr Zuschauer ins Stadion

Fußball-Bundesligist Mainz 05 will mehr Zuschauer zu seinen nächsten beiden Heimspielen lassen. In Absprache mit den Gesundheitsbehörden sollen zu den Spielen gegen Leverkusen und Mönchengladbach jeweils 6.800 Fans kommen können. Das gilt, solange der Sieben-Tage-Corona-Wert nicht über 35 steigt.

6.10.2020, 16:43 Uhr – RP: 150 Euro Bußgeld bei Falschangaben auf Corona-Listen

Falsche Angaben auf Corona-Listen in Bars und Restaurants werden in Rheinland-Pfalz künftig mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet. Das hat Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) bekannt gegeben. Die Verordnung tritt ab dem 10. Oktober in Kraft. Zahlen soll das Bußgeld der Gast, der gegen die Auflage verstößt, nicht der Gastwirt.

Deutschen Risikogebiete So sind die innerdeutschen Reise- und Pendler-Regeln

Weil es weltweit wieder steigende Infektionszahlen gibt, raten Politiker zum Urlaub in Deutschland. Doch das ist nicht so leicht: Wo man hinfahren und übernachten kann, wo Quarantäne gilt, ist vielerorts unterschiedlich. Hier bekommst du ein FAQ zu den Regeln.  mehr...

6.10.2020, 16:17 Uhr – Kommunen warnen vor Durcheinander bei Corona-Bestimmungen

Die Kommunen in Deutschland warnen vor einem Durcheinander bei den Corona-Bestimmungen. Die unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer seien für die Bürger kaum noch nachvollziehbar, hat der Chef des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Das sei gefährlich, denn die Menschen müssten die Regeln nachvollziehen können, um sich richtig zu verhalten. Landsberg fordert Bund und Länder deshalb auf, sich auf eine Muster-Corona-Verordnung zu einigen.

6.10.2020, 13:21 Uhr – Zweite Pandemie-Warnstufe in Baden-Württemberg

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat wegen steigender Corona-Zahlen die zweite von insgesamt drei Warnstufen ausgerufen. Damit wird nun stärker kontrolliert, ob die Hygiene-Regeln auch eingehalten werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte, das sei jetzt die „Hab acht-Stufe“. Man müsse nun alles tun, um zu verhindern, dass die Ansteckungsfälle stark zunähmen. Von einer neuen Stilllegung des öffentlichen Lebens sei man zurzeit aber noch weit entfernt, so Kretschmann weiter. Die Landesregierung hatte ihr dreistufiges Corona-Alarm-System im September vorgestellt.

6.10.2020, 12:32 Uhr – Zulassungsverfahren für möglichen Impfstoff startet

Für den möglichen Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech startet das Zulassungsverfahren. Das haben Biontech und das Partnerunternehmen Pfizer bekannt gegeben. Die europäische Arzneimittelbehörde werde den Wirkstoff prüfen, indem sie Daten aus der klinischen Anwendung auswerte. Das Mittel wird bereits seit Längerem an Probanden auf Wirksamkeit und Sicherheit getestet.

6.10.2020, 9:32 Uhr – Baden-Württemberg will zweite von drei Pandemiewarnstufen ausrufen

Die baden-württembergische Landesregierung wird heute voraussichtlich die zweite Pandemiewarnstufe ausrufen. Das hat ein Regierungssprecher dem SWR bestätigt. Man könne davon ausgehen, dass der Beschluss am Vormittag auf der Sitzung des Landeskabinetts fallen werde.

6.10.2020, 9:27 Uhr – Österreichs Kanzler Kurz negativ getestet

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. „Der Kanzler, der Vizekanzler und das gesamte Regierungsteam haben negativ getestet“, teilt das Büro des Regierungschefs mit. Ein enger Mitarbeiter von Regierungschef Kurz hatte sich mit dem Virus infiziert. „Im Verlauf der Testreihe wurde jedoch ein weiterer Kollege positiv getestet“, heißt es in der Erklärung. Ein Mitarbeiter des Umwelt- und Verkehrsministerium sei infiziert.

6.10.2020, 4:17 Uhr – Parteiübergreifende Kritik an unterschiedlichen Regeln in Bundesländern

Die unterschiedlichen Regeln für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten in den Bundesländern haben quer durch die Parteien Kritik ausgelöst. Nicht nur angesichts der bevorstehenden Herbstferien sei es "sehr unglücklich, dass jedes Bundesland ein eigenes Süppchen kocht", sagte Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) der Zeitung "Welt". Dieses "Regelmosaik" verwirre und überfordere viele Bürger. Auch Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionschef Ralf Stegner wandte sich gegen "Kleinstaaterei". Frei forderte zwischen den Ländern "abgestimmte, einfache Regeln". Konkret sprach er sich für einen Testnachweis oder Quarantäne nach Anreise oder Rückkehr aus einem innerdeutschen Risikogebiet für Urlauber aus.

5.10.2020, 23:12 Uhr – Berlins Regierender Bürgermeister erwägt Sperrstunde

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, fordert Konsequenzen aus der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen. Wenn wir jetzt nicht handeln, landen wir wieder im Lockdown, sagte der SPD-Politiker der rbb-Abendschau. Das müsse verhindert werden.

Müller schlägt vor, dass die Ordnungsämter etwa Bußgelder von Gastronomen sofort kassieren dürfen und nicht erst nach längeren Verfahren. Auch müsse über eine Sperrstunde oder ein Alkoholverbot nachgedacht werden, damit einige wenige die Erfolge der letzten Monate nicht kaputt machten.

5.10.2020, 17:54 Uhr – Trump-Sprecherin hat auch Corona

Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Kayleigh McEnany, ist auch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat sie in sozialen Medien bekanntgegeben. Sie will jetzt in Quarantäne gehen. McEnany hatte noch am Sonntag ein Pressegespräch ohne Mund-Nasen-Schutz abgehalten.

5.10.2020, 16:47 Uhr – Höchste Corona-Alarmstufe in Paris

In der französischen Hauptstadt Paris gilt mittlerweile die höchste Corona-Alarmstufe. Ab Dienstag müssen unter anderem Bars geschlossen bleiben. Außerdem darf nach 22:00 Uhr kein Alkohol mehr in der Öffentlichkeit getrunken werden. In Frankreich stecken sich seit Wochen wieder mehr Menschen mit Corona an. Die Bundesregierung hat fast das ganze Land als Risikogebiet eingestuft. Nur für die Region Grand Est gibt es keine Reisewarnung — dazu gehört auch das Elsass.

Neuinfektionen & härtere Regeln Corona: Frankreich weist sieben neue Risikogebiete aus

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Frankreich steigt. Seit Sonntag gelten in Frankreich sieben weitere Regionen als Risikogebiete. Darunter auch Straßburg und Korsika.  mehr...

5.10.2020, 15:18 Uhr – WHO: Zehntel der Welt könnte Corona-Infektion gehabt haben

Jeder zehnte Mensch auf der Welt könnte sich laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. „Unsere derzeit besten Schätzungen ergeben, dass etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung bereits mit diesem Virus infiziert gewesen sein könnten“, sagte WHO-Experte Mike Ryan. Das würde einer Dunkelziffer von mehr als 700 Millionen unerkannten Infektionen zusätzlich zu den bislang rund 35 Millionen nachgewiesenen Fällen entsprechen.

5.10.2020, 14:02 Uhr – Automarkt erstmals im Plus

Der deutsche Automarkt hat zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise ein Absatzplus verbucht. Im September sind gut 265.000 Fahrzeuge neu zugelassen worden und somit 8,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das hat das Kraftfahrt-Bundesamt mitgeteilt. Mit 42 Prozent habe Audi das größte Plus erzielt, gefolgt von BMW und Mercedes mit jeweils 1,9 Prozent. VW kam demnach auf anderthalb Prozent mehr Neuzulassungen. Die Hersteller Opel, Porsche und Smart dagegen hätten erneut ein Absatzminus verzeichnet.

5.10.2020, 13:09 Uhr – Starker Corona-Anstieg im Landkreis Esslingen

Im baden-württembergischen Landkreis Esslingen ist die Zahl der Corona-Fälle stark gestiegen. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt bei mehr als 40 und ist somit die höchste im ganzen Bundesland. Das hat das Landesgesundheitsamt mitgeteilt. Im Schnitt habe der Wert am Sonntag bei 16 gelegen. Für den Anstieg gebe es keine eindeutige Erklärung — zuletzt habe es mehrere Neuinfektionen in Familien und in der Flüchtlingsunterkunft in Wendlingen gegeben. Diese stehe nun unter Quaratäne.

5.10.2020, 10:23 Uhr – von der Leyen in Selbstisolation

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begibt sich bis Dienstag in Selbstisolation, weil sie Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatte. Sie habe vergangenen Dienstag an einem Treffen teilgenommen, bei dem auch eine Person war, die am Sonntag positiv getestet worden sei, teilt von der Leyen per Twitter mit. Entsprechend der Corona-Bestimmungen begebe sie sich in Selbstisolation. Sie werde sich erneut testen lassen, ein Test am Donnerstag sei negativ gewesen.

I’ve been informed that I participated in a meeting last Tuesday attended by a person who yesterday tested positive for COVID-19. In accordance with regulations in force, I’m therefore self-isolating until tomorrow morning. I’ve tested negative on Thursday & am tested again today

5.10.2020, 8:50 Uhr – Neuer Corona-Ausbruch bei Tönnies: 81 Infizierte

Knapp vier Monate nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist die Krankheit in einem anderen Standort ausgebrochen. Mittlerweile gebe es im Weidemark-Schlachtbetrieb in Sögel 81 Infizierte, teilte die Kreisverwaltung Emsland mit. Der Schlachthof in der niedersächsischen Gemeinde gehört der Tönnies-Gruppe.

„In Abstimmung mit den Landesbehörden folgen wir hier der bundesweiten Strategie, bei erhöhten Fallzahlen bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens wieder einzuschränken. Die Samtgemeinde Sögel stellt mit ihren derzeitigen Infektionszahlen einen Hot Spot dar, der vor Ort zusätzliche Maßnahmen erforderlich macht“, unterstreicht Landrat Marc-André Burgdorf.

Bis zum 19. Oktober gelten in der Samtgemeinde Sögel wieder verschärfte Maßnahmen. Unter anderem dürfen sich im privaten Raum ab sofort nicht mehr als 6 Personen treffen, teilte die Kreisverwaltung mit. Diese Grenze gelte auch für das Gaststättengewerbe – hier dürfen vorerst auch nur sechs Menschen an einem Tisch sitzen.

5.10.2020, 8:03 Uhr – Weltweit mehr als 35 Millionen Corona-Infizierte

Weltweit habe sich mehr als 35,11 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Demnach starben 1.035.247 Menschen an oder mit dem Virus. Mehr als 210 Länder und Territorien sind von der Pandemie betroffen, die in China ihren Ausgang nahm. Dort wurden im Dezember 2019 die ersten Fälle einer Infektion mit dem neuartigen Virus bekannt.

5.10.2020, 4:38 Uhr – Modeschöpfer Kenzo an Covid-19-Erkrankung gestorben

Der hochrenommierte Modeschöpfer Kenzo Takada ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren in Neuilly bei Paris an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Takada stammte aus Japan, machte aber fast seine gesamte Designer-Karriere in der Modemetropole Paris. Sein Vorname wurde dabei zu einer weltweit bekannten Marke. Markenzeichen des Modeschöpfers waren Dschungel-Motive und ein jugendlicher Stil. In Anlehnung an historische Designs auf seinem Heimatkontinent Asien setzte er oft auf weite Ärmel und Armlöcher.

AN ODE TO OUR FOUNDER 🙏🏻🖤 It is with immense sadness that KENZO has learned of the passing of our founder, Kenzo Takada. For half a century, Mr. Takada has been an emblematic personality in the fashion industry - always infusing creativity and color into the world. [...]

5.10.2020, 2:01 Uhr – 103-jährige Mexikanerin überwindet Corona-Infektion

In Mexiko soll eine 103-Jährige eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus überwunden haben. Die Frau mit dem Vornamen Dona María habe die Corona-Infektion überstanden, obwohl sie bereits zuvor an einer chronischen Lungenkrankheit gelitten habe, teilte das zum mexikanischen Gesundheitssystem gehörende Institut für soziale Sicherheit (IMSS) mit. Den Angaben zufolge war die 103-Jährige am 22. September in ein Krankenhaus in Guadalajara gekommen. Sie habe Fieber und Schnupfen sowie Probleme beim Atmen gehabt, erklärte IMSS.

Eine künstliche Beatmung sei jedoch nicht nötig gewesen.  Dona María sei während des gesamten Krankenhausaufenthalts guter Laune und bei Verstand gewesen, sagte der Klinikdirektor David Sánchez. Nach elf Tagen seien ihre Symptome verschwunden. Am Freitag sei sie aus der Klinik entlassen worden.

4.10.2020, 23:52 Uhr – Irische Behörde empfiehlt Rückkehr zu Lockdown

Die Gesundheitsbehörden in Irland empfehlen der Regierung einem Medienbericht zufolge eine Rückkehr zu einem kompletten „Lockdown“. Die Behörde (NPHET) empfehle die Anhebung von Beschränkungen auf das Level 5, berichtete der Sender RTE. Fast alle Bezirke sind derzeit noch auf Level 2.

Bei Level 5 werden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben. Sie dürfen sich dann nur noch im einem Radius von 5 Kilometern von dort wegbewegen. Ansammlungen sind nur noch bei Beerdigungen oder Hochzeiten erlaubt - und auch dort nur mit wenigen Menschen.

4.10.2020, 22:39 Uhr – „Querdenken“-Demos in Leipzig und Berlin geplant

Die nächsten beiden größeren Demonstrationen der Stuttgarter Initiative „Querdenken“ gegen die Corona-Politik der Bundesregierung sollen in Leipzig und Berlin stattfinden. In der Hauptstadt soll an Silvester demonstriert werden, kündigte „Querdenken 711“-Gründer Michael Ballweg auf einer Kundgebung in Konstanz an.

Angemeldet sei die Veranstaltung schon. In Leipzig wollen die „Querdenker“ am 7. November auf die Straße gehen. Am Bodensee hatte ein lokaler Ableger der Initiative gestern und heute ein Protestwochenende mit einer Menschenkette organisiert, zu der mehrere Tausend Teilnehmer gekommen waren. Erwartet wurden Zehntausende. Zeitgleich hatten sich auch Gegendemonstrationen für Maskenpflicht und Abstandsregeln formiert.

4.10.2020, 21:42 Uhr – 28 Corona-Infizierte in Pflegeheim bei Karlsruhe

In einem Senioren- und Pflegeheim in Marxzell im Kreis Karlsruhe haben sich mindestens 18 Bewohner und zehn Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Einer der Bewohner starb. Nun sollen nach Angaben der Kreisverwaltung alle weiteren Bewohner und Mitarbeiter gestestet werden. Das Infektionsgeschehen beschränke sich derzeit auf einen Wohnbereich, in dem 20 Seniorinnen und Senioren leben.

4.10.2020, 21:35 Uhr – Italien erwägt Maskenpflicht im Freien

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza hat mitgeteilt, die Regierung denke über eine landesweite Maskenpflicht im Freien nach. Dem Fernsehsender Rai 3 sagte er, Ziel sei es, ein unkontrolliertes Ansteigen der Corona-Infektionszahlen zu verhindern, da die Schulen wieder geöffnet hätten. Allein in der vergangenen Woche wurden 900 Fälle mit Schulen in Verbindung gebracht, außerdem gab es dort 14 sogenannte Cluster.

4.10.2020, 15:55 Uhr – "Cineworld" schließt alle Kinos in Großbritannien

Die Kinokette "Cineworld" schließt Medienberichten zufolge wegen der Corona-Krise vorübergehend ihre Häuser in Großbritannien. Alle 128 Kinos und 5.500 Mitarbeiter seien davon betroffen. In einem Brief an Premierminister Boris Johnson schreibt die "Cineworld"-Führung, die Branche sei nicht mehr überlebensfähig. Die Kinokette ist in zehn Ländern vertreten, darunter sind einige Standorte in Deutschland. "Cineworld" hat einen Halbjahresverlust von mehr als 1,3 Milliarden Euro verbucht.

4.10.2020, 15:15 Uhr – Soforthilfe für Tierheime in Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg will Tierheimen, die von der Corona-Krise betroffen sind, finanziell helfen. Sie könnten auf Antrag eine Soforthilfe zwischen 2.500 und 7.500 Euro bekommen, hat das zuständige Ministerium zum heutigen Welttierschutztag mitgeteilt. Viele Tierheime hätten Probleme bekommen, weil Besucher weggeblieben sowie Tiervermittlungen und Spenden weggefallen seien, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Dafür solle es jetzt unbürokratische Hilfe geben.

4.10.2020, 13:22 Uhr – Rekordwert bei Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich sind innerhalb eines Tages fast 17.000 neue Corona-Fälle nachgewiesen worden – das ist ein Rekordwert. Gewerkschaften und Vertreter des Gesundheitswesens machen darauf aufmerksam, dass es immer noch zu wenig Personal und Intensivbetten gebe. Offiziell hat Frankreich 5.000 Intensivbetten, 1.200 sind aktuell mit Corona-Patienten belegt. Am 15. Oktober wollen die Gewerkschaften zu Streiks aufrufen. Die Regierung halte ihre Zusage, 4.000 zusätzliche Betten zur Verfügung zu stellen, bislang nicht ein.

4.10.2020, 12:03 Uhr – Gegner der Corona-Politik demonstrieren in Konstanz

In Konstanz demonstrieren wieder Gegner der Corona-Politik. Die meisten sind ohne Maske unterwegs, halten aber Abstand. Nach Angaben der Stadt hat die Initiative „Querdenken“ 4.500 Demonstranten angemeldet. Am Samstag hatte es bereits eine Menschenkette entlang des Bodensees gegeben. Insgesamt sind für das Wochenende 29 Versammlungen angemeldet worden. Bei vielen davon geht es aber nicht um Kritik an den Corona-Regeln, sondern etwa um Solidarität, Verantwortung und den Kampf gegen Antisemitismus.

Proteste gegen Corona-Politik am Bodensee Trotz Rauchbombe: Zwei überwiegend friedliche Demotage in Konstanz

Einige tausend Menschen haben in Konstanz für und gegen die Corona-Politik demonstriert. Bis zum Sonntagnachmittag blieb alles friedlich, dann sorgte eine Rauchbombe auf dem Kundgebungsgelände der "Querdenker" für Aufregung.  mehr...

4.10.2020, 7:12 Uhr – 35.000 Corona-Bußgeldverfahren in den sieben größten Städten

In Deutschland haben die sieben größten Städte seit April offenbar mehr als 35.000 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen Corona-Regeln eingeleitet. Das geht aus einer Umfrage der Welt am Sonntag unter den zuständigen Behörden hervor. Bislang wurden dadurch insgesamt rund drei Millionen Euro eingenommen. Besonders offensiv geht der Umfrage zufolge München vor – mit bislang mehr als 9.000 Verfahren. Allerdings wird nicht in allen Fällen tatsächlich ein Bußgeld fällig.

4.10.2020, 0:01 Uhr – Frankreich meldet Höchstwert an Neuinfektionen

Frankreich hat mit 16.972 gemeldeten Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tagesrekord erzielt. Wie die Behörden am Samstagabend mitteilten, wurde damit der bisherige Höchstwert von 16.096 neuen Fällen vom 24. September überschritten. Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. In der Hafenstadt Marseille haben Bars und Restaurants komplett geschlossen. In Paris droht wegen der angespannten Corona-Lage ebenfalls ihre Schließung.

3.10.2020, 22:18 Uhr – Heil will Mindestanspruch auf 24 Tage Homeoffice

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will möglichst allen Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf mindestens 24 Tage Homeoffice im Jahr einräumen. Heils angekündigtes Gesetz sehe vor, dass Arbeitgeber das nur dann ablehnen dürfen, wenn es nachvollziehbare organisatorische oder betriebliche Gründe gebe, berichtet die Bild am Sonntag. „Als Arbeitgeber einfach nur ,Nein' zu sagen, geht mit dem Gesetz nicht mehr. Chef und Mitarbeiter werden in Zukunft darüber auf Augenhöhe verhandeln.“ Heil begründet seinen Vorstoß auch mit den Erfahrungen der Corona-Zeit. Das Virus habe uns gelehrt, dass viel mehr mobiles Arbeiten möglich sei.

3.10.2020, 20:43 Uhr – Verschiedene Angaben zu Trumps Krankheitsverlauf

In den USA gibt es unterschiedliche Angaben zu dem Gesundheitszustand von Präsident Donald Trump. Sein Leibarzt Sean Conley sagte, es gehe dem Präsidenten sehr gut. Reporter, die Trump normalerweise begleiten, zitieren allerdings eine informierte Quelle, wonach die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden besorgniserregend gewesen seien. Die nächsten zwei Tage seien entscheidend. Behandelt wird Trump mit dem Medikament Remdesivir. Es gilt derzeit als aussichtsreichste Therapie bei Covid-19-Erkrankungen. Seine Nebenwirkungen sind allerdings noch nicht gut erforscht.

3.10.2020, 18:05 Uhr – Spahn plant flächendeckende Corona-Tests in Pflegeheimen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant offenbar, Massentests in Pflegeheimen durchzuführen. Das geht aus einem Referenten-Entwurf hervor, von dem das Nachrichtenmagazin der Spiegel berichtet. Demnach sind ähnliche Maßnahmen für Krankenhäuser, Arztpraxen und Dialyse-Einrichtungen geplant. Werde in einer solchen Einrichtung eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt, habe jeder, der in den vorangegangenen zehn Tagen dort gewesen sei, Anspruch auf einen Test. Ziel sei es, besonders gefährdete Personen besser zu schützen, heißt es in dem Entwurf.

3.10.2020, 16:20 Uhr – Reisende Abgeordnete im Inland müssen nicht in Quarantäne

Der Flickenteppich der Corona-Regeln in Deutschland hat nun auch Auswirkungen auf die Abgeordneten des Bundestags. Der Hintergrund: Berlin-Mitte hatte diese Woche die kritische 50er-Marke von Corona-Neuinfektionen überschritten, der Bezirk, in dem Regierungs- und Parlamentsgebäude liegen und viele Abgeordnete während der Sitzungswoche wohnen. Das Problem: In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz gelten Quarantäne-Vorschriften auch für Reisende, die aus innerdeutschen Risikogebieten kommen.

Davon betroffen wären im Prinzip auch die Bundestagsabgeordneten, die aus Berlin-Mitte in ihre Heimatwahlkreise zurückkommen. Darauf hat die Bundestagsverwaltung die Abgeordneten in einem Aktenvermerk hingewiesen, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Darin wurde gleichzeitig Entwarnung für die Parlamentarier gegeben. Denn es gelten spezielle Ausnahmeregelungen für reisende Bundestagsabgeordnete. Sie müssen nicht in Quarantäne.

Berlin Mitte wurde in dieser Woche zum Risikogebiet erklärt.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Johannes Neudecker/dpa)

Risikogebiet Berlin-Mitte: Reisende Abgeordnete müssen nicht in Quarantäne

Dauer

3.10.2020, 14:53 Uhr – Weniger Menschen in Konstanz als erwartet

Zu den Corona-Kundgebungen in Konstanz sind bisher weniger Menschen gekommen als erwartet. Das hat ein Polizeisprecher gesagt. Möglicherweise liege das am regnerischen Wetter. Die Lage sei ruhig. Angemeldet wurden für heute und morgen insgesamt 29 Veranstaltungen, zu denen die Organisatoren zunächst 30.000 Teilnehmer erwarteten. Einige Demonstrationen richten sich gegen die aktuelle Corona-Politik und die Hygieneregeln; bei den meisten – nach Angaben der Stadtverwaltung – geht es aber um Solidarität und Verantwortungsbewusstsein in der Krise. Für heute Nachmittag ist eine Menschenkette geplant, die bis nach Österreich reichen soll. Der Veranstalter „Querdenken“ gibt als Motto „Liebe, Freiheit und Einigkeit“ an – und das Ablehnen einer Regierung, die Menschen mit einem Virus Angst mache.

Corona-Kritiker und Gegendemonstrationen "Querdenken"-Demonstration: Mehr als 10.000 Teilnehmer bei Menschenkette am Bodensee

Tausende Menschen haben am Samstag am Bodensee für und gegen die Corona-Politik demonstriert, laut Polizei friedlich. Die Initiative "Querdenken" mobilisierte mehr als 10.000 Menschen zu einer "Friedenskette" entlang des deutschen Bodenseeufers.  mehr...

3.10.2020, 9:41 Uhr – Zehntausende Studierende verschuldet

In der Corona-Krise haben sich Zehntausende Studierende verschuldet. Bei der staatlichen KfW-Bank seien von Mai bis September fast 40.000 Studienkredite in Höhe von insgesamt fast einer Milliarde Euro aufgenommen worden, heißt es in einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das sind fast vier mal so viele Anträge wie im Vorjahreszeitraum. Ein Grund dafür ist, dass in der Krise viele Nebenjobs weggebrochen sind.

3.10.2020, 8:23 Uhr – EMA prüft Remdesivir

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft Berichte über mögliche Nierenschäden durch die Einnahme des Medikaments Remdesivir, mit dem Trump gerade behandelt wird. Es werde untersucht, ob das Medikament oder Covid-19 der Auslöser dafür ist, so die Behörde. Die EU-Kommission hatte Remdesivir auf Empfehlung von EMA im Schnellverfahren für die Behandlung von Corona-Patienten zugelassen, wenn die mit Sauerstoff versorgt werden müssen. In den USA ist das Mittel zur Behandlung von Corona-Infizierten zugelassen.

3.10.2020, 3:11 Uhr – Ratingagentur: Deutschland weiter hoch eingestuft

Die Ratingagentur Standard & Poors hat Deutschlands Kreditwürdigkeit mit einer Spitzenbewertung bestätigt. Das Land halte die Note Triple-A mit einem stabilen Ausblick, teilte das US-Unternehmen mit. Die Agentur geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch wegen Corona frühestens Ende nächsten Jahres wieder das Vorkrisenniveau erreicht. "Wir gehen nun davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands 2020 um 5,4 Prozent sinken wird, bevor es sich 2021 um 4,7 Prozent erholt", so die Rating-Agentur.

3.10.2020, 1:09 Uhr – Trump vorsorglich in Militärkrankenhaus gebracht

Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus ist US-Präsident Donald Trump per Hubschrauber ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda, nördlich von Washington gebracht worden. Der Präsident werde dort die nächsten Tage verbringen, erklärte das Weiße Haus. Es handele sich um eine vorsorgliche Maßnahme, zu der die Ärzte geraten hätten. Bei Bedarf soll Trump so schnell Hilfe bekommen können. Am Morgen habe er über leichtes Fieber, Husten und Verstopfung geklagt. Nach Angaben seines Arztes habe Trump eine einmalige Dosis eines experimentellen Antikörper-Gemischs als Behandlung bekommen. Die Amtsgeschäfte will der US-Präsident vom Krankenhaus aus fortführen.

2.10.2020, 19:30 Uhr – Nasenspray gegen Corona-Infektion?

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz haben nach eigenen Angaben ein Mittel entdeckt, mit dem Corona-Infektionen vermieden werden können. Dieses könne etwa mithilfe eines Nasensprays eingenommen werden.

Wirkstoff per Nasenspray? Mainzer Wissenschaftler arbeiten an Schutz vor Coronavirus

Forscher der Unimedizin Mainz haben nach eigenen Angaben einen Wirkstoff entdeckt, mit dem womöglich Corona-Infektionen vermieden werden könnten. Er könne etwa mithilfe eines Nasensprays eingenommen werden.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

2.10.2020, 18:56 Uhr – Bidens Corona-Test negativ

Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das hat sein Arzt mitgeteilt. Biden hatte am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump bei einem TV-Duell gemeinsam auf einer Bühne gestanden. Wie heute bekannt wurde, ist Trump an Covid-19 erkrankt. Das Weiße Haus teilte mit, er und seine Frau Melania hätten milde Symptome.

2.10.2020, 18:15 Uhr – Bundespolizei ermahnt Tausende zum Masken-Tragen

Die Bundespolizei hat fast 50.000 Menschen in deutschen Zügen und Bahnhöfen ermahnt, die ohne Masken unterwegs waren – und das innerhalb von knapp drei Wochen. Unter ihnen seien auch rund 660 Uneinsichtige gewesen, sagt das Bundespolizeipräsidium in Potsdam. Die örtlichen Gesundheitsämter würden nun Bußgelder verhängen.

2.10.2020, 18:07 Uhr – RKI weist neue Länder als Risikogebiete aus

Die Bundesregierung hat weitere Regionen in Europa zu Risikogebieten erklärt. Betroffen sind ganz Schottland und Teile von England und den Niederlanden. In Österreich gelten die Bundesländer Vorarlberg und Tirol weiterhin als Risikogebiete - jetzt allerdings mit zwei Ausnahmen: Die Gemeinden Mittelberg/Kleinwalsertal und Jungholz stehen nicht mehr auf der Liste des Robert Koch Instituts.

2.10.2020, 17:30 Uhr – Corona-Lockdown in Madrid

Madrid wird als erste europäische Hauptstadt wegen der aufgeflammten Corona-Pandemie um 22 Uhr wieder einen Lockdown einführen. Die Madrider Stadtregierung hat die Anordnung der spanischen Zentralregierung nur widerwillig akzeptiert. Sie hält die Maßnahmen, die für den Großraum Madrid gelten soll, für unverhältnismäßig und fürchtet wirtschaftliche Nachteile. Die Einwohner sollen nur zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen gehen können. Mit 850 Infektionsfällen pro 100.000 Menschen weist die Region Madrid nach Angaben der WHO die höchste Rate in Europa auf.

2.10.2020, 16:30 Uhr – Anti-Corona-Demos am Wochenende in Konstanz

Die Stadt Konstanz bereitet sich auf ein langes Demonstrationswochenende vor. 29 Veranstaltungen und Kundgebungen sind an den beiden Tagen geplant, unter anderem von der Initiative Querdenken. Die Stadt hat strenge Corona-Hygiene-Auflagen gemacht. Außerdem sind Reichskriegsflaggen verboten.

29 Kundgebungen mit Tausenden Teilnehmern angemeldet Stadt Konstanz verbietet Reichsflaggen bei Anti-Corona-Demos

Die Stadt Konstanz hat bei den Demonstrationen am kommenden Wochenende unter anderem Reichskriegsflaggen, Kaiserreichsflaggen und rechtsextreme Zeichen verboten.  mehr...

2.10.2020, 15:41 Uhr – Rom verschärft Anti-Coronamaßnahmen: Maskenpflicht im Freien

Wegen landesweit steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen führen die italienische Region Latium samt der Hauptstadt Rom eine Maskenpflicht im Freien ein.

Nel Lazio introduciamo l’obbligo di mascherina all’aperto. Ho appena firmato l’ordinanza. Di fronte all’aumento della curva dei contagi dobbiamo alzare il livello di guardia e di prevenzione. La sicurezza prima di tutto

Von der Maskenpflicht ausgenommen seien Kinder unter sechs Jahren sowie Menschen, die draußen Sport machen. Ähnliche Vorschriften gelten bereits in den süditalienischen Regionen Kampanien, Kalabrien und Sizilien.

2.10.2020, 13:40 Uhr – Weiterer deutscher Impfstoff darf getestet werden

In Deutschland darf ein weiterer potenzieller Corona-Impfstoff klinisch geprüft werden - und zwar zunächst an 30 Freiwilligen. Das Paul-Ehrlich- Institut hat die Genehmigung dafür erteilt. Es handelt sich um einen sogenannten Vektor-Impfstoff: Dabei wird zunächst Genmaterial des Coronavirus in harmlose Trägerviren eingebaut und dann injiziert. Der Körper soll so Abwehrstoffe entwickeln. Antragsteller ist das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung, an dem unter anderem die Universitäten München und Marburg sowie das Pharmaunternehmen IDT Biologika beteiligt sind. In Deutschland wurden bereits klinische Tests mit potenziellen Impfstoffen der Firmen Biontech und Curevac genehmigt. Weltweit werden laut Weltgesundheitsorganisation inzwischen 41 Impfstoffe klinisch geprüft.

2.10.2020, 11:48 Uhr – Zahl ausländischer Touristen in Spanien um drei Viertel eingebrochen

In Spanien ist die Zahl ausländischer Touristen wegen Corona um rund drei Viertel im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Das hat die Statistikbehörde in Madrid mitgeteilt. Demnach kamen von Januar bis August lediglich knapp 16 Millionen ausländische Urlauber nach Spanien. Das Land ist innerhalb Europas vergleichsweise stark von der Pandemie betroffen.

2.10.2020, 9:50 Uhr – Trumps Corona-Infektion sorgt für Nervosität an den Börsen

Die Börsen haben heftig auf den positiven Corona-Test von US-Präsident Donald Trump reagiert. In Tokio sackte der Nikkei ab und notierte 0,9 Prozent schwächer bei 22.967 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf noch ein Plus von 0,8 Prozent geschafft hatte. Die US-Futures lagen rund zwei Prozent im Minus, der Dax ging 1,5 Prozent schwächer bei 12.542 Punkten in den Handel.

2.10.2020, 8:21 Uhr – Insgesamt rund 10.000 Schüler in BW und RP in Quarantäne

In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg müssen immer mehr Schüler wegen Corona-Infektionen vorsorglich zu Hause bleiben. Insgesamt sind mehr als 10.000 Schüler in beiden Bundesländern in Quarantäne. In Mannheim und Ulm und Rheinbrol und Bendorf sind Schulen komplett geschlossen.

2.10.2020, 7:02 Uhr – Donald und Melania Trump mit dem Coronavirus infiziert

Zuerst wurde eine Beraterin positiv getestet, jetzt steht es fest: Auch Donald Trump und Melania haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie würden das gemeinsam durchstehen, twittert der US-Präsident.

Zehn Tage nach positivem Test Arzt gibt Corona-Entwarnung: Trump nicht mehr ansteckend

Zehn Tage nach seiner Covid-19-Diagnose ist US-Präsident Donald Trump laut seinem Leibarzt nicht mehr ansteckend. Mit einer Rede vor dem Weißen Haus steigt Trump wieder in den Wahlkampf ein.  mehr...

2.10.2020, 6:33 Uhr – RKI: 2.673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 2.673 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Robert-Koch-Institut am Morgen mitgeteilt. Es beruft sich auf die von den Gesundheitsämtern der Länder übermittelten Zahlen. Am Donnerstag hatte das Institut gut 2.500 neue bestätigte Fälle gemeldet. Auch bei den Corona-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, zeichnet sich ein Anstieg ab. Insgesamt sind es aktuell 362 Patienten. An oder mit dem Virus sind in Deutschland 9.508 Menschen gestorben.

2.10.2020, 5:43 Uhr – Kein Bundeswehreinsatz zur Bekämpfung von Corona

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg darf die Bundeswehr vorerst weiterhin nicht helfen. Die Bezirksverordnetenversammlung hat am späten Abend mit breiter Mehrheit entschieden, zwei entsprechende Anträge von SPD und CDU erstmal im Sozialausschuss weiter zu diskutieren. Das grün-linksalternativ geprägte Friedrichshain-Kreuzberg lässt als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zu – zum Beispiel um Infektionsketten nachzuverfolgen. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisieren das.

2.10.2020, 1:57 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Sorge vor Anteckung wächst

Mehr als ein Drittel der Deutschen machen sich Sorgen, dass sie sich selbst oder dass sich Angehörige mit dem Coronavirus anstecken. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend. Mögliche Langzeitschäden einer Corona-Infektion bereiten gut der Hälfte der Deutschen große Sorgen. Bei 53 Prozent ist die Sorge davor groß (34 Prozent) bzw. sehr groß (19 Prozent). Weniger groß ist die Sorge vor möglichen Langzeitschäden bei 30 Prozent, klein bei 15 Prozent.

Die generelle Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus hat im Vergleich zu September zugenommen. 36 Prozent der Deutschen haben aktuell sehr große bzw. große Sorge, dass sie selbst oder Mitglieder ihrer Familie sich mit dem Corona-Virus anstecken könnten (+10 Prozentpunkte im Vgl. zu September). Bei knapp zwei Dritteln (64 Prozent) ist diese Sorge aktuell weniger groß bzw. klein (-9). Jeder vierte Deutsche fühlt sich seit Beginn der Corona-Pandemie häufiger einsam als früher. 24 Prozent stimmen dieser Aussage zu; drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) stimmen dieser Aussage indes nicht zu. Am stärksten verbreitet ist das Gefühl zunehmender Einsamkeit bei jungen Menschen: 30 Prozent der 18- bis 39-Jährigen fühlen sich häufiger einsam als früher. Bei den Über-65-Jährigen sind es 25 Prozent, bei den 40- bis 64-Jährigen 21 Prozent.

1.10.2020, 23:32 Uhr – Bundeswehr unterstützt aktuell mit 1.350 Soldaten

Rund 1.350 Bundeswehr-Soldaten helfen zur Zeit in der Corona-Krise. Das hat ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt. 320 Soldaten sind demnach in mehreren Bundesländern im Einsatz - etwa mit mobilen Teststationen. Mehr als 420 Soldaten unterstützen Gesundheitsämter dabei, Infektionsketten nachzuverfolgen. In Berlin gibt es Diskussionen über einen Corona-Einsatz der Bundeswehr: Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will als einziger der zwölf Berliner Bezirke vorerst keine solche Hilfe, etwa bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, annehmen.

1.10.2020, 21:28 Uhr – Corona-Fälle in mehreren Schlachthöfen

In Schlachthöfen in Niedersachsen und Bayern wurden unter Beschäftigten mehrere Corona-Fälle gemeldet. Im emsländischen Sögel haben sich 36 Beschäftigte eines Schlachthofes mit dem Coronavirus infiziert. Es handele sich überwiegend um Mitarbeiter eines Subunternehmens. Alle Betroffenen seien in Quarantäne, wie der Landkreis Emsland mitteilte. Die Fälle hätten sich bei Tests durch den Betriebsarzt ergeben. Wegen der neuen Fälle wurden vom Landkreis engmaschige Kontrollen sowie das Tragen von FFP-2-Schutzmasken auf dem gesamten Gelände angeordnet.

Mehrere Mitarbeiter eines Schlachthofs in München wurden ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet. Bei zwei Reihentests Ende September seien insgesamt zwölf Infizierte festgestellt worden, teilte die Stadt München mit. Die positiv Getesteten und ihre nächsten Kontaktpersonen seien nun 14 Tage in Quarantäne. Die Mitarbeiter würden in ihren Unterkünften mit Essen versorgt. Die negativ Getesteten seien nicht in Quarantäne, sagte ein Stadtsprecher. In dem Schlachthof in der Innenstadt seien die Hygienemaßnahmen kontrolliert und das Gebäude desinfiziert worden, heißt es weiter in der Mitteilung.

1.10.2020, 18:00 Uhr – Deutschlandtrend: Mehrheit befürwortet Obergrenzen für Feiern

Eine große Mehrheit der Deutschen findet die Entscheidung von Bund und Ländern richtig, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Zahl der Gäste bei privaten Feiern zu beschränken. Das hat eine Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend ergeben.

1.10.2020, 17:13 Uhr – 250 Euro Bußgeld in Bayern für falsche Namensangaben

Falsche Namensangaben in Corona-Gästelisten kosten in Bayern künftig bis zu 250 Euro Bußgeld. Das hat das Kabinett in München beschlossen. Aber nicht nur Gäste werden zur Kasse gebeten, auch Gastronomen, Hotelbetreiber und Veranstalter sind verpflichtet, die Namenslisten sorgfältig zu führen, ansonsten droht ihnen ein Bußgeld von 1.000 Euro. Das Bußgeld geht auf einen Beschluss von Bund und Ländern aus dieser Woche zurück, wonach mindestens ein Betrag von 50 Euro fällig wird, wenn jemand einen falschen Namen in einer Liste einträgt.

1.10.2020, 16:33 Uhr – Curevac zuversichtlich zwecks Coronavirus-Impfstoff

Das Tübinger Biopharmaunternehmen Curevac geht davon aus, in wenigen Monaten einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu haben. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich am bei der Firma über die Entwicklung des Impfstoffs informiert.

Kretschmann besucht Tübinger Biotechunternehmen Curevac zuversichtlich über baldigen Coronavirus-Impfstoff

Das Biopharmaunternehmen Curevac geht davon aus, in wenigen Monaten einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu haben. Ministerpräsident Kretschmann hat sich am Donnerstag bei der Firma über die Entwicklung des Impfstoffs informiert.  mehr...

1.10.2020, 14:00 Uhr – Infektions-Höchststand in Schweden seit Juni

In Schweden haben die Gesundheitsbehörden 732 neue Corona-Fälle registriert. Das ist der höchste Wert seit Juni.

Schweden hat von Beginn an anders auf das Coronavirus reagiert als die meisten anderen europäischen Länder. Als in Deutschland Schulen und Kindergärten geschlossen wurden, blieben in Schweden fast alle Bildungseinrichtungen geöffnet. Auch in Ladengeschäften und der Gastronomie ging der Betrieb ohne große Einschränkungen weiter. Dafür waren die Infektionszahlen verhältnismäßig hoch: In Schweden haben sich laut offiziellen Statistiken bislang mehr als 92.000 Menschen infiziert, knapp 6.000 sind gestorben.

1.10.2020, 11:50 Uhr – Schweiz erlaubt Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen

In der Schweiz sind jetzt wieder Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern erlaubt. Die Regierung verlangt allerdings strenge Hygienekonzepte. In allen Sport-Stadien sind nur Sitzplätze erlaubt, die Fans müssen Masken tragen und es dürfen höchstens zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Bei Freiluftveranstaltungen wie Ski-, Radrennen sowie Festen im freien Gelände sind auch Stehplätze erlaubt. Die Schweiz hatte Messen, Konzerte und andere Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen wegen der Corona-Pandemie als eines der ersten Länder Europas Ende Februar verboten.

1.10.2020, 11:18 Uhr – Bundesweite Antikörper-Studie startet

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) starten eine bundesweite Antikörper-Studie mit 34.000 Menschen. Geklärt werden solle unter anderem, wie viele bereits eine Infektion durchgemacht haben, wie hoch die Dunkelziffer ist und welche Menschen besonders häufig betroffen sind, teilen RKI und DIW mit. Die Studie soll bis Ende des Jahres laufen.

1.10.2020, 9:38 Uhr – Weitere 2.503 Menschen in Deutschland positiv getestet

In Deutschland sind innerhalb eines Tages weitere 2.503 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Robert Koch-Institut bekannt gegeben. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, hat sich um 12 auf 9.500 erhöht.

1.10.2020, 5:21 Uhr – Durch Pandemie rund 330.000 Minijobs im Gastgewerbe weniger

Durch die Corona-Pandemie gab es dieses Jahr allein im Gastgewerbe rund 330.000 Minijobs weniger. Das sei im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von fast 36 Prozent schreibt das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Insgesamt gab es fast 840.000 geringfügige Beschäftigungen weniger. Jeder achte Minijob ging somit verloren.

1.10.2020, 1:28 Uhr – Corona führt zu mehr Zwangsverheiratungen

Die Corona-Pandemie könnte nach Ansicht von Menschenrechtlern dazu führen, dass 500.000 Mädchen zusätzlich zwangsverheiratet werden. Die Pandemie dränge viele Familien weltweit in die Armut, teilte die Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ dem Evangelischen Pressedienst mit. Die Eltern sähen keine Alternative, als ihre Mädchen dazu zu zwingen, oftmals viel ältere Männer zu heiraten. Fortschritte im jahrzehntelangen Kampf gegen die Zwangsverheiratung drohten zunichtegemacht zu werden.

Ticker zum Coronavirus Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.9.2020 bis 30.9.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.7.2020 bis 31.7.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.5.2020 bis 16.5.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 1.4.2020 bis 30.4.2020

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Rückblick Corona Chronik Coronavirus: Rückblick vom 19.3.2020 bis 31.3.2020

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